Masterarbeit, 2023
95 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Hintergrund und Problembeschreibung
3. Fragestellung und Zielsetzung
4. Theoretischer Rahmen
4.1 Pflegekompetenz
4.1.1 Kompetenzstufen nach Patricia Benner
4.1.2 Pflegekompetenzmodell nach Christa Olbrich
4.2 Pflegekompetenz und Evidence based Nursing
4.3 Kompetenzentwicklung in der generalistischen Pflegeausbildung
4.4 Der Deutsche Qualifikationsrahmen und die verschiedenen Kompetenzniveaus
5. Methodische Vorgehensweise
6. Forschungsergebnisse
6.1 Ergebnisse der Befragung Auszubildender
6.2 Ergebnisse der Befragung Lehrender
6.3 Ergebnisse der Befragung Praxisanleitender
7. Zusammenfassung
8. Diskussion
9. Schlussfolgerung und Ausblick
Ziel dieser Masterarbeit ist es, ein Stimmungsbild darüber zu erheben, wie der wissenschaftliche Anspruch in der generalistischen Pflegeausbildung von Auszubildenden, Lehrenden und Praxisanleitenden bewertet wird, um möglichen Unterstützungsbedarf für die Vermittlung wissenschaftlicher Kompetenzen zu identifizieren.
4.1.1 Kompetenzstufen nach Patricia Benner
Patricia Benner entwickelte ein Stufenmodell der Pflegekompetenz und griff dabei auf Erkenntnisse des Mathematikers und Systemanalytikers Stuart Dreyfus sowie des Philosophen Hubert Dreyfus zurück, welche den Kompetenzerwerb bei Schachspielern und Piloten untersuchten. Nach diesem Modell durchlaufen Lernende beim Erwerb einer Fähigkeit fünf verschiedene Leistungsstufen. Während dieser Entwicklung ändern sich drei grundlegende Aspekte. Der erste Aspekt bezieht sich auf die Abkehr von einem rein regelgeleiteten Verhalten hin zum Rückgriff auf konkrete Erfahrungen. Der zweite Aspekt beinhaltet eine veränderte Wahrnehmung der situativen Erfordernisse. Eine Situation wird immer weniger als Summe gleich wichtiger Einzelheiten, sondern mehr als vollständiges Ganzes erkannt. Der dritte Aspekt schließlich bezieht sich auf die Entwicklung vom unbeteiligten Beobachter hin zum engagierten Handelnden. Lernende betrachten eine Situation nicht mehr nur von außen, sondern sind direkt beteiligt (Benner, 2017, S. 57).
Durch die Analyse von Situationsschilderungen konnte Benner diese Erkenntnisse auf die Pflege übertragen und die Entwicklung von der Anfängerstufe bis hin zur Pflegeexpertenstufe beschreiben (Benner, 2017, S. 62). Im Folgenden wird auf die einzelnen Stufen näher eingegangen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Pflegeberufs und leitet die Relevanz wissenschaftlicher Kompetenzentwicklung in der modernen, generalistischen Pflegeausbildung her.
2. Hintergrund und Problembeschreibung: Dieses Kapitel erläutert die Anforderungen durch das Pflegeberufegesetz und die daraus resultierende Diskrepanz zwischen wissenschaftlichem Anspruch und praktischer Umsetzung im Ausbildungsalltag.
3. Fragestellung und Zielsetzung: Hier wird die zentrale Forschungsfrage formuliert, die darauf abzielt, die subjektive Einschätzung des wissenschaftlichen Anspruchs durch Auszubildende, Lehrende und Praxisanleitende zu ergründen.
4. Theoretischer Rahmen: Das Kapitel liefert die wissenschaftliche Basis über Kompetenzmodelle (Benner, Olbrich) und definiert Konzepte wie Evidence based Nursing im Kontext der Pflege.
5. Methodische Vorgehensweise: Beschreibung des quantitativen Forschungsansatzes und des querschnittsorientierten Designs zur systematischen Befragung der drei Zielgruppen.
6. Forschungsergebnisse: Detaillierte Darstellung der empirischen Befunde getrennt nach den Gruppen Auszubildende, Lehrende und Praxisanleitende anhand deskriptiver statistischer Methoden.
7. Zusammenfassung: Zentrale Erkenntnisse der Umfragen werden konzis zusammengefasst und die wesentlichen Trends hinsichtlich der Akzeptanz und Umsetzbarkeit wissenschaftlicher Anforderungen aufgezeigt.
8. Diskussion: Kritische Reflexion der erhobenen Daten, Einordnung in den theoretischen Kontext der Literatur sowie Darstellung der Limitationen der vorliegenden Studie.
9. Schlussfolgerung und Ausblick: Fazit zur Notwendigkeit einer differenzierteren wissenschaftlichen Kompetenzentwicklung und Empfehlungen für zukünftige curriculare Anpassungen.
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Die Arbeit untersucht das Stimmungsbild und die Einschätzung zum wissenschaftlichen Anspruch in der neuen generalistischen Pflegeausbildung unter Auszubildenden, Lehrenden und Praxisanleitenden.
Im Zentrum stehen die Kompetenzentwicklung, der Stellenwert der Pflegewissenschaft im Rahmencurriculum sowie die praktische Anwendbarkeit wissenschaftlicher Methoden im Ausbildungsalltag.
Ziel ist es herauszufinden, ob der im Rahmencurriculum geforderte Wissenschaftsanspruch als angemessen empfunden wird und wo Unterstützungsbedarf für die beteiligten Akteure besteht.
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz mittels schriftlicher Befragung gewählt, wobei die Datenlage deskriptiv statistisch ausgewertet wurde.
Neben dem theoretischen Fundament durch Kompetenzmodelle werden die detaillierten Ergebnisse der Befragung jeder Zielgruppe inklusive der Korrelation zu demografischen Daten wie Abschluss und Berufserfahrung dargelegt.
Generalistische Pflegeausbildung, Pflegewissenschaft, Pflegekompetenz, Evidence based Nursing und Forschungskompetenz.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die geforderte Expertise in der Literaturrecherche und kritischen Bewertung von Studien ohne vertiefte methodische Ausbildung eine hohe Barriere darstellt.
Es werden Fortbildungen zu EbN, die Einführung von Journal Clubs und der Zugang zu gut ausgestatteten Fachbibliotheken empfohlen, um die wissenschaftliche Denkhaltung zu fördern.
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