Magisterarbeit, 2009
48 Seiten, Note: 2,3
1. Einführung
2. Theoretische Grundlagen des interreligiösen Lernens
2.1. Voraussetzungen interreligiösen Lernens
2.2. Ziele des interreligiösen Lernens
2.3. Interreligiöses Lernen – begriffliche Annäherungen
2.4. Grundfragen zum interreligiösen Lernen
2.5. Interreligiöses Lernen als Prozess
2.6. Lehrbücher und interreligiöses Lernen
2.6.1. Allgemeines
2.6.2. Die Vorgaben des Thüringer Lehrplanes
2.6.3. Fachwissenschaftliche Aspekte
2.6.4. Fachdidaktische Aspekte
2.6.5. Gesellschaftliche Aspekte
3. Praxis des interreligiösen Lernens (Lehrbuchanalyse)
3.1. Kriterien zur Lehrbuchanalyse
3.1.1. Fachwissenschaftliche Kriterien
3.1.2. Fachdidaktische Kriterien
3.1.3. Gesellschaftliche Kriterien
3.2. Ausgewählte Lehrbücher und deren „interreligiöser“ Befund
3.2.1. „Kursbuch Religion elementar“
3.2.1.1. Fachwissenschaftliche Aspekte
3.2.1.2. Fachdidaktische Aspekte
3.2.1.3. Gesellschaftliche Aspekte
3.2.2. „Religion entdecken – verstehen – gestalten“
3.2.2.1. Fachwissenschaftliche Aspekte
3.2.2.2. Fachdidaktische Aspekte
3.2.2.3. Gesellschaftliche Aspekte
3.2.3. „RELi+wir“
3.2.3.1. Fachwissenschaftliche Aspekte
3.2.3.2. Fachdidaktische Aspekte
3.2.3.3. Gesellschaftliche Aspekte
3.3. Ausgewählte Lehrbücher und deren „interreligiöse“ Analyse
3.3.1. Möglichkeiten des interreligiösen Lernens mithilfe von Lehrbüchern
3.3.2. Grenzen des interreligiösen Lernens mithilfe von Lehrbüchern
3.4. Konsequenzen für die Gestaltung des evangelischen Religionsunterrichtes
4. Fazit
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des interreligiösen Lernens im evangelischen Religionsunterricht an Regelschulen, indem sie analysiert, inwieweit moderne Religionslehrbücher einen solchen Lernprozess durch fachwissenschaftliche, fachdidaktische und gesellschaftliche Vermittlung fördern können.
2.5. Interreligiöses Lernen als Prozess
Wie die vorangehenden Ausführungen vermuten lassen, ist der Prozess des interreligiösen Lernens ein sehr komplexer. Nachfolgend soll dieser Lernprozess entsprechend den Überlegungen von Judith A. Berling dargestellt werden, da ihr Ansatz die Überlegungen und Ausführungen anderer Wissenschaftler logisch miteinander verbindet.
Der interreligiöse Lernprozess verläuft wie folgt: Schülerinnen und Schüler „(1) enter other worlds through engaging and crossing boundaries of significant difference; (2) begin the task of interpretation and understanding by responding from their distinctive religious locations; (3) enter a series of conversations and dialogues both with the voices of the other tradition and also with other Christians seeking to develop a more flexible language for understanding the Christian tradition in relation to other religious possibilities; (4) begin to live out new relationships and Christian practices based on the new understandings; (5) internalise the learning process so that they can continue developing such conversations and relationships.” Bei dieser Beschreibung ist festzuhalten, dass die verschiedenen Aspekte nicht zwingend eine Reihenfolge bilden. Außerdem ist der Lernprozess einerseits gekennzeichnet vom Verstehen anderer Religionen und andererseits von der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen christlichen Tradition aufgrund von neuen Einsichten aus anderen Religionen.
1. Einführung: Die Einleitung thematisiert die Motivation zur Untersuchung von interreligiösem Lernen und steckt das Ziel der Arbeit ab, die Rolle von Religionsbüchern im Unterricht an Regelschulen zu hinterfragen.
2. Theoretische Grundlagen des interreligiösen Lernens: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von interreligiöser Bildung in einer pluralistischen Gesellschaft und definiert zentrale Begriffe sowie Lernprozess-Modelle.
3. Praxis des interreligiösen Lernens (Lehrbuchanalyse): Der Hauptteil entwickelt einen Kriterienkatalog und unterzieht drei aktuelle Lehrwerke einer detaillierten Untersuchung hinsichtlich ihrer Eignung für interreligiöses Lernen.
4. Fazit: Die abschließenden Überlegungen resümieren die Befunde und betonen, dass Lehrbücher wichtige Impulse geben können, den persönlichen Dialog jedoch nicht ersetzen.
Interreligiöses Lernen, Religionsunterricht, Religionslehrbuch, Regelschule, Religionsanalyse, Pluralismus, Dialog, Fremdheit, Christentum, Islam, Judentum, Weltethos, Fachdidaktik, Religionspädagogik, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie effektiv Religionslehrbücher für die 5. bis 7. Klasse interreligiöses Lernen im evangelischen Religionsunterricht an Regelschulen unterstützen können.
Im Fokus stehen die Voraussetzungen für interreligiöses Lernen, die Rolle des Dialogs, das Verständnis von Fremdheit sowie die Analyse konkreter Schulbuchinhalte hinsichtlich ihrer fachwissenschaftlichen und didaktischen Qualität.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie aktuelle Religionsbücher helfen, Schülerinnen und Schüler auf eine multireligiöse Gesellschaft vorzubereiten und welche Grenzen dabei durch das Medium Buch gesetzt sind.
Es wurde eine religionspädagogische Lehrbuchanalyse durchgeführt, basierend auf einem eigens entwickelten Kriterienkatalog, der fachwissenschaftliche, fachdidaktische und gesellschaftliche Aspekte abdeckt.
Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung der Kriterien sowie der detaillierten Untersuchung der Werke „Kursbuch Religion elementar“, „Religion entdecken – verstehen – gestalten“ und „RELi+wir“.
Zentrale Begriffe sind interreligiöses Lernen, Religionsunterricht, Lehrbuchanalyse, Pluralität sowie die Förderung von Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz.
Aufgrund der Unterrichtserfahrungen der Autorin in einer Erfurter Regelschule und der spezifischen Lehrplanvorgaben vor Ort ist dieser Bereich für die Analyse besonders relevant.
Die Autorin betont, dass Lehrbücher zwar den interreligiösen Lernprozess anregen und strukturieren können, der „echte“ direkte Dialog mit Anhängern anderer Religionen jedoch ein persönlicher Prozess ist, den kein Buch ersetzen kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

