Masterarbeit, 2024
150 Seiten
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Forschungstand
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Meaningful Work
2.1.1 Subjektive Wahrnehmung
2.1.2 Organisationale Wahrnehmung
2.1.3 Außerorganisationale Wahrnehmung
2.1.4 Berufliche Sinnerfüllung nach Tatjana Schnell
3. Forschungsmethode
3.1 Qualitative Forschungsmethodik
3.2 Erhebungsinstrument Leitfadeninterview
3.3 Sample und Feldzugang
3.4 Erhebungs- und Auswertungstechnik
4. Ergebnisse
4.1 Subjektive Wahrnehmung
4.1.1 Emotionale Verfassung und eigenes Rollenbild
4.1.2 Sinnstiftung und mangelnde Sinnstiftung
4.2 Organisationale Wahrnehmung
4.2.1 Gestaltung von Arbeitsplatz, Arbeitsaufgaben und Arbeitsergebnissen
4.2.2 Sozialer Kontakt und Zugehörigkeit
4.2.3 Gegebenheiten des Beschäftigungsverhältnisses
4.3 Außer-organisationale Wahrnehmung
4.3.1 Chancen auf dem Arbeitsmarkt
4.3.2 Gesellschaft
4.3.3 Außer-organisationale Tätigkeiten
5. Diskussion und kritische Würdigung
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit IT-Beschäftigte Sinnhaftigkeit in ihrer Arbeit wahrnehmen und wie sich diese Wahrnehmung zwischen Zeitarbeitnehmenden und Stammbeschäftigten unterscheidet, um bestehende Forschungslücken in diesem Bereich zu schließen.
1.1 Relevanz des Themas
Denkt man an Erwerbsarbeit, dann kommt vielen Menschen zunächst der Bezug eines individuellen Einkommens für die verrichtete Tätigkeit in den Kopf. Abseits des Einkommens, welches Stabilität und Sicherheit schafft, lassen sich weitere Aspekte benennen, die dem Begriff der Erwerbsarbeit die angemessene Tragweite geben. So nimmt Erwerbsarbeit, mit etwa einem Drittel, einen großen Teil der Lebenszeit ein, bietet die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung und schafft den Raum für soziale Interaktion, der im privaten Kontext nicht immer gegeben sein kann (vgl. Kemner et. al. 2023: 1). Außerdem kann Roth (2007) zufolge die Relevanz der Erwerbsarbeit dadurch beschrieben werden, dass sich Menschen oft auch noch im Ruhestand mit Hilfe ihrer früheren Erwerbstätigkeit definieren (vgl. 59).
In den letzten Jahren lässt sich, unter anderem hervorgerufen durch den Fachkräftemangel und der daraus entstehenden Machtverschiebungen zugunsten der ArbeitnehmerInnen, ein Wandel im Werteverständnis der ArbeitnehmerInnen erkennen. Zu beobachten ist dabei eine Entwicklung entgegen der „klassische[n] Insignien des Erfolgs” (Vollmoeller 2016: 7) wie z.B. einem hohen Gehalt oder der Nutzung eines Dienstwagens hin zu präferierten Aspekten wie ausgeprägter Flexibilität, angenehmer Arbeitsatmosphäre und dem Erleben von Sinnstiftung in der Ausführung der beruflichen Tätigkeiten (vgl. ebd.: 8). Betrachtet man hierbei den genannten und zunehmend relevanter werdenden Aspekt der Sinnstiftung, dann lässt sich mit Meaningful Work, übersetzt sinnvolle bzw. bedeutsam Arbeit, ein Begriff anführen, der über Aspekte der reinen Existenzsicherung hinausgeht und vor allem jüngere Menschen der Generation Y umtreibt. So sprechen AutorInnen wie Friedericke Hardering (2015) davon, dass es Menschen dieser Generation wichtig sei in ihrer Arbeit Sinn und Bedeutung zu finden und dabei einen klaren gesellschaftlichen Nutzen zu erzielen (vgl. 392). Dies kann in eine positive Wertigkeit münden und mit positiven Ergebnissen für ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber wie z.B. Arbeitszufriedenheit, organisatorischer Identifikation & Engagement oder verstärkter Kreativität eine Vielzahl an Vorteilen für ArbeitnehmerInnen und Organisationen umfassen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert das Thema Erwerbsarbeit und Meaningful Work, leitet die Forschungsfrage sowie forschungsleitende Annahmen ab und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Theoretischer Hintergrund: Der theoretische Rahmen umfasst das Konzept von Meaningful Work, unterteilt in subjektive, organisationale und außer-organisationale Wahrnehmung, sowie das Konzept der beruflichen Sinnerfüllung nach Tatjana Schnell.
