Diplomarbeit, 1997
109 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Was genau ist ein Hörbuch? Eine Definition
3. Die Situation des Worttonträgermarktes in Deutschland
4. Die Entstehung des Hörbuches
4.1 Hören und Zuhören
4.2 Hörbuch und Hörspiel in Rundfunkwortprogrammen
4.3 Das Worttonträgerangebot in den USA und in Großbritannien
4.4 Die Entwicklung des Worttonträgerangebotes in Deutschland
4.5 Die Einsatzmöglichkeiten des Hörbuches
5. Die Produktion und der Vertrieb des Hörbuches
5.1 Die Produktion
5.1.1 Die Textauswahl
5.1.2 Textbearbeitungen und Spielzeiten
5.1.3 Sprecher
Exkurs: Gert Westphal - der Vorleser der Nation
5.1.4 Sprechen
5.1.5 Die technische Umsetzung
5.1.6 Die Verpackung
5.1.7 Die Beilagen
5.1.8 Compact Disc oder Kassette?
5.1.9 Die Entstehung des Preises und die Preisbindung
5.2 PR-Arbeit, Marketing und Werbung
5.2.1 Die PR-Arbeit
5.2.2 Marketing und Werbung
5.2.3 Die Werbemittel
5.3 Der Vertrieb
5.3.1 Die Angebotsorte und -formen von Hörbüchern
a) Buchhandel
b) Versandhandel/Buchclubs
c) Musikfachhandel
d) Kaufhäuser
e) Bahnhofsbuchhandel
f) Tankstellen
g) Kaffeeketten
h) Supermärkte
i) Krankenhauskioske
j) Hörbuchläden
k) Internet
l) Bibliotheken
Exkurs: Der Kinderkassettenmarkt
6. Initiative Wort Cassette (IWC)
7. Anbieter von Worttonträgern
7.1 Deutsche Grammophon
7.2 DerHörVerlag
7.3 Verlag Franz Josef Knape
7.4 Verlag und Studio für Hörbuchproduktionen
7.5 Rowohlt Verlag
7.6 Edition schumm sprechende bücher im Jutta Steinbach Verlag
7.7 Carl-Auer-Systeme-Verlag
7.8 con anima Verlag
7.9 Quickborn Verlag
7.10 Aufbau Verlag
7.11 Bertelsmann
8. „Double your time“ - Das Ende der Lesekultur?
9. Schlußbetrachtungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Marktsituation des Hörbuches in Deutschland und analysiert die Gründe für die im Vergleich zu den USA und Großbritannien langsamere Etablierung dieses Mediums. Ziel ist es, den Produktionsweg, Marketingstrategien und Vertriebswege kritisch zu beleuchten, um die Hindernisse und Potenziale für einen zukünftigen Markterfolg aufzuzeigen.
5.1.3 Sprecher
Schade. Eigentlich hatte ich erwartet, daß ich von den Seelenqualen des Mörders so gefesselt bin, daß ich sämtliche rote Ampeln und Bremslichter vor mir übersehe und Beinaheunfällen nur knapp entgehen werde. Aber weit gefehlt: Mir gingen die quengelig-näselnde Stimme von Charles Anthony Bruno (alias Bruno Jens Wawrczek), die mir aus meinem Auto-Kassettenrecorder entgegenscholl, und das laut gedachte Hin und Her von Guy Haines (alias Matthias Haase), der sich schließlich doch stellt, schlicht auf die Nerven.
Ein Hörbuch steht und fällt mit der Qualität der Sprecher und Sprecherinnen. Wo bei Fernsehen und Video oder CD-Rom Informationen zusätzlich über das Auge aufgenommen werden können, richtet sich die Aufmerksamkeit des Hörers einer Lesung ausschließlich auf die Stimmen der Vortragenden. Die Sprecher müssen literarische Texte demnach wie Musikpartituren behandeln, „die Abfolge von Worten und inhaltlichen Sequenzen bewußt komponieren, ... mit Intonation, Tonhöhe, Intensität, Tempi, Intervallen und Rhythmen arbeiten.“ Mangelnder Ausdruck langweilt, der Interessent hört weg und stellt ab. Doch auch ein „Übermaß an Ausdruck und Klangfarbe kann Mißfallen erzeugen, kann unglaubwürdig oder als Verstoß gegen die Normen des guten Geschmacks verstoßen“.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Hörbuchbooms und Darlegung der forschungsleitenden Fragen und methodischen Vorgehensweise.
2. Was genau ist ein Hörbuch? Eine Definition: Auseinandersetzung mit der Begriffsbestimmung und Abgrenzung von verwandten Formaten wie Hörspielen oder Kinderkassetten.
3. Die Situation des Hörbuchmarktes in Deutschland: Statistische Bestandsaufnahme der Marktentwicklung im Vergleich zu den USA und Großbritannien.
4. Die Entstehung des Hörbuches: Historischer Abriss der Worttonträgerentwicklung und Betrachtung der medialen Rezeption von Hörbüchern.
5. Die Produktion und der Vertrieb des Hörbuches: Detaillierte Analyse des Herstellungsprozesses, von der Lizenzerteilung bis zur technischen Umsetzung und Vermarktung.
6. Initiative Wort Cassette (IWC): Vorstellung des Dachverbandes, seiner Ziele sowie der Gründe für seinen begrenzten Erfolg.
7. Anbieter von Worttonträgern: Porträt ausgewählter Verlage und deren spezifischer verlegerischer Ansätze im Hörbuchmarkt.
8. „Double your time“ - Das Ende der Lesekultur?: Kritische Reflexion über die Konkurrenzbeziehung zwischen Hörbuch und gedrucktem Buch.
9. Schlußbetrachtungen: Zusammenfassendes Fazit zur Marktetablierung und ein Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten des Mediums.
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Die Diplomarbeit befasst sich mit der Situation des Hörbuchmarktes in Deutschland in den 1990er Jahren und analysiert die Faktoren, die für dessen Etablierung oder Hemmnisse verantwortlich sind.
Zentrale Felder sind die Definition von Literaturtonträgern, die Produktionsschritte, die Auswahl von Sprechern, Marketingstrategien sowie verschiedene Vertriebswege für Hörbücher.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hörbuchverlage agieren, welche Schwierigkeiten beim Markteintritt bestehen und warum das Medium in Deutschland langsamer wächst als im angelsächsischen Raum.
Die Verfasserin führte Experteninterviews durch und wertete Fragebögen aus, die an 49 deutschsprachige Hörbuchproduzenten verschickt wurden, um verlegerische Sichtweisen und Daten zu erheben.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Marktes, eine detaillierte Darstellung des Produktionsweges (von der Textauswahl bis zur technischen Fertigung) und eine Analyse der PR- und Vertriebsaktivitäten.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Worttonträger, Vertriebsstrategien, Buchhandel, Hörbuchverlage, Sprecherqualität und die Rolle der IWC.
Die Arbeit betrachtet Kinderkassetten als ein bereits voll etabliertes, dominantes Segment, das sich jedoch in seinen Marktstrukturen deutlich von Hörbüchern für Erwachsene unterscheidet.
Die IWC wird als ein Versuch beschrieben, durch Verbandsarbeit Qualitätsstandards und gemeinsames Marketing zu etablieren, wobei der begrenzten Erfolg aufgrund finanzieller und struktureller Hürden kritisiert wird.
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