Examensarbeit, 2009
261 Seiten, Note: 1,7
2 Einleitung
2.1 Zur Versuchsschule
2.2 „Klassenmusizieren“, „Musikpraxis“ und „Musiktheorie“
2.3 Bläserklassenpraxis am Carl-Bosch-Gymnasium mit Blick auf den Disput zwischen „Theorie“ und „Praxis“
3 Unterricht in der Bläserklasse im ersten Halbjahr des fünften Schuljahres am Carl-Bosch-Gymnasium Ludwigshafen
3.1 Voraussetzungen für den Unterricht in den Bläserklassen am Carl-Bosch-Gymnasium
3.2 Anfangsunterricht: Ausprobierphase
3.2.1 Instrumentenvergabe
3.3 Erste Töne und Stücke
3.4 Erster Auftritt und Ausblick
4 Studie
4.1 Studiendesign
4.2 Studientests
4.3 Studienerwartungen
4.4 Durchführung der Studie
4.5 Problematiken bei der Durchführung der Studie
4.5.1 Probleme bei der Studiengestaltung
4.5.2 Allgemeine Probleme des Unterricht
5 Erhobene Daten
5.1 Allgemeine Daten
5.2 Der erste Studientest nach den Herbstferien
5.3 Der zweite Studientest
5.4 Musikalische Bewertungen
5.5 Auswertungen der Einzeltests
5.6 Die Beurteilung des Unterrichts durch die Schüler
6 Diskussion der erhobenen Daten
6.1 Diskussion der allgemeinen Daten
6.2 Diskussion der Daten des ersten Studientests
6.3 Diskussion der Daten des zweiten Studientests
6.4 Diskussion der musikalischen Fähigkeiten
6.5 Diskussion der Beurteilung durch die Schüler
6.6 Studienergebnisse
Die Arbeit untersucht, ob durch die Integration theoretischer und handlungsorientierter Elemente in den Bläserklassenunterricht im ersten Schulhalbjahr der fünften Klasse ein tieferes Verständnis musikalischer Grundlagen erreicht werden kann, verglichen mit einem rein instrumental-praktischen Ansatz.
3.2 Anfangsunterricht: Ausprobierphase
Diese für Schüler und Lehrer wichtige Phase des Musikunterrichts startete für die Schüler der drei Bläserklassen des Jahrgangs, die als Ganztags-, Versuchs- und Kontrollklasse unterschieden werden, in der zweiten Unterrichtsstunde, nachdem in der ersten Stunde Ablauf und Inhalt der folgenden zwei bis drei Wochen erklärt wurde und die Schüler ihre dringlichsten Fragen gestellt hatten. Die Lehrkraft stellte jede Stunde ein bis zwei Instrumente vor, die die Schüler in den kommenden Jahren erlernen konnten. Zur Instrumentenvorstellungen gehörte einerseits das Erzählen von etwas Wissenswertem, Kuriosem oder Lustigem zu dem Instrument, das es ganz besonders und einzigartig machte. Andererseits spielte der Lehrer ein kleines Stück, idealer Weise sogar ein Wunschstück der Schüler, auf dem Instrument vor. Im Anschluss an die Beantwortung der Schülerfragen zu dem vorgestellten Instrument durfte jedes Kind versuchen, einen Ton zu produzieren. Dabei ging es neben Ausprobieren aller Instrumente vor Allem um die Suche nach einem für den Schüler passenden Instrument. Diese Einschätzung der Lehrkraft erfolgte am Carl-Bosch-Gymnasium mündlich, da ein schriftliches Fixieren in Form von Punkten sofort einen Leistungsdruck bei den Schülern auslösen würde, der in dieser Unterrichtsphase auf keinen Fall gewollt war. Der Nachteil, nach dem Abschluss der Ausprobierphase nicht mehr genau zu wissen, welches Instrument am besten passte, wurde in der Regel durch ein im Bedarfsfall folgendes Lehrer-Eltern-Schüler-Gespräch behoben.
