Masterarbeit, 2024
64 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Gegenstand der Arbeit
2.1 Relevanz der Thematik
2.2 Ausgangslage
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Pflegeplanung
3.1.1 Vorteile und Notwendigkeit der Pflegeplanung im Pflegeprozess
3.1.1.1 Notwendige Kompetenzen der Pflegefachkräfte für eine gute Pflegeplanung
3.1.1.2 Kriterien an eine gute Pflegeplanung
3.1.1.2.1 Formulierung von Ressourcen und Pflegeproblemen
3.1.1.2.2 Formulierung von Pflegezielen
3.1.1.2.3 Formulierung von Pflegemaßnahmen
3.2 Erklärvideos
3.2.1 Begriffsbestimmung
3.2.2 Aktueller Stand der Forschung
3.2.2.1 Kognitive Theorie Multimedialen Lernens
3.2.2.2 Fachspezifische Lehrkraftkompetenzen im Erklären
3.2.2.3 Empirische Befunde zur Gestaltung von Erklärvideos
3.2.2.4 Didaktische Kriterien an gute Erklärvideos
3.2.2.5 Qualitätskriterien für Lehrvideos aus interdisziplinärer Perspektive
3.2.3 Weitere didaktische Überlegungen
3.2.3.1 Didaktische Reduktion
3.2.3.2 Das exemplarische Prinzip
3.2.3.3 Stile und Formen von Erklärvideos
4 Forschungsfrage
5 Methodik
5.1 Forschungsdesign
5.2 Stichprobe
5.3 Erhebungsinstrumente und Interventionsgegenstand
5.3.1 Instrument zur Bewertung der Qualität von Pflegeplanungen
5.3.2 Interventionsgegenstand – Erklärvideo
5.3.2.1 Vorüberlegungen und systematische Reduktion
5.3.2.2 Zweck des Videos und bereits vorhandene Videos prüfen und den Mehrwert eines eigenen Videos festlegen
5.3.2.3 Stilentscheidung
5.3.2.4 Aufbau des Videos
5.3.2.5 Aufbau
5.3.2.6 Storyboard
5.3.2.7 Videoproduktion, Vertonung und Schnitt
5.3.2.8 Einsatz des Videos
5.4 Untersuchungsablauf
5.4.1 Vorüberlegungen und Vorbereitung
5.4.2 Erste Erhebung und daraus resultierende Erkenntnisse
5.4.3 Intervention
6 Ergebnisse
7 Diskussion der Ergebnisse und weiterführende Empfehlungen
7.1 Zusammenfassung der Forschung
7.2 Interpretation der Ergebnisse
7.3 Limitationen
7.4 Weiterführende Empfehlungen
8 Zusammenfassung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, ob die Implementierung von Erklärvideos in den Unterricht die Qualität der Pflegeplanung von Auszubildenden in der generalistischen Pflegeausbildung im Vergleich zu traditionellen, erklärvideofreien Unterrichtsmethoden steigern kann. Forschungsleitend ist die Frage, wie ein an die Zielgruppe angepasstes Erklärvideo zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Pflegeprozess beitragen kann.
3.1.1.2.1 Formulierung von Ressourcen und Pflegeproblemen
Der zweite Schritt des Pflegeprozesses nach Fichter und Meyer stellt nach dem Sammeln von Informationen über den Pflegeempfänger das Erfassen von Ressourcen und Pflegeproblemen dar. Dabei ergibt sich die Notwendigkeit zum Formulieren der Ressourcen aus den Gedanken der Aktivierenden Pflege. Um die Fähigkeiten und Selbstpflegekompetenzen des Pflegeempfängers im professionellen Blick zu behalten, ist es notwendig, die Ressourcen des Pflegempfängers wahrzunehmen, zu berücksichtigen und zu fördern. Dies führt beim zu Pflegenden zu einer Stärkung des Selbstwertgefühls und dessen Motivation, sich weiterhin aktiv am Pflegeprozess zu beteiligen. Henke und Horstmann (2020) schreiben dabei der Formulierung von Ressourcen eine ebenso große Bedeutung für den Pflegeprozess zu wie der Niederschrift von Pflegeproblemen.
Ressourcen werden als aktuelle Fähigkeiten, Kräfte, Einstellungen, Zustände und/oder Möglichkeiten des Pflegeempfängers, die der Lösung oder Verhinderung des jeweiligen Pflegeproblems dienen, definiert (Al-Abtah et al., 2020; Henke und Horstmann, 2020; Lauber, 2018). Dabei ist zu berücksichtigen, dass das bloße Vorhandensein eines Hilfsmittels noch nicht als Ressource gesehen werden kann. Das Vermögen des Pflegeempfängers jedoch, das Hilfsmittel erfolgreich einzusetzen und dessen Motivation zur Nutzung desselben stellen sehr wohl Ressourcen des Klienten dar (Henke und Horstmann, 2020).
