Masterarbeit, 2017
85 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffliche Erläuterungen
2.1 Entwicklung: Jugend, Pubertät, Adoleszenz
2.2 Identität
2.3 Historische Entwicklung des Identitätsbegriffes
2.4 Identität nach Erikson
2.5 Identität nach Mead
2.6 Identität nach Habermas
2.7 Identität nach Keupp
2.8 Strukturwandel in der Gesellschaft
2.9 Die Entwicklung der Kommunikation
3. Die Entwicklung des World Wide Web und seine Anwendungen
3.1 Das Web 2.0
3.2 Das Social Web
3.3 Soziale Netzwerke
3.4 Historische Entwicklung des Social Networks
4. Die Entwicklung von Facebook
4.1 Funktionen von Facebook
4.2 Bedeutung von Facebook für Jugendliche
4.3 Identitätsarbeit in sozialen Netzwerken
4.4 Identitätsarbeit und Beziehungsmanagement
4.5 Chancen und Risiken von Facebook
4.5.1 Sucht
4.5.2 Realitätsentfremdung
4.5.3 Ablenkung
4.5.4 Internetkriminalität
5. Fazit
6. Ausblick
Die Arbeit untersucht die Funktion und Bedeutung sozialer Netzwerke, insbesondere von Facebook, für die Identitätsarbeit Heranwachsender in der Lebensphase Adoleszenz. Dabei wird analysiert, inwiefern virtuelle Identitätskonstruktionen die Entwicklung Jugendlicher in einer digitalisierten Gesellschaft beeinflussen und welche Chancen sowie Risiken damit verbunden sind.
4.5.1 Sucht
Im Zusammenhang mit den Theorien FOMO und FOBM wurde bereits erwähnt, dass die Nutzung sozialer Medien zu Abhängigkeit und Suchtverhalten führen kann. Übergeordnet lässt sich die Thematik Sucht in drei Teile gliedern, die jeweils auf die vorherige Stufe aufbauen. Diese sind Gewohnheit, Abhängigkeit und die Sucht selbst. Gewohnheit ist ein Verhaltensmuster, das häufig wiederholt wird. Sie ist leicht veränderbar, indem sie nicht mehr häufig oder gar nicht durchgeführt wird und kann somit verhältnismäßig leicht vom Subjekt abgelegt werden. Der Gewohnheit folgt die Abhängigkeit, die ein zwanghaftes Verhalten beschreibt. Auf dieses Verhalten kann nicht mehr verzichtet werden, da ihm eine überlebenswichtige Bedeutung beigemessen wird. Bestimmt diese Abhängigkeit dann das ganze Leben, so ist von Sucht die Rede (vgl. LaRose et al. 2003: 224ff.).
Ob es eine Internetsucht gibt oder nicht ist umstritten. Eine genaue Abgrenzung von einem psychisch kranken Abhängigen zu einem gesunden Nutzer ist bisher schwer möglich (Schrader vgl. 2008: 332). Fachleute sind sich dennoch einig, dass eine Internet-/Mediensucht existiert. Dabei müssen bestimmte Aspekte müssen vorliegen. Im Falle einer Social-Media-Sucht wird der Nutzer launisch, depressiv und reizbar, wenn er keinen Zugang zu sozialen Medien hat. Er dehnt die Internetzeiten mit Absicht aus, ist ständig in Gedanken beim Internet sowie seinen bisherigen Online-Aktivitäten. Gescheiterte Versuche des Nutzers, den eigenen Internetgebrauch einzuschränken, zu kontrollieren oder zu stoppen, weisen auf eine Sucht hin.
1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die allgegenwärtige Internetnutzung Jugendlicher und deren Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung im Zeitalter des Web 2.0.
2. Begriffliche Erläuterungen: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Jugend, Pubertät und Adoleszenz und beleuchtet Theorien zur Identitätsentwicklung nach Erikson, Mead, Habermas und Keupp.
3. Die Entwicklung des World Wide Web und seine Anwendungen: Hier wird die Evolution des Internets hin zum Social Web beschrieben und die Bedeutung sozialer Räume für die Kommunikation dargelegt.
4. Die Entwicklung von Facebook: Dieses Kapitel erläutert die Geschichte und Funktionen von Facebook und analysiert dessen Rolle bei der Identitätsarbeit und Beziehungsgestaltung unter Berücksichtigung von Risiken wie Mobbing.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz von Facebook für Jugendliche zusammen und betont die Notwendigkeit von Medienkompetenz.
6. Ausblick: Der Ausblick fordert medienpädagogische Ansätze, um Jugendliche bei der kritischen Reflexion ihrer Online-Aktivitäten zu unterstützen.
Jugendliche, Adoleszenz, Identität, Identitätsarbeit, Facebook, Web 2.0, Soziale Netzwerke, Selbstdarstellung, Kommunikation, Medienpädagogik, Cyber-Mobbing, Beziehungsmanagement, Digitale Welt, Digital Natives, Medienkompetenz.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle sozialer Netzwerke, primär Facebook, bei der Identitätsentwicklung von Heranwachsenden in der Adoleszenz.
Neben soziologischen und psychologischen Identitätstheorien stehen die Funktionen des Web 2.0, die Selbstdarstellung im digitalen Raum sowie die daraus resultierenden Chancen und Gefahren im Fokus.
Ziel ist es zu klären, welchen Beitrag Facebook zur Identitätsarbeit sowie zur Bewältigung der Herausforderungen des Jugendalters leisten kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis einer Literaturanalyse verschiedene wissenschaftliche Konzepte und aktuelle Studien zum Nutzungsverhalten Jugendlicher verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Identitätsbegriffe, die technische Entwicklung des Social Web und eine detaillierte Analyse von Facebook inklusive seiner Auswirkungen auf die Jugendlichen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Adoleszenz, Identitätsarbeit, Social Web, Facebook und Medienkompetenz essentiell bestimmt.
Die Anonymität ermöglicht Jugendlichen laut Autorin, Identitätsprojekte auszuprobieren und sich in einem anderen Licht zu präsentieren, erzeugt jedoch auch Spannungsfelder hinsichtlich der Authentizität.
Es vereint laut dieser Arbeit verschiedene Funktionen wie Kommunikation, Interaktion und Informationsaustausch auf einer Plattform, wodurch es den gesamten Alltag der Nutzer abdeckt.
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