Während es in den Testklassen für jeden Schüler Pflicht war, alle Instrumente auszuprobieren, durften die Schüler der Kontrollklasse einzelne Instrumente auslassen, was einerseits Zeit sparte, andererseits zu später Reue führen könnte. Ein weiterer Unterschied bestand darin, dass sich alle Schüler der Versuchsklassen die entstehenden Leerzeiten, während der Lehrer sich nur mit einem einzelnen Schüler, der gerade das Instrument probiert, beschäftigen konnte, mit Arbeitsblättern zu musikalischen Grundlagen wie beispielsweise Notennamen, Rhythmen oder Instrumenten beschäftigten. Die Arbeitsblätter wurden spätestens am Ende dieses ersten großen Unterrichtsabschnitts in den Bläserklassen besprochen. So konnten die langen Wartezeiten, die in der Kontrollklasse von Stillsitzen und Zuhören geprägt waren, für die kommende Bläserklassenarbeit genutzt werden.
2 Einleitung: Erläutert den Kontext der Versuchsschule und den theoretischen Disput zwischen „Theorie“ und „Praxis“ im Kontext des Klassenmusizierens.
3 Unterricht in der Bläserklasse im ersten Halbjahr des fünften Schuljahres am Carl-Bosch-Gymnasium Ludwigshafen: Beschreibt die organisatorischen Rahmenbedingungen, den Anfangsunterricht und die instrumentale Einführung in den verschiedenen Klassenmodellen.
4 Studie: Definiert das Studiendesign, die angewandten Tests, die Erwartungen an die Ergebnisse sowie die methodische Durchführung und aufgetretene Problematiken.
5 Erhobene Daten: Präsentiert die gesammelten Daten klassenweise, inklusive der Ergebnisse der Studientests und der Selbsteinschätzung der Schüler.
6 Diskussion der erhobenen Daten: Analysiert und vergleicht die Testergebnisse, interpretiert die Zusammenhänge zwischen Lernleistung und Rahmenbedingungen und fasst die Studienergebnisse zusammen.
Bläserklasse, Klassenmusizieren, Musiktheorie, Musikpraxis, Empirische Studie, Instrumentaler Unterricht, Musikpädagogik, Schülerleistungen, Musikverständnis, Notenlesen, Rhythmusgefühl, Instrumentalunterricht, Evaluation, Handlungsorientierung, Gymnasialunterricht
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen theoretischer Wissensvermittlung und rein praktischem Instrumentalunterricht in Bläserklassen an einem Gymnasium.
Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen unterschiedlicher Unterrichtsmodelle auf den Erwerb musikalischer Grundlagen, die Motivation der Schüler und die Vergleichbarkeit von Leistungsdaten.
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob theoretische Ergänzungen im Bläserklassenunterricht notwendig und sinnvoll sind, um ein ganzheitliches musikalisches Verständnis zu fördern.
Es wurde eine prospektive Kohortenstudie durchgeführt, die als schulinterne Evaluation zwei unterschiedliche Unterrichtsmethoden über ein Schulhalbjahr vergleicht.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der Unterrichtspraxis, die Darstellung des Studiendesigns, die Präsentation der erhobenen Daten und deren ausführliche Diskussion.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Bläserklasse, Klassenmusizieren, Musiktheorie, Musikpraxis, empirische Studie und Musikpädagogik definieren.
Die Klassen unterschieden sich in ihrem organisatorischen Aufbau (Ganztags-, Halbtagsklasse, Kontrollklasse) sowie in der methodischen Gewichtung von theoretischen Inhalten innerhalb des instrumentalen Unterrichts.
Die Instrumentenvergabe war ein komplexer Prozess, der sowohl die Wünsche der Schüler, die Verfügbarkeit von Instrumenten als auch das Ziel einer ausgewogenen Orchesterbesetzung berücksichtigen musste, was anfangs zu organisatorischen Herausforderungen führte.
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