Bei der Formulierung der Ressourcen reicht es nicht aus, die Ressourcen lediglich im Rahmen der Problemformulierung zu erfassen. Da Ressourcen die Selbstpflegekompetenz des Pflegeempfängers stärken, ist es notwendig, diese zu erhalten und zu fördern. Dies bedeutet auch, dass diese im Kontext der Maßnahmendurchführung genutzt werden und entsprechend in der Pflegeplanung bei der Formulierung der Maßnahmen zu berücksichtigen sind. Das kann nur gelingen, wenn die Ressourcen präzise beschrieben sind, so dass alle am Pflegeprozess beteiligten Personen wissen, woraus genau die Ressource besteht (Henke und Horstmann, 2020).
1 Einleitung: Stellt das Problem der komplexen Pflegeplanung in der Ausbildung vor und begründet die Relevanz digitaler Unterstützungsangebote.
2 Gegenstand der Arbeit: Erläutert die Anforderungen an die Pflegeplanung und die Herausforderungen für Auszubildende in der generalistischen Pflegeausbildung.
3 Theoretischer Hintergrund: Fasst den Stand der Forschung zu Pflegeplanung und der didaktischen Gestaltung von Erklärvideos zusammen.
4 Forschungsfrage: Definiert die zentrale Forschungsfrage und das Ziel der Untersuchung auf Basis des PIKE-Schemas.
5 Methodik: Beschreibt das gewählte Forschungsdesign, die Stichprobe sowie die Entwicklung des Erhebungsinstruments und des Erklärvideos.
6 Ergebnisse: Präsentiert die Daten der Untersuchung und zeigt die Wirksamkeit der Interventionsgruppe auf.
7 Diskussion der Ergebnisse und weiterführende Empfehlungen: Interpretieren die Resultate, beleuchten die Limitationen und geben Handlungsempfehlungen für die Praxis.
8 Zusammenfassung: Fasst den gesamten Forschungsverlauf und die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen.
Pflegeplanung, Pflegeprozess, Erklärvideo, Pflegeausbildung, generalistische Pflegeausbildung, Pflegefachmann, Pflegefachfrau, didaktische Reduktion, SMART-Kriterien, Multimedia-Prinzip, berufliche Handlungskompetenz, digitale Medien, Unterrichtsmethoden, quasi-experimentelles Design, berufliche Bildung.
Die Arbeit untersucht, ob der Einsatz von selbst erstellten Erklärvideos die Qualität von Pflegeplanungen bei Auszubildenden in der generalistischen Pflegeausbildung im Vergleich zum Verzicht auf solche Lernmedien verbessern kann.
Zentrale Themen sind die fachgerechte Formulierung von Pflegeplanungen (Pflegeprobleme, Ziele, Maßnahmen), die didaktische Aufbereitung von Lerninhalten für digitale Medien sowie die Wirksamkeit multimedialer Lehrformen in der Pflegepädagogik.
Das Ziel ist es zu ermitteln, ob durch den gezielten Einsatz von an die Zielgruppe angepassten Erklärvideos eine messbare Steigerung der Qualität bei der schriftlichen Formulierung von Pflegeplanungen erreicht werden kann.
Es wurde ein quasi-experimentelles Prätest-Posttest-Forschungsdesign im Setting eines Feldexperiments angewandt, um die Wirksamkeit der Intervention mit zwei Gruppen (Interventions- und Kontrollgruppe) zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Pflegeprozess und Lerntheorien sowie einen methodischen Teil, der die Entwicklung, Produktion und den Einsatz der Erklärvideos detailliert beschreibt.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung pflegewissenschaftlicher Anforderungen (z. B. PESR-Schema, SMART-Kriterien) mit medienpädagogischen Gestaltungsprinzipien aus, um einen direkten Transfer in die Unterrichtspraxis zu ermöglichen.
Die Erklärvideos wurden spezifisch für die im Curriculum verankerte berufliche Handlungssituation entwickelt und durch begleitende Arbeitsblätter ergänzt, um eine aktive kognitive Auseinandersetzung statt passiver Rezeption zu fördern.
Die Autorin betont, dass für den erfolgreichen Einsatz digitaler Medien Schulungen der Lehrenden notwendig sind, um Vorbehalte abzubauen und die berufliche Handlungskompetenz der Auszubildenden durch gezielte digitale Lehrmethoden zu stärken.
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