Bachelorarbeit, 2023
45 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. CEO-Kommunikation in der Krisenkommunikation
2.1 Begriffsdefinition Unternehmenskrise
2.1.1 Abgrenzung der Begriffe Krise, Skandal und Konflikt
2.1.2 Tesla in der Unternehmenskrise
2.2 Begriffsdefinition Krisenkommunikation
2.2.1 Krisenreaktionsstrategien
2.2.2 Verortung von Teslas Krisenreaktionen
2.3 Begriffsdefinition CEO-Kommunikation
2.3.1 Personalisierung als Unternehmenskommunikationskonzept
2.3.2 CEO-Kommunikation als Strategische Kommunikation
2.3.3 CEO-Kommunikation im Kontext verschiedener Organisationskommunikationsebenen
2.4 Chancen und Engpässe von CEO-Kommunikation in Krisenzeiten
2.4.1 Personalisierung
2.4.2 One Voice Policy
2.4.3 Einsatz von sozialen Medien
3. Diskussion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag der CEO-Kommunikation zur Krisenkommunikation von Unternehmen, unter besonderer Berücksichtigung des Bauprozesses der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie CEO-Kommunikation als strategisches Instrument zur Krisenbewältigung und Reputationssteuerung eingesetzt werden kann.
2.1.1 Abgrenzung der Begriffe Krise, Skandal und Konflikt
Wenngleich sich auch ein Skandal zu einer Krise entwickeln kann, lässt er sich anhand der moralischen Komponente, mit der er typischerweise einhergeht, von der Krise unterscheiden. Kepplinger definiert den Skandal als „empörte Reaktion eines erheblichen Teils der Bevölkerung auf einen tatsächlichen oder vermeintlichen Missstand“ (2018, S. 7-8), wobei der Missstand eine Verletzung von Normen und Werten meint und von Menschen verursacht wird (Kepplinger, 2018, S.8). Der VW-Abgasskandal – bekannter unter dem Begriff Dieselskandal – und die Überwachungsaffäre der Deutschen Telekom sind zwei Beispiele der 2000er Jahre, an denen diese Merkmale gut zu veranschaulichen sind.
Sowohl der bewusste Einsatz von Abschalteinrichtungen, die Abgaswerte manipulieren sollten, als auch die Bespitzelung diverser Positionen der Deutschen Telekom sowie von Journalisten durch Videoüberwachungen, sind Vorgänge, die gegen das allgemeine moralische Verständnis verstoßen und dadurch gesellschaftliche Empörung mit einer hohen Medienpräsenz auslösen. Aufgrund dieser beträchtlichen Aufmerksamkeitspotenziale, die Skandale zu generieren vermögen, lässt sich auch eine Verbindung zum Begriff des Voyeurismus herstellen (Petersen, 2022, S. VII), wovon sich der Begriff der Krise abhebt.
Beim Konflikt sind stets mehrere Parteien involviert, die sich in einer Auseinandersetzung über einen Gegenstand befinden (Kepplinger, 2015, S. 993), wobei sich das hauptsächliche Geschehen auch hier wieder in den Massenmedien abspielt. Die sich gegenüberstehenden Interessen scheinen dabei nicht miteinander vereinbar zu sein und eine mögliche Lösung wird im Nachgeben einer der beiden Seiten gesehen (Jiranek & Edmüller, 2021, S. 22). Den entscheidenden Unterschied, die beiden Begriffe Konflikt und Krise voneinander abgrenzen zu können, sieht Kepplinger in der Kommunikation: Konfliktkommunikation besteht darin, „eine Einheitsfront von Kritikern zu verhindern und selbst die Meinungsdominanz zu gewinnen“ (2015, S. 994), wobei Glaubwürdigkeit eine zentrale Rolle spielt, um der eigenen Position Kraft zu verleihen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, problematisiert die Krisensituationen rund um das Projekt Gigafactory Berlin-Brandenburg und formuliert die Ziele der Arbeit.
2. CEO-Kommunikation in der Krisenkommunikation: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen durch die Definition der Begriffe Unternehmenskrise, Krisenkommunikation und CEO-Kommunikation sowie deren systematische Einordnung.
2.1 Begriffsdefinition Unternehmenskrise: Es erfolgt eine theoretische Herleitung von Krisenbegriffen und eine spezifische Einordnung der Herausforderungen bei Tesla.
2.1.1 Abgrenzung der Begriffe Krise, Skandal und Konflikt: Das Kapitel differenziert diese zentralen Begriffe anhand moralischer Aspekte und der Art der Auseinandersetzung.
2.1.2 Tesla in der Unternehmenskrise: Hier findet die Anwendung der Theorien auf das Fallbeispiel Tesla unter Berücksichtigung von CSR-Aspekten statt.
