Diplomarbeit, 2009
132 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
1.1 Begründung zu Themenwahl und Aufbau der Arbeit
2. Inhaltlicher Kommentar Teil 1
2.1 Aims and Significance of this Thesis
2.2 Loanword Adaption into Chinese: A Review of Related Literature
2.3 Language Contact – A Conceptual Account
3. Übersetzungwissenschaftlicher Kommentar Teil 1
3.1 Einleitung – Theoretische Grundlagen
3.2 Der Äquivalenzbegriff in der Übersetzungswissenschaft
3.3 Texttypen – Ein übersetzungsorientiertes Modell
3.4 Funktionales Übersetzen
3.5 Analyse und Charakteristika der Ausgangstexte
3.6 Verfremden oder Einbürgern – Die (Un-)Sichtbarkeit des Übersetzers
4. Übersetzung
4.1 Das Fremdwort im Chinesischen 汉语外来词 – Shi Youwei 史有为
4.1.1 Gliederung der übersetzten Auszüge
4.1.2 Auszug 1: S. 4 – 24
4.1.3 S. 62 – 69
4.1.4 S. 78 – 79
4.2 Die Fremdwortforschung im modernen Chinesisch 现代汉语外来词研究 – Gao Mingkai 高名凯 & Liu Zhengtan 刘正琰
4.2.1 Auszug 1: S. 34 – 41
5. Übersetzungswissenschaftlicher Kommentar Teil 2
5.1 Übersetzungorientierte Terminologiearbeit
5.2 Linguistische Terminologie der Fremdwortforschung
5.3 Übersetzungsprobleme - Lexik
5.4 Glossar zur Fremdwort-Terminologie (Deutsch / Englisch / Chinesisch)
6. Inhaltlicher Kommentar Teil 2
6.1 Lexical borrowing into Chinese – A Theoretical Study
6.1.1 Lexical Borrowing and the Definition of Loanword
6.1.2 Motivation Behind Lexical Borrowing and Function of Loanwords
6.2 Lexical Borrowing – Loanword Adaption in Modern Chinese
6.2.1 Types of Loanwords
6.2.2 Classification of Loanwords in Chinese
6.2.2.1 Phonetic/Phonemic Loans
6.2.2.2 Semantic Loans
6.2.2.3 Graphic Loans
6.2.2.4 Hybrids
6.2.3 Adapting English into Chinese – Translating Loanwords
6.3 Impact of English Loanwords on Chinese – A Sociolinguistic Perspective
6.3.1 A Brief History of the Chinese Language
6.3.2 Foreign Language Influences on Chinese – A Lexical Periodization
6.3.3 English Language Influence and Linguistic Imperialism
6.4 Chinese and English
6.4.1 Linguistic Outcomes of Language Contact – Chinglish and China English
6.4.2 Status of Chinese in the International World of Tomorrow
6.5 Conclusion
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht den Einfluss der englischen Sprache auf die chinesische Sprache unter Berücksichtigung sowohl westlicher als auch chinesischer Perspektiven der Fremdwortforschung. Ziel ist es, die Auswirkungen von Anglizismen auf das Chinesische sowie die theoretischen und methodischen Rahmenbedingungen für die Übersetzung solcher Begriffe in einem interkulturellen Kontext wissenschaftlich aufzuarbeiten.
11.1.1 Definition
Im Chinesischen gleicht der Begriff für Fremdwort (wàiláicí 外 来 词 ), auch Fremdsprache (wàiláiyǔ 外来语) genannt, gewissermaßen dem Begriff Lehnwort (jiècí 借词). Prinzipiell versteht man im Chinesischen unter Fremdwörtern die chinesischen Wörter, die erstens in ihrer Bedeutung von Wörtern aus einer anderen Sprache stammen und die zweitens ihre phonetische Form vollständig oder teilweise von den entsprechenden Wörtern aus anderen Sprachen übernommen haben und in verschiedenem Maße chinesisch geprägt sind. Streng genommen muss ein solches Wort über einen langen Zeitraum im Chinesischen verwendet werden, um als echtes Fremdwort gelten zu können.
