Masterarbeit, 2009
129 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Zur Bedeutung der Bildung „vor und neben der Schule“
2.1 informelle, non-formale und formale Bildung
2.2 Bildungsorte und Lernwelten
3 Strukturelle Bedingungen der Kindheit
4 Motivation – eine begriffliche Einordnung
5 Außerschulische Förderung
5.1 Was heißt außerschulische Förderung?
5.1.1 Außerschulische Bildung
5.1.2 Außerschulische Förderung
5.2 Schulnahe Förderung
5.2.1 Verbreitung
5.2.2 Strukturell-demographische Einflussfaktoren
5.2.2.1 Geschlecht
5.2.2.2 Alter
5.2.2.3 sozio-ökonomische Lage
5.2.2.4 Region
5.2.3 Individuell-motivationale Einflussfaktoren
5.2.3.1 Öffentliche Meinung
5.2.3.2 Tatsächliche Motive
5.2.3.3 Motive für institutionelle Nachhilfe
5.2.3.4 schülerbezogene oder systembezogene Attribution?
5.2.3.5 Defizitkompensation oder Steigerung von Bildungschancen?
5.2.4 Zwischenfazit
5.3 Schulferne Förderung
5.3.1 Verbreitung
5.3.2 Theoretischer Hintergrund: Die Person-Gegenstandstheorie des Interesses
5.3.3 strukturell-demographische Einflussfaktoren
5.3.3.1 Geschlecht
5.3.3.2 Alter
5.3.3.3 Sozio-ökonomische Lage
5.3.3.4 Region
5.3.4 Individuell-motivationale Einflussfaktoren
5.3.4.1 Motive der Kinder
5.3.4.2 Zusammenfassung
5.3.4.3 Einstellung der Eltern
5.3.4.4 Beurteilung verschiedener Lernorte durch die Eltern
5.3.4.5 Motive der Eltern für institutionelle Angebote
5.3.4.6 Zusammenfassung
5.3.5 Zwischenfazit
6 Fazit
7 Diskussion
7.1 individuelle Ebene – „verplante Kindheit“?
7.2 strukturelle Ebene – soziale Ungleichheit?
Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen außerschulische Förderung – sowohl schulnah in Form von Nachhilfe als auch schulfern als Freizeitgestaltung – stattfindet, und analysiert das Zusammenspiel von strukturell-demographischen und individuell-motivationalen Einflussfaktoren bei der Entscheidung von Eltern für solche Angebote.
5.2.1 Verbreitung
Nachhilfeunterricht im Sinne einer außerschulischen Förderung ist zwar keineswegs ein neues, jedoch ein hoch aktuelles Thema. So wurde die 1998 von Abele und Liebau durchgeführte Untersuchung von Eltern initiiert, mit dem Wunsch nach einer gesicherten Befundlage bezüglich Verbreitung, Intensität und den Gründen für Nachhilfeunterricht. Gleichzeitig spricht Rudolph (2002) von einer kontinuierlich wachsenden Branche der kommerziellen Nachhilfeanbieter. Die beiden größten Unternehmen Studienkreis und Schülerhilfe sind mittlerweile nicht nur deutschlandweit tätig, sondern haben bereits seit einiger Zeit Filialen in anderen europäischen Staaten. Nach eigenen Angaben werden die Angebote der Schülerhilfe jedes Jahr von etwa 70.000 Schülern genutzt. Insgesamt verfügen beide Unternehmen jeweils über mehr als 1000 Standorte.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den wachsenden Stellenwert außerschulischer Bildung im Kontext der PISA-Debatte und skizziert die Forschungsfrage zur Realisierung außerschulischer Förderung.
2 Zur Bedeutung der Bildung „vor und neben der Schule“: Dieses Kapitel differenziert zwischen formalen, non-formalen und informellen Bildungsformen und erörtert die zunehmende Entgrenzung von schulischen und nicht-schulischen Lernorten.
3 Strukturelle Bedingungen der Kindheit: Es wird die historische und soziostrukturelle Einbettung der Kindheit dargestellt, wobei insbesondere die zunehmende Pädagogisierung der Lebensphase Kindheit diskutiert wird.
4 Motivation – eine begriffliche Einordnung: Dieses Kapitel definiert Motivation als Person-Umwelt-Interaktion und legt die theoretische Basis für das Verständnis individueller Entscheidungen zur Förderung.
5 Außerschulische Förderung: Das zentrale Kapitel analysiert systematisch schulnahe Nachhilfe und schulferne Freizeitangebote hinsichtlich ihrer Verbreitung und der sie bestimmenden Faktoren.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zu den strukturellen und individuellen Bedingungen außerschulischer Förderung zusammen und bewertet deren Bedeutung.
7 Diskussion: Abschließend werden die Thesen der „verplanten Kindheit“ sowie das Problem der sozialen Ungleichheit im Kontext außerschulischer Förderung kritisch diskutiert.
Außerschulische Förderung, Nachhilfeunterricht, Bildungsorte, Lernwelten, Kindheit, Bildungsaspiration, Motivationspsychologie, Person-Gegenstandstheorie, Schulnahe Förderung, Schulferne Förderung, Soziale Ungleichheit, Attributionstheorie, Freizeitgestaltung, Bildungsbarometer, Institutionalisierung.
Die Arbeit befasst sich mit den Bedingungen, unter denen außerschulische Förderung von Kindern in Deutschland stattfindet, wobei zwischen schulnahen Nachhilfeangeboten und schulfernen Freizeitaktivitäten unterschieden wird.
Zentrale Themen sind die Verbreitung von Fördermaßnahmen, die Rolle von Eltern als Initiatoren, der Einfluss von Alter, Geschlecht und sozio-ökonomischem Status sowie die motivationalen Hintergründe für die Nutzung dieser Bildungsangebote.
Das Ziel ist es, aufzuklären, in welchem Verhältnis strukturelle (demographische) und individuelle (motivationale) Einflussfaktoren bei der Realisierung außerschulischer Förderung stehen.
Die Arbeit stützt sich primär auf empirische Untersuchungen (u.a. Bildungsbarometer, World Vision Kinderstudie) und theoretische Modelle wie die Person-Gegenstandstheorie des Interesses und die Attributionstheorie.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der schulnahen Nachhilfe (z.B. Motive, Wirksamkeit) und der schulfernen Förderung (z.B. Interessen von Kindern, Rolle der Eltern bei der Freizeitgestaltung).
Wichtige Begriffe sind Außerschulische Förderung, Nachhilfe, Kindheit, Bildungsaspiration, Soziale Ungleichheit und Motivation.
Sie wird genutzt, um zu erklären, wie Eltern die schulischen Probleme ihrer Kinder begründen und ob diese Ursachenzuschreibung (schülerbezogen vs. systembezogen) die Entscheidung für eine außerschulische Förderung beeinflusst.
Die Arbeit zeigt, dass der soziale Status zwar nicht direkt linear die Nutzung bestimmt, aber komplexe Wechselwirkungen bestehen, etwa bei der Investitionsbereitschaft und der Erreichbarkeit von Angeboten für verschiedene Bevölkerungsgruppen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