2.2 Begriffsdefinition Krisenkommunikation: Untersuchung der Phasen der Krisenkommunikation und der strategischen Bedeutung der Kommunikation.
2.2.1 Krisenreaktionsstrategien: Vorstellung der Situational Crisis Communication Theory (SCCT) von Coombs und der Definition verschiedener Reaktionsstile.
2.2.2 Verortung von Teslas Krisenreaktionen: Analyse der tatsächlichen Äußerungen von Elon Musk während der Krisen um die Gigafactory Berlin-Brandenburg.
2.3 Begriffsdefinition CEO-Kommunikation: Erörterung der Rolle des CEO als zentraler Akteur in der modernen Unternehmenskommunikation.
2.3.1 Personalisierung als Unternehmenskommunikationskonzept: Betrachtung der Strategie, das Unternehmen über das Gesicht des Geschäftsführers zu identifizieren.
2.3.2 CEO-Kommunikation als Strategische Kommunikation: Diskussion darüber, inwieweit die spontan wirkende Kommunikation von Musk als strategisch geplant betrachtet werden kann.
2.3.3 CEO-Kommunikation im Kontext verschiedener Organisationskommunikationsebenen: Einordnung der CEO-Kommunikation in die Mikro-, Meso- und Makroebene nach systemtheoretischen Ansätzen.
2.4 Chancen und Engpässe von CEO-Kommunikation in Krisenzeiten: Synthese der Vor- und Nachteile sowie Risiken von CEO-Kommunikation in kritischen Phasen.
2.4.1 Personalisierung: Untersuchung der Wirkung des Vorbildcharakters und der persönlichen Identifikationsfigur für die Reputation.
2.4.2 One Voice Policy: Bewertung des Konzepts der einheitlichen Kommunikation und der Bündelung von Informationen durch eine Person.
2.4.3 Einsatz von sozialen Medien: Analyse der Rolle von Plattformen wie Twitter für eine interaktive und direkte Krisenkommunikation.
3. Diskussion und Ausblick: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse und Überlegungen zur zukünftigen Bedeutung von CEO-Kommunikation und Social Media in der Krisenbewältigung.
CEO-Kommunikation, Krisenkommunikation, Unternehmenskrise, Elon Musk, Tesla, Gigafactory Berlin-Brandenburg, Personalisierung, Strategische Kommunikation, One Voice Policy, Social Media, Twitter, Reputationsmanagement, Situational Crisis Communication Theory, Stakeholder, Öffentlichkeitsarbeit
Die Arbeit analysiert den Einsatz und die Wirkung der CEO-Kommunikation als Teil der Krisenkommunikation am Beispiel von Elon Musk und dem Bau der Tesla-Fabrik in Grünheide.
Zu den Kernbereichen gehören die theoretische Fundierung von Krisen- und CEO-Kommunikation, die Analyse von Krisenreaktionsstrategien und der Einfluss von Social-Media-Kanälen.
Das Ziel ist es, zu eruieren, inwiefern die CEO-Kommunikation von Elon Musk zur Krisenbewältigung beiträgt und welche Chancen oder Risiken diese spezielle Kommunikationsform für Teslas Reputation birgt.
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Analyse von Krisenkommunikationstheorien, die exemplarisch auf die Kommunikation des Tesla-CEOs während einer spezifischen Krisenphase angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung (Krise, Krisenkommunikation, CEO-Kommunikation), die Untersuchung von Tesla’s Reaktionsstrategien sowie eine Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken der personalisierten CEO-Kommunikation via Social Media.
Zentrale Begriffe sind Personalisierung, One Voice Policy, SCCT-Theorie nach Coombs, strategische Kommunikation und die Rolle der sozialen Medien als Instrument der Krisenbewältigung.
Musk agiert oft als "Ein-Mann-PR-Abteilung", verzichtet auf klassische Pressemitteilungen und setzt stattdessen auf direkte, interaktive und oft als persönlich wahrgenommene Kommunikation via Twitter.
Obwohl eine einheitliche Stimme Sicherheit und Konsistenz suggeriert, zeigt die Arbeit an Teslas Fallbeispiel, dass eine einzige Person als Kommunikator auch das Risiko in sich birgt, Fehler zu personalisieren oder durch spontane Aussagen Krisen zu verstärken.
Soziale Medien, primär Twitter, dienen als Werkzeug für eine hohe Reichweite und kurze Reaktionszeiten, wobei der direkte Austausch mit Stakeholdern zur Authentizität beiträgt, jedoch auch hohe Anforderungen an die inhaltliche Prägnanz stellt.
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