Bedeutung und Aussprache des Begriffs jiāshā 袈 裟 beispielsweise gehen, obwohl chinesische Schriftzeichen verwendet werden, ganz offensichtlich aus dem Sanskrit-Begriff kasaya hervor. Noch ein Beispiel ist bīngqílín 冰淇淋. Bedeutung und Zusammensetzung gehen aus dem Englischen ice-cream hervor, wobei dies jedoch nur auf den Laut des hinteren Teils lín 淋 zutrifft, da beim vorderen Teil dem Chinesischen inhärente Morpheme zur Übersetzung verwendet werden, die den Begriff so zu einer Art Hybridwort machen. Ein weiteres Beispiel ist kǎchē 卡车, das nur teilweise aus einer anderen Sprache hervorgeht. Bedeutung und Aussprache von kǎ 卡 entstammen in der Form dem Englischen Wort car, wohingegen chē 车 ein traditionelles chinesisches Wort für Wagen ist, ein semantischer Marker, der das Wort von Chinesen leichter akzeptieren lässt.
Die oben genannten Beispiele werden bereits seit relativ langer Zeit im Chinesischen verwendet, haben dort Fuß gefasst und sind fester Bestandteil des chinesischen Wortschatzes.
1. Einleitung: Erläutert die Motivation für die Themenwahl durch die Verknüpfung von Chinastudien, Anglistik und Übersetzungswissenschaft.
2. Inhaltlicher Kommentar Teil 1: Behandelt die theoretischen Grundlagen des Sprachkontakts und gibt einen Überblick über die Literatur zur Fremdwortadaption im Chinesischen.
3. Übersetzungwissenschaftlicher Kommentar Teil 1: Analysiert den Äquivalenzbegriff sowie Übersetzungsmethoden und stellt ein Modell zur Textanalyse vor.
4. Übersetzung: Präsentiert übersetzte Auszüge aus bedeutenden chinesischen Werken zur Fremdwortforschung von Shi Youwei sowie Gao Mingkai und Liu Zhengtan.
5. Übersetzungswissenschaftlicher Kommentar Teil 2: Fokussiert auf übersetzungsorientierte Terminologiearbeit und spezifische Probleme bei der Übersetzung lexikalischer Fachbegriffe.
6. Inhaltlicher Kommentar Teil 2: Vertieft die theoretische Auseinandersetzung mit lexikalischer Entlehnung, soziolinguistischen Auswirkungen und dem Status des Englischen im chinesischen Kontext.
Sprachkontakt, Lehnwort, Fremdwort, Chinesisch, Englisch, Lexikalische Entlehnung, Übersetzungswissenschaft, Terminologie, Soziolinguistik, Fremdwortforschung, Hybridwort, Sprachwissenschaft, Äquivalenz, Kulturkontakt, Linguistischer Imperialismus.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der englischen Sprache auf die chinesische Sprache unter linguistischen und übersetzungswissenschaftlichen Gesichtspunkten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Fremdwortforschung im Chinesischen, der Theorie des Sprachkontakts, der Übersetzung von Fachtermini und dem soziolinguistischen Status des Englischen in China.
Das primäre Ziel ist es, die Mechanismen der lexikalischen Entlehnung zu analysieren und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Fremdwörter in die chinesische Sprache integriert und dort adaptiert werden.
Es werden translationstheoretische Modelle wie das von Christiane Nord zur Textanalyse sowie die Äquivalenztheorien von Werner Koller verwendet, um die Übersetzungspraxis zu fundieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit chinesischen Originalwerken zur Fremdwortforschung und deren Übersetzung in den deutschen Kontext.
Zentrale Begriffe sind Sprachkontakt, Lehnwort, Übersetzungsmethode, Fremdwortforschung und Interkulturalität.
Im Chinesischen herrscht eine komplexe, teilweise diskursive Verwendung der Begriffe für "Fremdwort" (wàiláicí, wàiláiyǔ, jiècí), die oft durch historisch-politische Einflüsse geprägt ist, während im Deutschen eine strengere begriffliche Differenzierung angestrebt wird.
Die Arbeit beleuchtet, dass chinesische Schriftzeichen, die über das Japanische zurück in das Chinesische flossen (Rückentlehnungen), eine besondere Stellung als "Quasi-Fremdwörter" einnehmen, da sie zwar eine chinesische Schriftform, aber oft eine spezifische japanische Prägung besitzen.
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