Masterarbeit
19 Seiten
1. Einleitung
2. Das Deutsche Grundgesetz
3. Jeder hat das Recht auf Leben
4. Die Würde des Menschen ist unantastbar
5. Fazit
6. Manifest
7. „unchanged minds“
8. „all murderers are egoists, all egoists are humans“
9. Meine Arbeitsweise als Konzeptkünstlerin
10. Bruce Nauman
11. Hans Haacke
Diese Arbeit zielt darauf ab, die vermeintliche Unantastbarkeit der Menschenwürde in modernen politischen Systemen kritisch zu hinterfragen. Dabei wird untersucht, wie staatliche Strukturen durch Gesetze und eine einseitige Definition des "Staatsvolkes" die Würde des Einzelnen gefährden, anstatt sie konsequent zu schützen und zu wahren.
7. „unchanged minds“
„unchanged minds“ ist eine Rauminstallation aus gebrauchten, weisslackierten, am Silberdraht von der Decke aufgehängten und beleuchteten Kinderschuhen, die ich gesammelt habe. Diese Schuhe wurden von Mädchen und Jungs in Deutschland in den letzten zwei Jahren getragen. Einige der Kinder besaßen die Deutsche Staatsangehörigkeit, andere nicht.
In dieser Arbeit war für mich wichtig, Kinder zu thematisieren, die von sich aus keinerlei Vorurteile und Klassifizierung der Menschen vornehmen. Lediglich die Bezugspersonen der Kinder besitzen für sie einen besonderen Stellenwert. Mit wem sie jedoch spielen, ist unwichtig, sie bedienen sich keines Stereotypes.
Ein wunderbarer Zustand, das im Laufe des Lebens, eigentlich schon im Kindesalter vernichtet wird, durch das Zusammenspiel der Komponenten der Beeinflussung durch Erwachsene und die Übernahme durch die Kinder der Sichtweisen ihrer „Helden“.
Doch wie würde die Gesellschaft sich entwickeln, wenn die Kinder gar nicht die Möglichkeit hätten, mit Vorurteilen konfrontiert zu werden?
1. Einleitung: Die Verfasserin reflektiert über den Einfluss globaler Konflikte auf die zeitgenössische Politik und hinterfragt die ethische Universalität der Toleranz angesichts menschlicher Gewalt.
2. Das Deutsche Grundgesetz: Dieses Kapitel erörtert die historische Entstehung und den normativen Anspruch des deutschen Grundgesetzes als Verfassung der Bundesrepublik.
3. Jeder hat das Recht auf Leben: Es wird kritisch beleuchtet, wie staatliche Gesetze das Recht auf das Leben relativieren und in welchen historischen Kontexten, wie etwa dem "Dreher-Gesetz", ein Mangel an moralischer Konsequenz sichtbar wurde.
4. Die Würde des Menschen ist unantastbar: Die Autorin problematisiert, dass der Schutz der Würde exklusiv an die staatliche Gewalt und ein eng gefasstes Verständnis des "Deutschen Volkes" gebunden ist, was diskriminierende Ausschlussmechanismen erzeugt.
5. Fazit: Es wird die Forderung aufgestellt, das Denken radikal zu verändern und die Menschenwürde als ein grundlegendes Erziehungs- und Bildungsziel im gesellschaftlichen System zu verankern.
6. Manifest: Eine Zusammenfassung von 15 ethischen Grundsätzen, die als Basis für ein friedliches, gerechtes und klassifizierungfreies Zusammenleben dienen sollen.
7. „unchanged minds“: Vorstellung einer Rauminstallation, die Unschuld und Vorurteilsfreiheit von Kindern in den Mittelpunkt stellt.
8. „all murderers are egoists, all egoists are humans“: Analyse eines Neon-Kunstwerks, das die Gleichheit aller Menschen selbst vor dem Hintergrund menschlicher Abgründe wie Mord thematisiert.
9. Meine Arbeitsweise als Konzeptkünstlerin: Einblicke in den kreativen Prozess der Autorin, der Philosophien, wissenschaftliche Erkenntnisse und biografische Prägungen miteinander verwebt.
10. Bruce Nauman: Betrachtung des künstlerischen Einflusses von Bruce Nauman auf das Werk der Autorin hinsichtlich des Aufbrechens von Denkgewohnheiten.
11. Hans Haacke: Würdigung der systemkritischen Arbeit von Hans Haacke und dessen Bedeutung für das Verständnis sozio-politischer Kunst.
Menschenwürde, Grundgesetz, Pazifismus, Konzeptkunst, Ethik, Diskriminierung, Freiheit, Gesellschaftssystem, Toleranz, Gewalt, Identität, politische Verantwortung, Amnesie, Menschenrechte, Rechtsnormen.
Die Arbeit untersucht die Destruktivität moderner politischer Systeme gegenüber der Unantastbarkeit des menschlichen Daseins und kritisiert bestehende gesetzliche Ausschlusskriterien.
Die Kernpunkte sind Menschenrechte, die Philosophie des Pazifismus, staatliche Gewalt sowie die Rolle der Kunst als Medium zur gesellschaftlichen Reflexion.
Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der moralischen Behauptung der Unantastbarkeit der Menschenwürde im Grundgesetz und der täglichen politischen Realität aufzuzeigen und einen Ausweg durch eine neue, tugendbasierte gesellschaftliche Ordnung zu entwerfen.
Die Verfasserin nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der philosophische Schriften, historische Analysen politischer Gesetze und soziologische Reflexion mit einer künstlerischen Forschungs- und Konzeptmethode verbindet.
Der Hauptteil umfasst neben der rechtlichen Analyse des Grundgesetzes und der Aufarbeitung historischer Fehlentwicklungen (z.B. Amnesie nationalsozialistischer Taten) auch die Vorstellung der eigenen künstlerischen Konzepte und Manifeste.
Die zentralen Schlagworte sind Menschenwürde, Grundgesetz, Pazifismus, Ethik und gesellschaftliche Klassifizierung.
Das Gesetz wird als Beweis dafür angeführt, wie staatliche Instanzen durch nachträgliche Gesetzesänderungen das Recht auf Leben relativieren und Täter entlasten konnten, was der absoluten Würde des Menschen widerspricht.
Die Definition wird kritisiert, weil sie Menschen ausschließt, die in Deutschland leben, aber keine Staatsbürgerschaft besitzen, und sie damit als Menschen zweiter Klasse behandelt, was zum Wesen der Menschenwürde im Widerspruch steht.
Das Manifest dient als theoretisches Destillat der Arbeit, das die Vision einer Gesellschaft formuliert, in der Freiheit, Gerechtigkeit, soziale Teilhabe und Frieden ohne Klassifizierungen durch Erziehung und Tugendhaftigkeit realisiert werden.
Beide Künstler dienen als maßgebliche Vorbilder, da sie durch ihre prozessuale Ästhetik und systemkritische Ausrichtung zeigten, wie Kunst als Mittel zur Hinterfragung von gesellschaftlichen und politischen Denkgewohnheiten genutzt werden kann.
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