Diplomarbeit, 2009
109 Seiten, Note: 1,7
1 Bedeutung der Thematik
1.1 Zielsetzung
1.2 Eingrenzung und Vorgehensweise
2 Erfolgsfaktor Interaktion im Web 2.0
2.1 Phänomen Web 2.0
2.1.1 Charakteristiken des Web 2.0
2.1.2 Social Web 2.0
2.2 Erfolgsorientierte Gestaltung von Web 2.0 Angeboten
2.3 Social Web spezifische Gestaltungskriterien
2.4 Nutzerzentrierte Webseiten als erfolgreiche Werbeträger
3 Erfolgsfaktor Werbung im Web 2.0
3.1 Erlösmodelle für Web 2.0 Plattformen
3.2 Grundprinzipien der Online-Werbewirkung
3.3 Messung der Onlinewerbewirkung
3.4 Erfolgsfaktoren für effiziente Werbeintegration
4 Erfolgsfaktor Web Usability
4.1 Argumente für die Berücksichtigung von Usability im Web
4.2 Zeitpunkt einer Usability Evaluation
4.3 Zieldifferenzierung in der Usability
4.3.1 Qualitative Usability Evaluation
4.3.2 Quantitative Usability Evaluation
4.3.3 Anzahl der Probanden in der qualitativen Usability Evaluation
4.3.4 Anzahl der Probanden in der quantitativen Usability Evaluation
4.4 Expertenbasierte Testmethoden
4.4.1 Cognitive Walkthrough
4.4.2 Heuristische Evaluation
4.5 Benutzerorientierte Testmethoden
4.5.1 Thinking Aloud
4.5.2 Eyetracking
4.5.3 Card Sorting
5 Praktischer Abschnitt
5.1 Usability und Interaktion
5.1.1 Gestaltungsanalyse
5.1.2 Cognitive Walkthrough
5.1.3 Heuristische Analyse
5.1.4 Card Sorting
5.1.5 Weiterführende Evaluationen
5.1.5.1 Eyetracking
5.2 Wahrnehmung kommerzieller Elemente
5.2.1 Eyetracking
5.2.2 Werbebannerwahrnehmung
6 Bewertung und Eignung der Testmethoden
7 Zusammenführung der Erkenntnisse
Diese Arbeit analysiert die wechselseitigen Erfolgsfaktoren Interaktion, Usability und Onlinewerbung im Web 2.0. Das primäre Ziel ist es, gestalterische Richtlinien und Evaluationskriterien zu erarbeiten, die eine nutzerzentrierte User Experience mit effizienter Werbeintegration verbinden, um so den wirtschaftlichen Erfolg von Social-Media-Plattformen zu sichern.
2.1 Phänomen Web 2.0
Web 2.0 ist ein äußerst beliebtes und häufig verwendetes Schlagwort, wenn es um Thematiken rund um das moderne Internet geht. Vor allem die stetig steigende Vielfalt an populären interaktiven Onlineanwendungen steht voll und ganz unter dem Zeichen „Web 2.0“. Für viele steht der Begriff repräsentativ für einen wichtigen und revolutionären Entwicklungsschritt des Webs. Gibt man „Web 2.0“ bei der Suchmaschine Google ein, liefert diese aktuell immerhin über 300.000.000 Ergebnisse. Dies ist zweifelsfrei ein deutliches Indiz für die aktuelle Präsenz und Bedeutung des Themas. Doch es herrscht auch viel Unverständnis um diesen Begriff. Eine Erläuterung und inhaltliche Abgrenzung des Web 2.0 ist daher zu Beginn dieser Arbeit wichtig.
