Diplomarbeit, 2010
56 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Forschungsfrage
3 Bereitstellung privater Sicherheitsvorkehrungen
3.1 Motivation der Haushalte in Sicherheitsvorkehrungen zu investieren
3.2 Maßnahmen zur Verhinderung einer Straftat
3.3 Maßnahmen zur Reduzierung des Tätergewinns
3.4 Auswirkungen auf die Aufdeckungsrate
4 Das optimale Präventionsniveau
4.1 Ein Modell
4.2 Grundlegende Annahmen
4.3 Analyse
4.3.1 Das optimale individuelle Präventionsniveau
4.3.2 Das optimale kollektive Präventionsniveau
4.3.3 Das optimale gesellschaftliche Präventionsniveau
4.4 Schlussbemerkung
5 Lösungsansatz zur Korrektur ineffizienter Entscheidungen
5.1 Der „Contributory-Fault-Mechanismus“
5.2 Grundlegende Annahmen
5.3 Analyse
5.4 Schlussbemerkung
6 Eine kritische Betrachtung
7 Zusammenfassung
A Anhang
A.1 Diebstahl unter erschwerenden Umständen
A.2 Polizeiliche Kriminalstatistik: Grundtabelle ab 1987
A.3 Versuchsquote seit 1993
A.4 Der Markt für elektronische Sicherheitssysteme
Die Arbeit untersucht ökonomisch das Entscheidungsverhalten von Privatpersonen bei der Bereitstellung privater Sicherheitsvorkehrungen zur Straftatenprävention und analysiert staatliche Eingriffsmöglichkeiten zur Korrektur ineffizienter privater Investitionsentscheidungen.
3.2 Maßnahmen zur Verhinderung einer Straftat
Alarmanlagen sind in der Lage das Eindringen unerwünschter Personen in ein Gebäude zu melden und Beschädigungen mitzuteilen. Videokameras übernehmen unter Anderem die Außenhautüberwachung von Fenstern und Türen. Einbruch hemmende Rollladensicherungen können eine Tat erschweren und verzögern. Wie sich erkennen lässt, leisten präventive Sicherheitstechniken wirksamen Schutz vor materiellen und ideellen Verlusten und bieten durch den gezielten Einsatz mechanischer und elektronischer Vorkehrungen zusätzlichen Schutz vor ungebetenen Gästen auf Grund ihres abschreckenden Effekts (vgl. Sicherheits Technik GmbH, 2007).
Die Entscheidung eines potentiellen Täters für oder gegen die Durchführung einer kriminellen Handlung hängt von seinem erwarteten Nutzen E(U)i ab. Dieser ergibt sich aus zwei, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintretenden Zuständen, die im ungünstigen Fall eine Ergreifung und Verurteilung mit den Folgen einer Bestrafung und im günstigen Fall den Nutzen aus einer erfolgreich durchgeführten Tat mit sich bringen.
1 Einleitung: Beleuchtet die Relevanz von Kriminalität als gesellschaftliches Phänomen und führt in die Notwendigkeit privater Präventionsmaßnahmen ein.
2 Forschungsfrage: Leitet das ökonomische Interesse an privater Sicherheitsvorsorge her und skizziert den Aufbau der Untersuchung basierend auf Modellen von Becker und Shavell.
3 Bereitstellung privater Sicherheitsvorkehrungen: Analysiert die Motive der Haushalte für Investitionen und differenziert zwischen Maßnahmen zur Tatverhinderung und zur Reduzierung des Tätergewinns.
4 Das optimale Präventionsniveau: Untersucht auf Basis eines Modells von Shavell die Unterschiede zwischen individuellem, kollektivem und gesellschaftlichem Präventionsverhalten.
5 Lösungsansatz zur Korrektur ineffizienter Entscheidungen: Erörtert den „Contributory-Fault-Mechanismus“ als staatliches Instrument, um Anreize für gesellschaftlich optimale Investitionen zu schaffen.
6 Eine kritische Betrachtung: Hinterfragt die realitätsnahen Annahmen der verwendeten ökonomischen Modelle kritisch.
7 Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die ökonomische Herangehensweise an die Kriminalitätsprävention.
Kriminalprävention, ökonomische Analyse, private Sicherheitsvorkehrungen, Contributory-Fault, Einbruchdiebstahl, Abschreckungseffekt, Tätergewinn, gesellschaftliches Optimum, Trittbrettfahrerverhalten, Investitionsentscheidungen, Kosten-Nutzen-Analyse, Strafmaß, Polizeiliche Kriminalstatistik, Vorsorgemaßnahmen, ökonomische Theorie der Kriminalität
Die Arbeit analysiert das Verhalten von Privatpersonen bei der Entscheidung, in private Sicherheitsvorkehrungen zur Verhinderung von Straftaten zu investieren, aus ökonomischer Sicht.
Zu den Schwerpunkten zählen die Motivation von Haushalten für Sicherheitsinvestitionen, die Modellierung von optimalen Präventionsniveaus sowie die Rolle des Staates bei der Korrektur ineffizienter privater Entscheidungen.
Das Ziel ist es, die Abweichungen zwischen individuell gewählten und gesellschaftlich optimalen Präventionsniveaus zu identifizieren und staatliche Anreizmechanismen zur Effizienzsteigerung zu bewerten.
Es wird eine ökonomische Analyse mittels formaler Modelle (u.a. nach Steven Shavell) durchgeführt, die durch empirische Daten aus der polizeilichen Kriminalstatistik ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der privaten Bereitstellung von Sicherheit, die Herleitung eines Modells für das optimale Präventionsniveau und die Untersuchung des „Contributory-Fault-Mechanismus“ als Lösungsansatz.
Wichtige Begriffe sind Kriminalprävention, ökonomische Analyse, Contributory-Fault, private Sicherheitsvorkehrungen und gesellschaftliches Optimum.
Es handelt sich um eine staatliche Regelung, bei der die Bestrafung eines Täters davon abhängig gemacht wird, ob das Opfer zuvor ein gesellschaftlich optimales Präventionsniveau investiert hat.
Der Autor weist darauf hin, dass die zugrunde liegenden Modelle auf sehr vereinfachten und strengen Annahmen basieren, die in der komplexen Realität kaum vollumfänglich zutreffen, was ihre direkte Anwendbarkeit einschränkt.
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