Bachelorarbeit, 2015
34 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Zielgruppe ‚Gewalttäter‘
2.1 Gewalt
2.2 Das Phänomen ‚Gewalttäter‘
2.3 Hell- und Dunkelfeld
3 Theoretische Erklärungsansätze
3.1 Labeling-Approach
3.2 Lerntheoretischer Ansatz
3.3 Psychoanalytischer Ansatz
4 Resozialisierung
4.1 Resozialisierungsziel
4.2 Erreichung des Resozialisierungsziels
5 Maßnahmen Sozialer Arbeit
5.1 Anti-Aggressivitäts-Training
5.1.1 Zielgruppe des Anti-Aggressivitäts-Trainings
5.1.2 Phasen des Anti-Aggressivitäts-Trainings
5.1.3 Der ‚heiße Stuhl‘
5.1.4 Rückfallvermeidung durch das Anti-Aggressivitäts-Training
5.2 Sozialtherapie
5.2.1 Ziel der Sozialtherapie
5.2.2 Zielgruppe der Sozialtherapie
5.2.3 Inhalt der Sozialtherapie
5.2.4 Rückfallvermeidung durch die Sozialtherapie
6 Vergleich von Anti-Aggressivitäts-Training und Sozialtherapie
6.1 Kritik am Anti-Aggressivitäts-Training
6.1.1 Nemo tenetur se ipsum accusare
6.1.2 Zeugnisverweigerungsrecht § 53 StPO
6.1.3 Menschenwürde Art. 1 I GG
6.1.4 Verhältnismäßigkeit Art. 6 GG i. V. m. § 1631 BGB
6.1.5 Theoretische Grundlage
6.1.6 Stigmatisierte Zielgruppe
6.1.7 Trainerrolle
6.2 Kritik an der Sozialtherapie
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die beiden Maßnahmen der Sozialen Arbeit, das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) und die Sozialtherapie, im Kontext der Resozialisierung von Gewalttätern kritisch zu vergleichen und zu bewerten, welche Methode fachlich angemessener ist, um die Rückfallquote nachhaltig zu senken.
5.1.3 Der ‚heiße Stuhl‘
Das Element des ‚heißen Stuhls‘ findet während der Konfrontationsphase statt. Jener stammt aus der Gestalttherapie und ist angelehnt an Perls ‚hot seat‘. Dieser wurde ursprünglich genutzt, um dem Teilnehmer ein sachliches Feedback zu geben. Im Gegensatz dazu, hat der ‚heiße Stuhl‘ im Anti-Aggressivitäts-Training die Aufgabe, den Teilnehmer zu attackieren und zum Nachdenken zu zwingen. Während des ‚heißen Stuhls‘ wird die konfrontative und die provokative Therapie umgesetzt (vgl. Schanzenbächer 2003: 54; Plewig 2010: 432). In Anlehnung an Corsini beinhaltet die konfrontative Therapie, dass der Mensch einen plötzlichen Erkenntnisgewinn hat und seine Persönlichkeit langanhaltend verändert (vgl. Schanzenbächer 2003: 52; Weidner 2004: 27). Die provokative Therapie nach Farrelly besagt, dass die Menschen Grenzerfahrungen machen müssen und eine Selbstakzeptanz durch Humor über das Leiden gewinnen (vgl. Schanzenbächer 2003: 53). Durch den ‚heißen Stuhl‘ wird demnach das Ziel erreicht, dass der Teilnehmer sich kritisch mit seiner Tat auseinandersetzt und eine Veränderung der Persönlichkeit durch macht, wodurch er die Verantwortung für seine Tat übernimmt. Diese Veränderung der Persönlichkeit erfolgt nicht durch eine einfühlsame Art, sondern durch ein starkes Eindringen in die Persönlichkeit des Teilnehmers. Dieser Aspekt wird am Ende der Arbeit nochmals kritisch hinterfragt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Resozialisierung von Straftätern ein und stellt das Ziel des Vergleichs von Anti-Aggressivitäts-Training und Sozialtherapie vor.
2 Zielgruppe ‚Gewalttäter‘: Es wird definiert, wer zur Zielgruppe der Gewalttäter gehört, und es werden soziologische sowie statistische Grundlagen (Hell- und Dunkelfeld) beleuchtet.
3 Theoretische Erklärungsansätze: Dieses Kapitel erläutert den Labeling-Approach, den lerntheoretischen und den psychoanalytischen Ansatz als Grundlagen für abweichendes Verhalten.
4 Resozialisierung: Hier werden die gesetzlichen und theoretischen Grundlagen des Begriffs Resozialisierung sowie deren Ziele im Strafvollzug erarbeitet.
5 Maßnahmen Sozialer Arbeit: Dieses Hauptkapitel detailliert das Anti-Aggressivitäts-Training sowie die Sozialtherapie hinsichtlich Zielgruppen, Inhalten und Rückfallvermeidung.
6 Vergleich von Anti-Aggressivitäts-Training und Sozialtherapie: In diesem Teil erfolgt eine kritische Gegenüberstellung beider Maßnahmen anhand rechtlicher und fachlicher Kriterien.
7 Fazit: Das Fazit bewertet die beiden Maßnahmen zusammenfassend und spricht sich aufgrund der Ergebnisse für die Sozialtherapie als die fachlich angemessenere Methode aus.
Resozialisierung, Gewalttäter, Anti-Aggressivitäts-Training, Sozialtherapie, Strafvollzug, Rückfallvermeidung, Konfrontative Pädagogik, Labeling-Approach, Menschenwürde, Verhältnismäßigkeit, Opferempathie, Delinquenz, Soziale Arbeit, Aggressionsbereitschaft, Strafrecht
Die Arbeit befasst sich mit der Resozialisierung von Gewalttätern im Strafvollzug und vergleicht das Anti-Aggressivitäts-Training mit der Sozialtherapie.
Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungen für Gewalt, die Zielgruppenanalyse, die Erläuterung der beiden Therapiemaßnahmen und eine kritische rechtliche sowie pädagogische Reflexion.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, welche der beiden Maßnahmen bei der Resozialisierung von Gewalttätern und der Rückfallvermeidung fachlich angemessener ist.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um verschiedene Theorien und Studien zum Thema Straftäterbehandlung und Resozialisierung methodisch gegenüberzustellen.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Beschreibung der beiden Maßnahmen sowie einen intensiven Vergleich, der sich auf Kritikpunkte wie Menschenrechtsaspekte und Verhältnismäßigkeit stützt.
Wichtige Schlüsselwörter sind Resozialisierung, Gewalttäter, AAT, Sozialtherapie, Strafvollzug, Rückfallvermeidung und Rechtskonformität.
Die Kritik fokussiert sich auf rechtliche Bedenken (nemo tenetur-Prinzip), die Radikalität der Methode und das Risiko der Stigmatisierung durch den konfrontativen Ansatz.
Der Autor stuft die Sozialtherapie als umfassender und verstehender ein, da sie das gesamte Lebensumfeld integriert, rechtlich unbedenklicher ist und eine nachhaltigere Basis für Resozialisierung bietet.
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