Masterarbeit, 2024
153 Seiten, Note: 2,0
1 Hinleitung
1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage
1.2 Forschungsstand
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Entwicklung des Gesundheits- und Pflegemarktes
2.1.1 Entwicklung des Krankenhausmarktes
2.1.2 Entwicklung der Wirtschaftlichkeit von Krankenhäusern & dessen Finanzierung
2.1.3 Entwicklung der Pflegepersonalsituation im Krankenhaussetting
2.2 Betreuungsplatzsituation von Kindern
2.3 Zielsetzung und Hintergründe zur Krankenhausreform
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Literaturrecherche
3.2 Empirische Untersuchung
3.2.1 Hypothesenbildung
3.2.2 Auswahl des Untersuchungsdesigns
3.2.3 Zielgruppe, Stichprobengröße und Rekrutierung der Stichprobe
3.2.4 Erhebungsinstrument
3.2.4.1 Aufbau des Fragebogens & Operationalisierung
3.2.4.2 Einhaltung der Gütekriterien und Pretest
3.2.5 Umgang mit „Missing Values“ und Datenbereinigung
3.2.6 Datenanalyse
3.2.7 Limitationen
4 Ergebnisse
4.1 Ergebnisse aus der Literatur
4.1.1 Aktuelle Situation in der Pflege
4.1.2 Gründe für Stellenreduktion und Berufsaustritte
4.1.3 Folgen des Personalmangels: Rationierung von Pflegeleistungen
4.2 Ergebnisse der Umfrage
4.2.1 Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber
4.2.2 Zufriedenheit mit den Führungskräften
4.2.3 Überlastungsempfindung
4.2.3.1 Physisches Überlastungsempfinden
4.2.3.2 Psychisches Überlastungsempfinden
4.2.4 Betreuungspflichtigkeit und dessen Auswirkung
4.2.5 Attraktivität des Arbeitgebers
4.2.6 Wechselwille und potenzielle Alternativen
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung, Interpretation und Hypothesenüberprüfung
5.2 Ableitung von Handlungsempfehlungen
5.3 Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der geplanten Krankenhausreform auf das Pflegepersonal, insbesondere vor dem Hintergrund potenzieller Standortschließungen kleinerer Krankenhäuser. Ziel ist es, zu erforschen, ob Pflegekräfte bereit sind, in größere Häuser zu wechseln oder ob die Reform zu Berufsaufgaben und anderweitigen Abwanderungen führt, wobei auch die Rolle der Kinderbetreuung bei der beruflichen Entscheidung beleuchtet wird.
1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage
Seit Jahrzehnten herrscht in der Pflegebranche ein Fachkräftemangel und nur ein Drittel der Pflegekräfte und Auszubildenden würden den Beruf an Freunde und Bekannte weiterempfehlen. Dabei sind Pflegekräfte grundsätzlich mit ihrer Berufswahl zufrieden, identifizieren sich mit ihrem Beruf und führen ihn gerne aus. Jedoch stimmen seit Jahrzehnten die Rahmenbedingungen für Pflegekräfte nicht. Pflegekräfte fühlen sich nicht wertgeschätzt und sehen ihren Stellenwert als gering an. Der Beruf ist mit viel Stress und bürokratischen Hürden verbunden, sodass weniger Zeit für die Patientenversorgung bleibt. Die Personalbesetzung ist gering, die Verdienstmöglichkeiten sowie die Weiterentwicklung gilt als mangelhaft (vgl. Buxel, 2011, S. A 946).
Die aktuellen Ergebnisse des deutschen Krankenhausinstitutes zeigen, dass die Krankenhäuser zunehmende Probleme haben ihre vakante Pflegepersonalstellen auf den Normalstationen zu besetzen. Im Jahr 2011 zeigt sich, dass lediglich 37 % der gesamten Krankenhäuser Probleme bei der Stellenbesetzung hatten. In den Folgejahren stieg die Anzahl kontinuierlich an und erreichte im Jahr 2022 ein Rekordhoch von 89 %. Demnach haben 89 % aller deutschen Krankenhäuser Probleme, die pflegerischen offenen Stellen nachzubesetzen. Im Durchschnitt sind vakante Stellen auf den Allgemeinstationen rund 23 Wochen unbesetzt (vgl. Blum et al., 2022, S. 69).
