Examensarbeit, 2009
117 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Meteorologie, Aeronomie, Klimatologie
1 EINFÜHRUNG
2 KLIMATOLOGIE
2.1 Klimatologische Grundlagen
2.1.1 Der Strahlungshaushalt der Erde
2.1.2 Der Treibhauseffekt
2.1.3 Klimageschichte
2.2 Das Klima im Saarland
2.2.1 Lufttemperatur und Niederschlag im Jahresmittel
2.2.2 Der Jahresgang der Klimaelemente
3 KLIMAMODELLE
3.1 Das Regionale Klimamodell WETTREGG
3.1.1.1 Temperatur
3.1.1.2 Niederschlag
3.1.2 Szenariovergleich
3.2 Das Regionale Klimamodell REMO
3.2.1 Ausgewählte Ergebnisse
3.2.2 Szenariovergleich
3.3 Zusammenfassung
4 FORSTWIRTSCHAFT
4.1 Forstwirtschaft im Saarland
4.2 Waldzustandserhebung
4.3 Untersuchung einzelner Baumarten
4.3.1 Die Buche
4.3.2 Die Fichte
4.3.3 Die Eiche
4.3.4 Die Kiefer
4.4 Zusammenfassung
5 AUSWIRKUNGEN DES KLIMAWANDELS AUF DIE FORSTWIRTSCHAFT
5.1 Wasserbilanz
5.2 Entwicklung von Schädlingen
5.3 Untersuchung einzelner Baumarten
5.3.1 Die Buche
5.3.2 Die Fichte
5.3.3 Die Eiche
5.3.4 Die Kiefer
5.3.5 Alternative Baumarten
5.4 Zusammenfassung
6 DISKUSSION
7 FAZIT
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des prognostizierten Klimawandels auf die Forstwirtschaft im Saarland, wobei der Fokus auf der Identifikation zukunftssicherer Baumarten für das Jahr 2100 unter Berücksichtigung verschiedener Klimaszenarien liegt.
2.1.2 Der Treibhauseffekt
Dass das Klima ständigen Schwankungen unterliegt, ist der Menschheit schon sehr lange bekannt. Einen Zusammenhang zwischen der erdgeschichtlichen Klimaänderung und der Zusammensetzung der Atmosphäre der Erde, im speziellen dem CO2- Gehalt, haben der schwedische Physochemiker Arrhenius und der amerikanische Geologe Chamberlain gegen Ende des 19. Jahrhunderts als wahrscheinlich angenommen und untersucht. Die damaligen Schätzungen des Zusammenhangs zwischen Temperatur und CO2- Gehalt stimmen mit den heutigen Berechnungen größtenteils überein, wie Flohn (1989) anmerkt.
Die in der Erdgeschichte schon des Öfteren aufgetretenen abrupten Klimaänderungen traten unter natürlichen Bedingungen auf. Nachdem die Menschen an der Veränderung der chemischen Zusammensetzung der Erdatmosphäre nachweislich beteiligt sind, bedarf dies besonderer Beachtung. Flohn (1989) sieht die Rolle des Wasserdampfes in diesem Kontext als sehr wichtig und betrachtenswert an.
An dieser Stelle ist der Begriff des Glashaus- oder Treibhauseffektes zu nennen, den der Klimaforscher Charles Keeling durch seine Arbeiten geprägt hat. Die Atmosphäre ist gegenüber der Sonnenstrahlung durchlässig. Demgegenüber ist sie jedoch für die unsichtbare Wärmestrahlung, die von der Erdoberfläche ausgeht, undurchlässig. Dies ist eine Art Schutzfunktion der Atmosphäre, die die Erde vor dem Auskühlen bewahrt. Insgesamt liegt der natürliche Treibhauseffekt bei 33°C. Ohne diesen Effekt wäre es auf der Erde -18°C kalt. Leben wäre auf diesem Planeten damit unmöglich (Lauer & Bendix, 2006).
1 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung stellt die globale Herausforderung des Klimawandels dar und formuliert die Problemstellung für die Forstwirtschaft, insbesondere im Hinblick auf den Fortbestand der Wälder im Saarland bis zum Jahr 2100.
