Bachelorarbeit, 2018
42 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Planung und Entscheidung
2.1 Der OR-Prozess
2.1.1 Konstruktion von Modellen
2.1.2 Mathematische Modellbehandlung
2.1.3 Übertragung der Modellierungsresultate
2.2 Normative Entscheidungstheorie
2.2.1 Prozedurale Rationalität und Konsistenz
2.2.2 Gut- und schlechtstrukturierte Entscheidungen
2.3 Deskriptive Entscheidungstheorie
2.3.1 Begrenzte Rationalität
2.3.2 Kognitvie Heuristiken und Verzerrungen
2.3.3 Präferenzen und Motivationen
3 Behavioral Operational Research - Anwendungsfall der deskriptiven Entscheidungstheorie
3.1 Modellbildung im Behavioral Operational Research
3.1.1 Umgang mit Entscheidungshilfen
3.1.2 Operationalisierung menschlichen Verhaltens
3.1.3 Einfluß kontextuellen Verhaltens
3.2 Verbesserungsstrategien
3.2.1 Beinflussung von Entscheidungen und Verhalten
3.2.2 Verbesserung von Simulationsmodellen
4 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Feld des Behavioral Operational Research (BOR) und dessen Bedeutung für die betriebliche Planung. Ziel ist es, den Einfluss menschlichen Entscheidungsverhaltens auf den OR-Prozess darzustellen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine verhaltenswissenschaftlich fundierte Modellbildung sowohl die OR-Modelle selbst als auch deren praktische Implementierung verbessert werden können.
2.1 Der OR-Prozess
Der OR-Prozess kann aus zwei Sichtweisen betrachtet werden: Zum einen aus der Sicht des Entwicklers bzw. Entscheidungsvorbereiters, hier steht der prozessuale Ablauf im Vordergrund, und zum anderen aus Sicht des Managers bzw. Entscheiders, hier bilden die Steuerungsmechanismen im soziotechnischen Umfeld die Schwerpunkte [Hildebrandt, 1981]. Da es sich bei der Darstellung aus Managersicht um Wahrnehmungen, Beeinflussungen und Entscheidungen handelt, die auf den Ablauf des OR-Prozesses einwirken und grundsätzlich in allen Teilschritten zur Anwendung kommen, sind diese Komponenten hier nur benannt: Problemwahrnehmung und -bewusstsein, Verständnis und Einstellung, Verhaltensabsicht, Versuch, Annahme und Leistungsbewertung [Hildebrandt, 1981].
Neben beiden genannten Akteuren sind beim OR-Prozess prinzipiell auch jene zu bedenken, die nichtaktiv an der Gestaltung teilnehmen, jedoch von den Änderungsmaßnahmen betroffen sind [Hildebrandt, 1981].
Zusätzlich zu den inhaltlichen Aspekten des OR-Prozesses ist auch dessen organisatorische Gestaltung bedeutsam, da diese einen wichtigen Bestandteil zur Steuerung des soziotechnischen Systems darstellt [Müller-Merbach, 1991].
Zunächst einmal muss der OR-Prozess angestoßen werden. Dazu muss das Management über die Existenz eines Problems, das unternehmerisches Handeln verlangt, entweder durch externe Informationen, z. B. durch Konkurrenzanalyse, oder interne Informationen, z. B. Kontrollinformation (Soll-Ist-Vergleiche), informiert werden [Adam, 1993].
1 Einleitung: Definiert das Operations Research (OR) in einem weiteren Sinne als modellgestützte Vorbereitung von Entscheidungen und führt das Behavioral Operational Research (BOR) als Disziplin ein, die verhaltenswissenschaftliche Aspekte in die OR-Praxis integriert.
2 Planung und Entscheidung: Beleuchtet den klassischen OR-Prozess sowie die theoretischen Grundlagen der normativen und deskriptiven Entscheidungstheorie, wobei insbesondere auf prozedurale Rationalität und kognitive Verzerrungen eingegangen wird.
3 Behavioral Operational Research - Anwendungsfall der deskriptiven Entscheidungstheorie: Vertieft die Modellbildung im BOR und untersucht, wie Entscheidungshilfen, menschliches Verhalten und kontextuelle Faktoren operationalisiert und in Modellen oder Interventionsstrategien berücksichtigt werden können.
4 Zusammenfassung: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen, betont die Notwendigkeit, Entscheidungsprozesse als Wahlprozesse zu verstehen, und hebt die Bedeutung einer Kombination aus verschiedenen Modellierungstechniken hervor.
Behavioral Operational Research, BOR, Operations Research, Entscheidungstheorie, kognitive Verzerrungen, Heuristiken, Modellbildung, prozedurale Rationalität, begrenzte Rationalität, Simulationsmodelle, Entscheidungsverhalten, Management, soziotechnische Systeme, Gruppenentscheidungen, Problemlösungsprozess.
Die Arbeit analysiert die Schnittstelle zwischen der quantitativen Modellierung des Operations Research und der verhaltenswissenschaftlichen Forschung, um die Entscheidungsfindung in der betrieblichen Praxis besser zu verstehen und zu unterstützen.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von normativer gegenüber deskriptiver Entscheidungstheorie, die Identifikation kognitiver Heuristiken und die methodische Integration menschlichen Verhaltens in OR-Modelle.
Wie beeinflussen menschliches Verhalten und psychologische Faktoren den OR-Prozess, und wie kann diese Beeinflussung mittels verhaltenswissenschaftlich fundierter Ansätze modelliert und positiv gestaltet werden?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und systematischer Einordnung bestehender verhaltenswissenschaftlicher Theorien, um diese für die Modellbildung im Operations Research zu synthetisieren.
Der Hauptteil analysiert schrittweise den OR-Prozess, die Rolle von prozeduraler Rationalität, die Auswirkungen kognitiver Verzerrungen (Urteils- und Entscheidungsheuristiken) sowie die verschiedenen Ansätze des BOR zur Modellbildung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Behavioral Operational Research", "Modellbildung", "kognitive Heuristiken" und "entscheidungsunterstützende Systeme" charakterisiert.
Die Arbeit argumentiert, dass weiche Faktoren, wie soziale Interaktionen und individuelle Einstellungen, untrennbar mit dem Erfolg technischer OR-Modelle verbunden sind und daher explizit modelliert werden müssen.
Soft-OR konzentriert sich auf die Verbesserung der Kommunikation und Kooperation bei unklaren Zielen, während Hard-OR die mathematische Optimierung mit definierten Zielparametern verfolgt; BOR ergänzt beide um die Verhaltensperspektive.
Der Autor betont, dass eine zu starke Fokussierung auf Experten-Know-how die Unvoreingenommenheit beeinträchtigen kann und empfiehlt daher den Einsatz externer Moderatoren, um gruppendynamische Verzerrungen besser zu steuern.
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