Fachbuch, 2001
11 Seiten
1. Rita Maiburg: Einer der ersten weiblichen Linienflugkapitäne
Das Ziel dieses Buches ist die Dokumentation des Lebensweges und der beruflichen Pionierleistung von Rita Maiburg, einer der ersten weiblichen Linienflugkapitäne, sowie die Darstellung der gesellschaftlichen und beruflichen Widerstände, mit denen sie in den 1970er Jahren als Frau in der Luftfahrt konfrontiert war.
Rita Maiburg. Einer der ersten weiblichen Linienflugkapitäne
Zu einem der ersten weiblichen Flugkapitäne der westlichen Welt im regulären Liniendienst hat sich trotz mancher Schwierigkeiten in den 1970-er Jahren die deutsche Pilotin Rita Maiburg (1951–1977) hochgearbeitet. Allerdings wussten die ihr anvertrauten Passagiere nicht, dass eine Frau im Cockpit saß. Denn per Durchsage hieß man sie nur im Namen von „Flugkapitän Maiburg“ willkommen. Die sympathische Fliegerin fand in jungen Jahren bei einem Autounfall den Tod.
Rita Maiburg kam am 23. Juni 1951 als ältestes von vier Kindern des Architekten Alois Maiburg und seiner Frau Gertrud in Bonn am Rhein zur Welt. Sie besuchte von 1957 bis 1961 die Grundschule in Bonn und von 1961 bis 1968 das neusprachliche Mädchengymnasium in Hersel bei Bonn, wo sie mit der „Mittleren Reife“ abschloss. Schon als Schülerin träumte sie von weiten Reisen und vom Fliegen.
1. Rita Maiburg: Einer der ersten weiblichen Linienflugkapitäne: Dieses Kapitel zeichnet die Biografie der Pilotin nach, beleuchtet ihre Ausbildung, ihren Kampf um Gleichberechtigung im Cockpit, ihre berufliche Karriere bei der DLT sowie die tragischen Umstände ihres frühen Ablebens.
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Das Buch dokumentiert das Leben und die Karriere von Rita Maiburg, die als eine der ersten Frauen in Deutschland als Linienflugkapitänin in der zivilen Luftfahrt tätig war.
Im Fokus stehen die Hindernisse für Frauen im Luftfahrtsektor der 1970er Jahre, die Ausbildung zur Pilotin und die öffentliche sowie interne Wahrnehmung einer Frau im Cockpit.
Rita Maiburg verfolgte das Ziel, als Berufspilotin in der zivilen Luftfahrt zu arbeiten, wofür sie sogar rechtliche Schritte gegen Institutionen einleitete, die Frauen den Zugang zur Ausbildung verwehrten.
Der Autor nutzt eine biografische und dokumentarische Methode, die auf historischen Fakten, beruflichen Stationen und persönlichen Hintergründen basiert.
Der Hauptteil befasst sich mit ihrer Ausbildung, ihrem Prozess gegen die Lufthansa, ihrer Tätigkeit als Kopilotin und Kapitänin bei der DLT sowie dem Vergleich ihrer Arbeitsbedingungen mit denen männlicher Kollegen.
Neben dem Namen Rita Maiburg sind Luftfahrtpionierin, Geschlechtergleichstellung im Beruf, DLT, Pilotenlizenz und die 1970er Jahre als prägende Begriffe zu nennen.
Die Umwelt reagierte ambivalent; während das Unternehmen versuchte, ihr Geschlecht durch neutrale Durchsagen zu verschweigen, um keine Irritationen bei Passagieren hervorzurufen, setzte sie sich selbst als Pionierin durch.
Ihr früher Tod mit 26 Jahren bei einem Autounfall setzte einer vielversprechenden Karriere ein jähes Ende und markierte den Verlust einer der wenigen Frauen, die damals den Weg in das Cockpit von Linienmaschinen geebnet hatten.
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