Bachelorarbeit, 2023
84 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
1.1 Gesellschaftliche Relevanz
1.2 Formulierung von Forschungsfragen
1.3 Zielsetzung und methodisches Vorgehen
2 Aggression und Gewalt – eine theoretische Auseinandersetzung
2.1 Gewaltformen
2.2 Perzeption von Aggression und Gewalt im Pflegesetting
2.3 Wissenschaftliche Erklärungsansätze zur Entstehung von Aggression und Gewalt
2.4 Forschungsgegenstand
3 Methodik
3.1 Quantitative Datenerhebung
3.2 Fragebogenerstellung
3.3 Datenerfassung
4 Ergebnisse
4.1 Vorgehensweise der Ergebnisbetrachtung
4.2 Ergebnisdarstellung
4.3 Diskussion der Ergebnisse
5 Zusammenfassung
5.1 Reflexion des Vorgehens
5.2 Mehrwert und Beantwortung der Forschungsfragen
5.3 Abschlussresümee
Die Bachelorarbeit untersucht die Häufigkeit und Ausprägung von Aggression und Gewalt gegen Pflegekräfte in einer orthopädischen Klinik. Ziel ist es, die Belastungssituation im pflegerischen Alltag auf Normalstationen zu erfassen, potenzielle Unterschiede in der Wahrnehmung nach Geschlecht zu analysieren und ein Bewusstsein für dieses tabuisierte Thema zu schaffen.
1 Einführung
„Man kann trefflich darüber streiten, ob Investmentbanken „systemrelevant“, also für das Funkti onieren und Überleben einer Gesellschaft unverzichtbar sind [...]. Unstrittig ist dagegen, dass es wirklich systemrelevante Berufe gibt, auf die eine Gesellschaft nicht verzichten kann, weil sie existenziell notwendige Funktionen im Bereich der Daseinsvorsorge und (Über-) Lebenssicherung erfüllen und damit eine conditio sine qua non für die Existenz und den Fortbestand jeder mensch lichen Gesellschaft darstellen. Dazu zähl[en] [...] natürlich die medizinischen Berufe in der Therapie und Pflege.“ (Jacob et al. 2015: 14)
Obgleich den medizinischen Berufen ein hoher Stellenwert zukommt, sind Aggressionen, Misshandlung und Gewalt sowohl gegen Pflegebedürftige als auch gegen Pflegende ein fort währendes Problem (vgl. Hirschberg et al. 2009: 6). In internationalen Forschungsarbeiten konnte festgestellt werden, dass das Phänomen ‚Gewalt am Arbeitsplatz‘ im Berufsalltag von Beschäftigten im Gesundheitswesen ein alarmierendes Ausmaß einnimmt und zudem eine be deutungsvolle Belastung sowie eine große Herausforderung im Arbeitsalltag der Pflegekräfte darstellt. Darüber berichten die Internationale Organisation für Arbeit (ILO), der Weltverband der Pflegeberufe (ICN), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationale Ver band der Dienstleister (PSI) in ihrem gemeinsamen Untersuchungsbericht „Workplace Violence in the Health Sector“. Aus den Forschungsergebnissen geht hervor, dass körperliche und psychische Gewalt ein großes und weltweites Problem darstellen (vgl. International La bour Office (ILO) et al. 2002: 1; International Labour Office (ILO) et al. 2003: 2).
Systematische Untersuchungen über Gewalthandlungen in deutschen Pflegeeinrichtungen (z.B. Kliniken, Altenheime) existieren bisher dagegen nur spärlich (vgl. Hirsch 2003: 17). Dies liegt mitunter daran, dass erst allmählich wahrgenommen und diskutiert wird, in welch hohem Maß Pflegende von Gewalt betroffen sind, da Gewalt in der Pflege noch immer ein häufig tabuisiertes Thema ist (vgl. Grond 2007: 11).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Systemrelevanz und Relevanz der Gewaltproblematik in der Pflege, definiert Forschungsfragen und legt das methodische Vorgehen dar.
2 Aggression und Gewalt – eine theoretische Auseinandersetzung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, spezifiziert verschiedene Gewaltformen und erläutert wissenschaftliche Erklärungsansätze sowie den aktuellen Forschungsstand.
3 Methodik: Hier werden die quantitative Datenerhebung, die Erstellung des Fragebogens und der Prozess der Datenerfassung in der Klinik detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse dieser Arbeit präsentieren die deskriptive Auswertung der Befragungsdaten und diskutieren diese im Kontext der gewählten Gütekriterien und existierender Studien.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion des Vorgehens, einer kritischen Einordnung des Mehrwerts der Erkenntnisse sowie einem abschließenden Resümee über die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen.
Aggression, Gewalt in der Pflege, Pflegekräfte, Pflegende, Orthopädische Klinik, Patientengewalt, Psychische Gewalt, Physische Gewalt, Strukturelle Gewalt, Arbeitsbedingungen, Patienten, Gesundheitswesen, Pflegealltag, Gewaltprävention, Mitarbeiterbelastung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Häufigkeit und den Erscheinungsformen von aggressivem Verhalten und Gewalt, denen sich Pflegekräfte an einem Beispiel einer orthopädischen Klinik im Arbeitsalltag gegenübersehen.
Zentrale Felder sind die theoretische Definition von Aggressions- und Gewaltformen, die Wahrnehmung derselben im Krankenhausalltag sowie strukturelle Faktoren innerhalb einer Klinik.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Pflegekräfte im Setting einer Normalstation Gewalt wahrnehmen, mit welchen Formen sie konfrontiert sind und ob geschlechtsspezifische Unterschiede bei diesen Erfahrungen existieren.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der ein standardisierter Fragebogen in einer orthopädischen Klinik eingesetzt und anschließend mit Software-Programmen (Excel und Jamovi) statistisch ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Gewaltformen, eine Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und eine ausführliche Ergebnisdarstellung inklusive einer Diskussion der erhobenen Daten.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Aggression, Gewalt in der Pflege, Arbeitsbedingungen von Pflegekräften, strukturelle Gewalt und die unterschiedlichen Akteure im Krankenhausumfeld wie Patienten, Angehörige und Kollegen.
Die Untersuchung bezieht sich konkret auf eine spezialisierte orthopädische Klinik in Bayern, um realistische Daten aus dem Alltag einer Normalstation zu erhalten.
Strukturelle Gewalt, wie beispielsweise unzureichende Personalschlüssel oder Mangel an Arbeitsutensilien, wird von einer signifikanten Mehrheit der Pflegekräfte als hohe tägliche Belastung wahrgenommen.
Die Arbeit stellt fest, dass entgegen der Vermutung einer strikten Trennung (Männer erfahren physische, Frauen psychische Gewalt) die Wahrnehmung von Gewaltformen zwischen den Geschlechtern kaum signifikant voneinander abweicht.
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