2 KLIMATOLOGIE: Dieses Kapitel erläutert die physikalischen Grundlagen des Strahlungshaushalts der Erde, den natürlichen Treibhauseffekt sowie die klimatischen Besonderheiten und die historische Klimaentwicklung des Saarlandes.
3 KLIMAMODELLE: Hier werden die Funktionsweisen und Unterschiede zwischen statistischen (WETTREGG) und dynamischen (REMO) Klimamodellen beschrieben und die zugrunde liegenden SRES-Szenarien A1B, A2 und B1 charakterisiert.
4 FORSTWIRTSCHAFT: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Waldzustand im Saarland und analysiert die natürliche Verbreitung sowie die Klimahüllen der heimischen Baumarten Buche, Fichte, Eiche und Kiefer.
5 AUSWIRKUNGEN DES KLIMAWANDELS AUF DIE FORSTWIRTSCHAFT: Das Hauptkapitel untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserbilanz und Schädlingsentwicklung sowie die Verschiebung der potenziellen Anbaueignung der untersuchten Baumarten im Saarland bis 2100.
6 DISKUSSION: Die Diskussion beleuchtet die Unsicherheiten bei Klimaprognosen, die Rolle der Wälder als Kohlenstoffspeicher und kritische Aspekte bei der Anwendung von Klimahüllenmodellen.
7 FAZIT: Das Fazit fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass die Forstwirtschaft vor einer beispiellosen Situation steht und empfiehlt eine naturnahe Waldwirtschaft zur Sicherung der Anpassungsfähigkeit der Wälder.
Klimawandel, Forstwirtschaft, Saarland, Klimamodelle, WETTREGG, REMO, Buchenwälder, Fichtenanbau, Waldzustand, Klimahüllen, CO2-Konzentration, Wasserbilanz, Borkenkäfer, Baumartenwahl, Naturnahe Waldwirtschaft
Die Staatsexamensarbeit befasst sich mit den zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels auf die forstwirtschaftlich genutzten Waldökosysteme des Saarlandes bis zum Ende des 21. Jahrhunderts.
Die Themenfelder umfassen die Klimatologie, die Anwendung regionaler Klimamodelle, die Untersuchung des aktuellen Waldzustands sowie die klimatische Anpassungsfähigkeit verschiedener Baumarten an zukünftige Bedingungen.
Das Ziel ist es, auf Basis von Klimaszenarien zu bewerten, welche Baumarten für das Klima im Saarland im Jahr 2100 besonders gut geeignet sind und welche Managementstrategien für die Forstwirtschaft sinnvoll erscheinen.
Es werden methodisch statistische Verfahren (WETTREGG) und dynamische Modellansätze (REMO) verwendet, um lokale Klimaprojektionen zu generieren. Diese Ergebnisse werden mit pflanzenökologischen "Klimahüllen" abgeglichen, um die Eignung von Standorten für spezifische Baumarten zu bestimmen.
Im Hauptteil werden die prognostizierten Veränderungen der Temperatur und Niederschläge im Saarland detailliert analysiert und deren direkte Auswirkungen auf wichtige heimische Baumarten wie Buche, Fichte, Eiche und Kiefer sowie potenzielle Alternativen diskutiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Klimawandel, Forstwirtschaft, Saarland, Klimamodelle, Baumartenwahl, Klimahüllen, Waldzustand und naturnahe Waldwirtschaft beschreiben.
Die Fichte leidet aufgrund ihres flachen Wurzelsystems und ihrer Abhängigkeit von kühleren, niederschlagsreicheren Bedingungen unter Trockenstress und ist zudem anfällig für Schädlinge wie den Borkenkäfer, deren Ausbreitung durch wärmere Temperaturen begünstigt wird.
Die Buche gilt als klimarobuster als die Fichte und ist als heimische Baumart gut an die hiesigen Bedingungen angepasst, weshalb sie langfristig, trotz mancher Arealverschiebungen, eine zentrale Rolle in der naturnahen Waldbewirtschaftung des Saarlandes spielen wird.
Die Douglasie besitzt ein sehr breites klimatisches Spektrum und ist aufgrund ihres Herzwurzelsystems widerstandsfähiger gegen Stürme, was sie unter den sich ändernden klimatischen Bedingungen zu einer potenziellen Alternative zu anfälligen Nadelbaumarten macht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