Die Kennzeichnung des Webs mit der Versionsnummer „2.0“ soll, analog zu Software-Versionskennzeichnungen, eine markante Abgrenzung zu einer früheren Version „1.0“ suggerieren. Durch solche Kennzeichnungen wird in der Softwarebranche verdeutlicht, dass die Vorgängerversion weiterentwickelt wurde. Dies kann heißen, dass diese durch zusätzliche sinnvolle Funktionen ergänzt wurden, oder auch an begleitenden Kriterien wie Performance, Fehlerfreiheit oder Usability gefeilt wurde. Es wird dadurch beiläufig signalisiert, dass die Ursprungsversion es qualitativ wert war, überhaupt weiterentwickelt zu werden. Im Fall des Web 2.0 spielt der Terminus ebenfalls auf seine Vorgängerversion an. Als diese kann das Internet aus seiner Gründerzeit, der sogenannten New Economy, verstanden werden. Verantwortlich für die Existenz und Popularität des Begriffs ist maßgeblich der Softwareentwickler Tim O`Reilly, der im Zuge einer Brainstorming-Sitzung für eine Konferenz im Jahre 2005 diesen Begriff prägte. Mit dieser Versionierung des Webs wollte er auf einen entscheidenden Wandel der Angebote, der Art der Nutzung und Wahrnehmung des Webs hinweisen.
1 Bedeutung der Thematik: Einführung in die Relevanz von User Experience und Usability als entscheidende Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg von Webangeboten.
2 Erfolgsfaktor Interaktion im Web 2.0: Erläuterung der Charakteristika des Web 2.0 und der Bedeutung von Interaktion sowie nutzerzentriertem Design für den Erfolg sozialer Medien.
3 Erfolgsfaktor Werbung im Web 2.0: Analyse von Erlösmodellen und Wirkungsmechanismen von Online-Werbung sowie Strategien für eine nutzerfreundliche Werbeintegration.
4 Erfolgsfaktor Web Usability: Detaillierte Darstellung der Usability-Grundlagen sowie Vergleich verschiedener Experten- und nutzerorientierter Evaluationsmethoden.
5 Praktischer Abschnitt: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das Sportportal "netzathleten.de" mittels verschiedener Usability-Tests und Eyetracking-Analysen.
6 Bewertung und Eignung der Testmethoden: Gegenüberstellung und kritische Evaluation der verwendeten Testmethoden hinsichtlich ihrer Eignung für Social-Media-Plattformen.
7 Zusammenführung der Erkenntnisse: Zusammenfassendes Fazit über die Synergie von Interaktion, Usability und Werbung sowie Handlungsempfehlungen für Web 2.0-Anbieter.
Web 2.0, User Experience, Usability, Interaktion, Onlinewerbung, Social Media, Eyetracking, Card Sorting, Cognitive Walkthrough, Banner Blindheit, Nutzerzentrierung, Konversionsrate, Informationsarchitektur, Usability-Evaluation, Webdesign.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Interaktion, Usability und Onlinewerbung als integrative Erfolgsfaktoren für Web 2.0-Angebote.
Das Spektrum reicht von der theoretischen Einordnung des Web 2.0 und seiner soziokulturellen Aspekte bis hin zu konkreten Usability-Methoden und deren Anwendung auf reale Webseiten.
Ziel ist es, erfolgssichernde Kriterien für eine nutzerzentrierte Gestaltung von Web 2.0-Angeboten zu definieren und Ansätze für eine effiziente Werbeintegration zu finden, die den Nutzer nicht stört.
Der Autor verwendet sowohl Experten-Methoden (Cognitive Walkthrough, Heuristische Analyse) als auch empirische Verfahren (Eyetracking, Card Sorting, Thinking Aloud) an einem praktischen Fallbeispiel.
Der Fokus liegt auf den Herausforderungen bei der Gestaltung interaktiver Plattformen, der Werbewirkung und -platzierung sowie der methodischen Durchführung und Bewertung von Usability-Tests.
Die Arbeit verknüpft theoretisches Wissen zur Usability-Forschung direkt mit einem praktischen Test an einer Social-Media-Plattform ("netzathleten.de") und bietet eine detaillierte Auswertung mittels Eyetracking.
Die Arbeit zeigt auf, dass Nutzer werbliche Elemente intuitiv ausblenden und Werbung auf Social-Media-Seiten daher besonders kontextsensitiv und unaufdringlich platziert werden muss.
Betreiber sollten Werbung personalisieren und verstärkt auf inhaltliche Relevanz setzen, statt auf klassische Banner-Formate, da letztere den "Joy of Use" beeinträchtigen können.
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