3. Forschungsmethode: Hier wird die explorativ-qualitative Forschungsausrichtung begründet, das Erhebungsinstrument (Leitfadeninterview) erläutert und das Vorgehen bei der Inhaltsanalyse beschrieben.
4. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren detaillierte Erkenntnisse zur subjektiven, organisationalen und außer-organisationalen Sinnwahrnehmung der IT-Beschäftigten, getrennt nach den untersuchten Kohorten.
5. Diskussion und kritische Würdigung: Dieses Kapitel reflektiert die erhobenen Ergebnisse kritisch im Lichte des theoretischen Rahmens, prüft die Annahmen und diskutiert die Auswirkungen des Beschäftigungsverhältnisses auf das Sinnerleben.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen für Unternehmen sowie Ausblicke für zukünftige Forschungsarbeiten ab.
Meaningful Work, Sinnerleben, Zeitarbeit, Stammbeschäftigung, IT-Berufe, Arbeitsgestaltung, Sinnstiftung, Berufliche Sinnerfüllung, Arbeitnehmerüberlassung, Motivation, Identifikation, Arbeitszufriedenheit, Generation Y, Fachkräftemangel, Qualitative Inhaltsanalyse
Die Arbeit untersucht das Sinnerleben ("Meaningful Work") von IT-Beschäftigten und vergleicht dabei die Auswirkungen von Zeitarbeit mit den Erfahrungen von Stammbeschäftigten.
Die Untersuchung basiert auf einer Trias: der subjektiven Wahrnehmung (Werte, Motive), der organisationalen Wahrnehmung (Arbeitsgestaltung, Teamstrukturen) und der außer-organisationalen Wahrnehmung (gesellschaftlicher Nutzen).
Inwieweit nehmen ArbeitnehmerInnen in IT-Berufen Sinnhaftigkeit in ihrer Arbeit wahr, und inwiefern differiert diese Wahrnehmung zwischen den beiden betrachteten Beschäftigungsformen (Zeitarbeit versus Normalbeschäftigung)?
Es wurde ein explorativ-qualitativer Ansatz gewählt, bei dem zehn halbstrukturierte Leitfadeninterviews geführt und anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung inklusive des Job-Characteristics-Modells oder des Konzepts beruflicher Sinnerfüllung nach Schnell sowie die detaillierte Ergebnispräsentation und Diskussion der Experteninterviews.
Diese Begriffe markieren den Fokus der Arbeit, da die Untersuchung von Meaningful Work in atypischen Beschäftigungsformen wie der Zeitarbeit bei IT-Spezialisten bisher kaum erforscht wurde, obwohl die Nachfrage in diesem Sektor stetig wächst.
Die Studie zeigt, dass IT-Beschäftigte in der Regel ein offenes, transparentes und kommunikatives Umfeld bevorzugen, das agiles Arbeiten ermöglicht, wobei bürokratische Hürden oft als demotivierend wahrgenommen werden.
Die Arbeit identifiziert insbesondere monetäre Benachteiligungen (z.B. fehlende Sonderzahlungen), exkludierende Praktiken bei IT-Zugängen sowie ein wahrgenommenes Gefühl des "Angestellten zweiter Klasse" als Stressfaktoren, die das Zugehörigkeitsgefühl mindern können.
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