Die Fluktuationsquote, ein Parameter der Herangezogen wird, um den Wechsel von Personal innerhalb der Unternehmen zu quantifizieren, zeigt deutlich, dass auch hier ein Aufwärtstrend wahrzunehmen ist (vgl. Blum et al., 2022, S. 80). Auch die aktuelle Datenlage des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass die Attraktivität des Pflegeberufes sinkt. Nach einer Datenauswertung stellte das Statistische Bundesamt (Destatis) fest, dass der Anteil der neuabgeschlossenen Ausbildungsverträge in den Vergleichsjahren 2021 und 2022 um 7 % gesunken ist (vgl. Destatis, 2023a, o. S.). Das in Deutschland verstecktes Potenzial zur Stundenerhöhung sowie zum Wiedereinstieg in den Pflegeberuf vorhanden ist, zeigt eine Potenzialanalyse aus dem Jahr 2022 im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung. Mehr Zeit für eine gute Pflege, mehr Personal, bessere Bezahlung und verlässliche Dienstzeiten sowie mehr Wertschätzung durch die Vorgesetzen sind einige der elementaren Punkte die Pflegekräfte motivieren würden, ihre Stundenanzahl zu erhöhen oder das Berufsaussteiger wieder in den Beruf zurückkehren würden.
1 Hinleitung: Einleitung in die Problematik des Fachkräftemangels sowie Darlegung der Zielsetzung und Forschungsfrage im Kontext der Krankenhausreform.
2 Theoretischer Hintergrund: Darstellung der Marktentwicklung, Krankenhausfinanzierung und pflegerischen Personalsituation im Wandel der Zeit und im Kontext der Reform.
3 Methodisches Vorgehen: Beschreibung der Literaturrecherche sowie des empirischen Designs mittels einer standardisierten Online-Befragung zur Erforschung der Pflegebedürfnisse.
4 Ergebnisse: Auswertung der Literaturdaten sowie detaillierte Analyse der Umfrageergebnisse zu Zufriedenheit, Arbeitsbelastung und Wechselabsichten.
5 Diskussion: Synthese der Forschungsergebnisse, Überprüfung der aufgestellten Hypothesen sowie Formulierung von Handlungsempfehlungen.
Krankenhausreform, Pflegepersonal, Fachkräftemangel, Krankenhausfinanzierung, Arbeitsbelastung, Berufszufriedenheit, Arbeitgeberattraktivität, Krankenhausgröße, Kinderbetreuung, Berufsausstieg, Pflegemarkt, Personalbemessung, ökonomische Restrukturierung, Patientenversorgung, Arbeitsmarkt
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der geplanten Krankenhausreform auf das Pflegepersonal in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt, ob die geplante Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft zu einer Entlastung oder einer Verschärfung der Personalsituation führt.
Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser, der Personalmangel in der Pflege, die Auswirkungen von Standortschließungen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (insbesondere Kinderbetreuung).
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Auswirkungen hat die Umsetzung der Krankenhausreform auf den Berufszweig der Pflege und führt die Umsetzung zu mehr Berufsaustritten?“
Es wurde eine quantitative, empirische Originalstudie durchgeführt, die auf einer vollstandardisierten Online-Umfrage unter Pflegefachkräften basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche über die Entwicklung des Pflegemarktes sowie in die Präsentation der eigenen Umfrageergebnisse, die verschiedene Aspekte wie Arbeitgeberzufriedenheit, Belastungsempfinden und Wechselbereitschaft beleuchten.
Wichtige Begriffe sind Krankenhausreform, Fachkräftemangel, Pflege, Arbeitszufriedenheit, Krankenhausgröße, Personalsituation und Arbeitsbelastung.
Die Studie identifiziert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als entscheidenden Faktor für die Arbeitszeitgestaltung und -motivation. Da Schichtarbeit in Krankenhäusern die Kinderbetreuung erschwert, beleuchtet die Arbeit, wie fehlende Betreuungsangebote als zusätzliche Belastung wirken und Berufsaustritte forcieren können.
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Pflegekräfte in kleineren Krankenhäusern (< 300 Betten) signifikant zufriedener mit ihrem Arbeitgeber und ihren Führungskräften sind als in größeren Versorgern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

