Examensarbeit, 2009
22 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Problemstellung
1.1 Einleitung
1.2 Modulbezug
1.3 Persönliches Interesse
1.4 Bezug zu den Ausbildungsstandards
1.5 Leitfragen und Zielvorstellungen
2. Planungskonzept
2.1 Bezug zum Lernplan und zu den Bildungsstandards
2.2 Sachanalyse
2.3 Kompetenzen
2.4 Lernvoraussetzungen
2.5 Methodisch-didaktische Überlegungen
2.5.1 Einführung in das Thema – Inhaltliche Erarbeitung der Minilektüre
2.5.2 Arbeiten mit handlungs- und produktionsorientierten Verfahren – Übergabe der Aufgaben an die Schüler
2.5.3 Optimierung der Arbeitsergebnisse mit erster Präsentation
2.5.4 Abschluss der Einheit und Vorbereitungen für das Lesecafé
3. Unterricht
3.1 Tabellarischer Überblick über die Unterrichtseinheit
3.2 Darstellung einer Unterrichtsstunde
4. Evaluation
4.1 Schülerbefragung
4.2 Schülerreflexion
4.3 Persönliche Beobachtungen
4.4 Evaluation im Bezug auf die Leitfragen und Zielvorstellungen
5. Resümee und Ausblick
5.1 Persönliches Resümee
5.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie handlungs- und produktionsorientierte Verfahrensweisen die Motivation von Grundschülern im Literaturunterricht steigern können, um eine erfolgreiche Präsentation der Minilektüre "Der Fall Samson" im Rahmen eines selbst gestalteten Lesecafés zu ermöglichen.
1.1 Einleitung
Seit gut zwanzig Jahren gehört der Begriff der Identitätsfindung zu den wichtigsten Leitbegriffen der Deutschdidaktik. Den Heranwachsenden sollen Hilfen gegeben werden, sich ihrer selbst bewusst und gewiss zu werden und so eine selbstverantwortete Lebensorientierung zu finden (vgl. Spinner 2008, S. 97). Im Literaturunterricht führte dieses Anliegen dazu, dass die persönlichen Verstehensweisen ernster genommen und immer häufiger zum Ausgangspunkt für Interpretationsgespräche wurden. Die Übertragung auf die eigene Lebenssituation gehörte zur Methode.
Mit dem Aufkommen der produktiven Verfahren in den 80erJahren kam das eigene literarische Schreiben der Schüler und Schülerinnen hinzu (vgl. Spinner 2008, S.98). „Im Produzieren sollen sie Gelegenheit erhalten, der Bedeutung, die ein Text für sie selbst hat, Ausdruck zu geben“ (Spinner 2008, S.98). Anstoß für die Entwicklung des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts war die Beobachtung, dass ein passiver Unterricht vielen Schülern nicht gerecht wird. Es muss allen Kindern Gelegenheit gegeben werde, die eigenen Interessen, Phantasien und Emotionen einzubringen.
Gerhard Haas weist darauf hin, dass ein nur interpretierender und analytischer Unterricht vielen Schülern die Lust am Lesen nehmen kann. Reine Interpretationsgespräche bergen die Gefahr, die Mehrheit der Schüler von aktiver Teilnahme auszuschließen. Hinzu kommt, dass die langsamen Lerner schnell als schwach und unbegabt eingeschätzt werden und die Kinder, die mehr praktisch als intellektuell begabt sind, oft schon am Anfang den Anschluss verlieren und ihren Rückstand meist nicht mehr aufholen können (vgl. Haas 2007, S.14). Im lehrerzentrierten Unterricht sind die Lehrer die Wissenden und die Schüler diejenigen, die das Wissen erwerben müssen.
1. Problemstellung: Dieses Kapitel verortet das Thema Identitätsfindung in der Deutschdidaktik und begründet die Notwendigkeit handlungs- und produktionsorientierter Verfahren zur Steigerung der Lesemotivation.
2. Planungskonzept: Hier werden die methodisch-didaktischen Überlegungen, die Sachanalyse sowie die angestrebten Kompetenzen für die Unterrichtseinheit "Der Fall Samson" detailliert erläutert.
3. Unterricht: Dieser Abschnitt bietet einen tabellarischen Überblick über den gesamten Unterrichtsverlauf sowie eine exemplarische Darstellung einer Unterrichtsstunde.
4. Evaluation: Die Ergebnisse der Schülerbefragungen, Reflexionen und persönlichen Beobachtungen werden hier kritisch hinsichtlich der gesetzten Leitfragen ausgewertet.
5. Resümee und Ausblick: Das Kapitel reflektiert den Erfolg des Unterrichtsversuchs und gibt Anregungen für zukünftige literarische Projekte im Grundschulunterricht.
Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Literaturunterricht, Grundschule, Lesemotivation, Der Fall Samson, Lesecafé, Identitätsfindung, Kompetenzentwicklung, Gruppenarbeit, Unterrichtsplanung, Evaluation, Präsentation, Szenische Gestaltung, Textproduktion, Schülerpartizipation
Die Arbeit dokumentiert einen Unterrichtsversuch in einer vierten Klasse, bei dem die Minilektüre "Der Fall Samson" durch handlungs- und produktionsorientierte Verfahren erschlossen und in einem "Lesecafé" präsentiert wurde.
Die zentralen Themen sind die Steigerung der Lesemotivation, die Öffnung von Schule durch aktive Einbeziehung der Eltern sowie die Anwendung von Methoden wie szenischer, visueller und akustischer Textgestaltung.
Das Hauptziel ist es zu untersuchen, inwieweit handlungs- und produktionsorientierte Verfahren dazu beitragen können, die Motivation der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf ihre Beiträge für ein abschließendes Lesecafé zu steigern.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus der theoretischen Fundierung durch didaktische Fachliteratur (z.B. Haas, Spinner) und einer empirischen Evaluation durch Vorher-Nachher-Fragebögen, Reflexionsphasen und systematische Beobachtungen der Lehrkraft.
Der Hauptteil umfasst das gesamte Planungskonzept, die Auswahl und Begründung der Arbeitsaufträge für die Gruppen sowie die detaillierte Beschreibung der Umsetzung dieser Phasen im Deutschunterricht.
Die wichtigsten Schlagworte sind Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Lesemotivation, Grundschule, Literaturdidaktik und Schülerpartizipation.
Das Lesecafé diente als motivierendes Ziel, das die Kinder dazu anregte, ihre Arbeitsergebnisse aus der Gruppenarbeit (Theaterstücke, Hörspiele, Bildergeschichten) gewissenhaft und kreativ für ein reales Publikum vorzubereiten.
Die Schüler zeigten überwiegend hohe Motivation, mussten jedoch lernen, sich selbst zu organisieren, Konflikte innerhalb der Gruppen zu lösen und Verantwortung für den gemeinsamen Beitrag zu übernehmen.
Die Lehrkraft agierte als Beraterin und Vermittlerin, die den Lernprozess begleitete, korrigierend eingriff und die notwendigen Rahmenbedingungen für selbstständiges Arbeiten schuf.
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