Magisterarbeit, 2009
72 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Theaterpädagogik
2.1. Geschichte der Theaterpädagogik
2.2. Theaterpädagogik und Schule
3. Notwendigkeit des sozialen Lernens
3.1. ‚Veränderte Kindheit’
3.2. Soziales Lernen und soziale Rollen
4. Theaterpädagogik im Kontext Schule
4.1. Soziales Lernen durch Theaterpädagogik in der Schule
4.2. Soziales Lernen durch Theaterpädagogik im Englischunterricht
5. Theaterpädagogische Methoden des handlungsorientierten Englischunterrichts
6. Beispiele für die Praxis
6.1 Praxisbeispiele für die Grundschule
6.1.1 Vorschläge für die 1.-2. Klasse
6.1.2 Vorschläge für die 3.-4. Klasse
6.2 Praxisbeispiele für die Sekundarstufe I
6.2.1 Vorschläge für die 5.-6. Klasse
6.2.2 Vorschläge für die 7.-8. Klasse
6.2.3 Vorschläge für die 9.-10. Klasse
7. Die Rolle des Lehrers als Spielleiter und Theaterpädagoge
8. Resümee
Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit untersucht die Möglichkeiten der Theaterpädagogik zur Förderung sozialer Kompetenzen im Englischunterricht. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie theatrale Methoden den Erwerb sozialer Schlüsselqualifikationen unterstützen und wie diese sinnvoll in den schulischen Alltag integriert werden können.
3.1. ‚Veränderte Kindheit’
Der Begriff der ‚veränderten Kindheit’ wurde durch die gleichnamige Publikation von Maria Fölling-Albers im Jahr 1989 bekannt und fasste sehr schnell in Politik und breiter Öffentlichkeit Fuß. Meist ist der Begriff negativ konnotiert und strebt den Vergleich der heutigen Generation mit der Generation der Eltern und Großeltern an, wobei man hier oft Gefahr läuft, das Gute der alten Zeiten mit dem Schlechten von Heute zu vergleichen. Dies führt sowohl zu einer falschen Darstellung der gegenwärtigen Situation, als auch zu einer Glorifizierung der Vergangenheit (vgl. Oswald 2006:36). Es ist nicht zu verleugnen, dass es den Kindern der Gegenwart in vieler Hinsicht, besonders, was die Bedingungen im Bereich von Bildung, Gesundheit, Hygiene und Schutz vor Gewalt und Ausbeutung angeht, wesentlich besser geht. Kinder erlebten zu allen Zeiten auch Leid, was letztlich auch Vorraussetzung für Entwicklung und Reifung ist.
Die Probleme der Kinder und Jugendlichen von ‚damals’ haben sich jedoch verschoben und die Generation der Erwachsenen hat schon immer mit Sorge auf den Verfall der Jugend geschaut. Schon der griechische Dichter Hesiod sah 700 vor Christus den Untergang seines Volkes kommen, weil die Jugend so „unerhört rücksichtslos“ sei (Hesiod zitiert in ebd.:11). Es ist jedoch nicht richtig die Gesellschaft als Opfer der Kinder zu betrachten und darauf zu beharren, dass die Kinder sich verändert hätten, denn „die heutigen Kinder sind ganz offensichtlich die Kinder ihrer Zeit und ihrer Umwelt, sie sind ihr entlarvendster Spiegel“, wie Hartmut von Hentig schon 1987 konstatierte (ebd.:34). Selbstverständlich ist der Auslöser für die veränderte Kindheit der Wandel der Gesellschaft.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Arbeit und steckt das Ziel ab, Theaterpädagogik als Ort für soziales Lernen im Englischunterricht zu verorten.
2. Theaterpädagogik: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Geschichte und den pädagogischen Stellenwert der Theaterpädagogik in der Schule.
3. Notwendigkeit des sozialen Lernens: Es wird die Bedeutung sozialer Kompetenzen vor dem Hintergrund der ‚veränderten Kindheit’ analysiert.
4. Theaterpädagogik im Kontext Schule: Das Kapitel verknüpft die Ziele der Schule mit den Möglichkeiten theaterpädagogischer Arbeit im Englischunterricht.
5. Theaterpädagogische Methoden des handlungsorientierten Englischunterrichts: Hier werden konkrete theaterpädagogische Verfahren für den Fremdsprachenunterricht vorgestellt.
6. Beispiele für die Praxis: Dieser Teil bietet eine umfassende Sammlung an konkreten Vorschlägen für alle Klassenstufen von der Grundschule bis zur Sekundarstufe I.
7. Die Rolle des Lehrers als Spielleiter und Theaterpädagoge: Das Kapitel thematisiert die veränderte Rolle der Lehrkraft hin zu einem Begleiter in kreativen Lernprozessen.
8. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des hohen Bildungswertes der Theaterpädagogik.
Theaterpädagogik, Englischunterricht, Soziales Lernen, Handlungsorientierter Unterricht, Rollenspiel, Szenisches Spiel, Identitätsbildung, Kommunikative Kompetenz, Interkulturelles Lernen, Medienkindheit, Bullying, Lehrerrolle, Persönlichkeitsentwicklung, Schultheater, Fremdsprachenerwerb.
Die Arbeit untersucht den Einsatz theaterpädagogischer Methoden im Englischunterricht zur Förderung der sozialen Kompetenz von Schülerinnen und Schülern.
Die Themen umfassen die Geschichte der Theaterpädagogik, die Notwendigkeit sozialen Lernens angesichts veränderter Kindheitsbedingungen sowie methodische Ansätze für den Unterricht.
Ziel ist es, die Möglichkeiten der Theaterpädagogik im Englischunterricht aufzuzeigen und Lehrern eine praktische Basis für die Förderung sozialer Kompetenzen zu bieten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse aktueller Fachliteratur sowie die theoretische Aufbereitung theaterpädagogischer Konzepte, ergänzt durch Praxisbeispiele.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die direkte Verknüpfung von theaterpädagogischen Methoden mit den Anforderungen und Themenfeldern des Englischunterrichts über verschiedene Klassenstufen hinweg.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Soziales Lernen, Handlungsorientierung, Szenisches Spiel, Rollendistanz, Empathie und kommunikative Kompetenz.
Bullying wird als ein aktuelles Problem in Schulen thematisiert, wobei theaterpädagogische Ansätze wie im Stück „Allie’s Class“ als Filter dienen, um Konflikte spielerisch und distanziert zu bearbeiten.
Die Lehrkraft wandelt sich von einer reinen Autoritätsperson zu einem Spielleiter, der einen Schutzraum schafft, in dem Schüler durch eigenes Handeln soziale Erfahrungen sammeln können.
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