Examensarbeit, 2008
94 Seiten, Note: 2
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Konfliktpotential, das mit dem Bau von Moscheen in Deutschland einhergeht. Am Beispiel des Moscheebau-Konfliktes in Berlin-Heinersdorf analysiert die Arbeit die Konfliktursachen und -verläufe sowie die beteiligten Akteure und deren Strategien. Ziel ist es, die komplexe Interaktion zwischen religiösen, sozialen, kulturellen und politischen Faktoren aufzuzeigen, die zu Konflikten im Zusammenhang mit dem Moscheebau führen können.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Religionsgeographie und beleuchtet die Bedeutung von Moscheen als religiöse Zentren. Die historische Entwicklung der muslimischen Zuwanderung in Deutschland wird erläutert, und die verschiedenen islamischen Glaubensgemeinschaften in Berlin werden vorgestellt. Anschließend werden die räumlichen Beziehungen und Interaktionen der Religionsgemeinschaften im Berliner Raum analysiert, wobei die räumliche Verteilung der Moscheen und anderer religiöser Einrichtungen untersucht wird.
Der dritte Abschnitt widmet sich dem Konfliktbegriff und seinen Ursachen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Konfliktursachen im Zusammenhang mit dem Bau von Moscheen. Die Akteure des Moscheebau-Konfliktes werden vorgestellt und die verschiedenen Konfliktstrategien beleuchtet.
Im vierten Kapitel wird der Moscheebau-Konflikt in Berlin-Heinersdorf detailliert analysiert. Die Topographische Lage, die Bevölkerungsstruktur, die Sozialstruktur und die soziale Infrastruktur des Bezirks werden beschrieben. Der Verlauf des Konfliktes wird chronologisch dargestellt, und die wichtigsten Akteure werden in ihren Rollen und Motivationen beschrieben. Die Kapitel schließen mit einer Analyse der Konfliktursachen und einer Bewertung des Konfliktes.
Moscheebau, Religionsgeographie, Konflikt, Berlin, Heinersdorf, Integration, Islamische Glaubensgemeinschaften, Zuwanderung, Interkulturelle Konflikte, Symbolische Konflikte, Medien, Politik, Akteure.
Konflikte entstehen oft durch die zunehmende Sichtbarkeit des Islam im Stadtbild, etwa durch repräsentative Bauten mit Minaretten. Diese werden häufig als symbolische Auseinandersetzungen über Integration, kulturelle Identität und die räumliche Präsenz von Minderheiten wahrgenommen.
In Berlin-Heinersdorf entstand die erste Moschee mit Minarett im Osten Berlins durch die Ahmadiyya Muslim Jamaat. Der Konflikt zeichnete sich durch eine starke Mobilisierung von Bürgerinitiativen und eine intensive Debatte über die lokale Bevölkerungs- und Sozialstruktur aus.
Die Religionsgeographie untersucht die räumliche Verteilung und die Interaktion von Religionsgemeinschaften. Im Falle Berlins analysiert sie, wie Gebetsräume aus Hinterhöfen in den öffentlichen Raum rücken und welche räumlichen Beziehungen zwischen christlichen, jüdischen und muslimischen Gemeinden bestehen.
Zu den Akteuren gehören die betroffenen Religionsgemeinschaften, staatliche Institutionen, politische Parteien, lokale Medien sowie Bürgerinitiativen und Anwohner.
Ein symbolischer Konflikt beim Moscheebau bezieht sich weniger auf die konkrete Nutzung des Gebäudes, sondern auf das, was das Gebäude repräsentiert: die dauerhafte Beheimatung des Islam in Deutschland und die damit verbundene gesellschaftliche Veränderung.
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