Bachelorarbeit, 2019
72 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Hinführung zur Thematik
1.2 Fragestellung, Aufbau und Methodik
1.3 Forschungsstand
2 Staatliche Strukturen und die historische Betrachtung der Drogenökonomie
2.1 Funktionsweise und Akteure im Drogenkrieg
2.2 Staatliche Strukturen im Zusammenhang mit der Drogenökonomie
2.3 Soziale, gesellschaftliche und ökonomische Ursachen für die Drogenökonomie
2.4 Auswirkungen der repressiven Drogenpolitik
2.5 Entstehung des Kartellwesens und seine historische Entwicklung (1978-1989)
2.6 Reorganisation des Kartellwesens unter Miguel Ángel Félix Gallardo
2.7 Struktur, Organisation und Hierarchien im Guadalajara-Kartell
3 Die Einflussnahme auf die staatlichen Strukturen durch das Guadalajara-Kartell im mexikanischen Bundesstaat Jalisco. Der Mord am DEA-Agenten Enrique Camarena
3.1 Kartelle als Herrscher über die Munizipien und das soziale Leben
3.2 Der Mord am DEA-Agenten Enrique Camarena und seine Folgen
3.3 Verstrickung der staatlichen Beamten und politischen Akteure in den Fall Camarena
4 Wie weit hat das Guadalajara-Kartell den mexikanischen Staat Jalisco infiltriert und korrumpiert? Zusammenfassung der Ergebnisse des Mordes am DEA-Agenten Enrique Camarena
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Guadalajara-Kartells auf die staatlichen Strukturen im mexikanischen Bundesstaat Jalisco während der 1980er Jahre, mit einem besonderen Fokus auf den Mord am DEA-Agenten Enrique Camarena als Fallbeispiel für staatliche Infiltration und Korruption.
3.1 Kartelle als Herrscher über die Munizipien und das soziale Leben
„Organisiertes Verbrechen ist beides, ein soziales System und eine soziale Welt. Das System setzt sich aus Beziehungen zusammen, in die professionelle Kriminelle, Politiker, Juristen und diverse Unternehmer verflochten sind.“ -Alan Block, USA, Anwalt für Bürgerrechte, 1983-
In diesem Kapitel wird es darum gehen, wie die Drogenkartelle eine Einflussnahme auf die staatlichen Institutionen und vor allem auf die Munizipien des Landes ausübten und diese infiltrierten. Um diesen Einfluss auf die kleinsten politischen Einheiten auszuüben, hat sich parallel eine eigene Kultur im sozialen Leben durch die narcos herausgebildet, was den Einfluss in den Munizipien verstärkte. Dieser Einfluss ist bis heute präsent und bildet die Basis des Drogenhandels.
Der Begriff „narco“ beschreibt in Lateinamerika ein gesellschaftliches Phänomen, sodass sich narcotraficantes in allen Gesellschaftsschichten wiederfinden. Dieses Phänomen soll mit dem Zitat von Alan Block ausgedrückt werden, denn es sind Unternehmer, Juristen, Prostituierte, Kleinbauern, Taxifahrer, Besitzer von Lagerhäusern und Lebensmittelgeschäften und Automechaniker, die im Dienste der Kartelle stehen. Es handelt sich um ein Verhältnis zur Gesellschaft, in dem der narco sehr nah mit der kapitalistischen Marktstruktur verwickelt ist, aber gleichzeitig eine zweite Realität geschaffen hat.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Drogenhandels in Mexiko ein und definiert das Ziel sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Staatliche Strukturen und die historische Betrachtung der Drogenökonomie: Hier werden die theoretischen Grundlagen sowie die historische Entwicklung und die Funktionsweise von Drogenkartellen beleuchtet.
3 Die Einflussnahme auf die staatlichen Strukturen durch das Guadalajara-Kartell im mexikanischen Bundesstaat Jalisco. Der Mord am DEA-Agenten Enrique Camarena: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit dem realen Fall von Enrique Camarena, um die Infiltration staatlicher Organe in Jalisco zu demonstrieren.
4 Wie weit hat das Guadalajara-Kartell den mexikanischen Staat Jalisco infiltriert und korrumpiert? Zusammenfassung der Ergebnisse des Mordes am DEA-Agenten Enrique Camarena: Dieses abschließende Kapitel synthetisiert die Befunde und beantwortet die Kernfrage der Arbeit hinsichtlich der Ausmaße der staatlichen Unterwanderung.
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Die Arbeit analysiert, wie das Guadalajara-Kartell in den 1980er Jahren staatliche Strukturen in Jalisco unterwanderte und wie der Mord an Enrique Camarena diese Korruption und Infiltration exemplarisch verdeutlicht.
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des mexikanischen Kartellwesens, die Verflechtung von Politik und organisiertem Verbrechen sowie der Einfluss ökonomischer Krisen auf die Stabilität staatlicher Institutionen.
Die Arbeit fragt nach dem Ausmaß der Infiltration und Korruption durch das Guadalajara-Kartell im Bundesstaat Jalisco und wie diese Strukturen durch den Mordfall Camarena sichtbar wurden.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, Auswertung von Zeitungsarchiven (wie El Proceso oder Excelsior) und US-Gerichtsdokumenten, um die kriminellen Strukturen und Korruptionswege zu rekonstruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Analyse der Drogenökonomie, die Entstehung des Kartellwesens unter Félix Gallardo und die detaillierte Darstellung der Ereignisse rund um den Mord an Enrique Camarena.
Kernbegriffe sind "narco-Kultur", "staatliche Infiltration", "Institutionelle Schwäche" und "Pax Mafiosa", die den Prozess der Unterwanderung des mexikanischen Staates durch das organisierte Verbrechen beschreiben.
Gallardo teilte das Kartell in Regionen (plazas) auf, um den Wettbewerb zu minimieren, die Effizienz zu steigern und durch dezentrale Organisation die Entdeckung durch staatliche Stellen zu erschweren.
Die Arbeit diskutiert Verbindungen zwischen geheimdienstlichen Interessen (im Zuge des Antikommunismus/Contra-Unterstützung) und der Drogenökonomie, wobei CIA-Verbindungen als Schattenaspekt der Ermittlungen beleuchtet werden.
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