Doktorarbeit / Dissertation, 2008
82 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Flavonoide
1.1.1 Struktur, Klassifikation und Vorkommen
1.1.2 Resorption und Metabolismus
1.1.3 Flavonoide als Nahrungsbestandteile
1.1.4 Wirkungen von Flavonoiden im menschlichen Organismus
1.1.5 Phloretin
1.2 Struktur und Physiologie der Thrombozyten
1.2.1 Morphologie
1.2.2 Thrombozytäre Membranrezeptoren
1.2.2.1 Integrine
1.2.2.2 Leuzinreiche Glykoproteine
1.2.2.3 Selektine
1.2.2.4 Rezeptoren vom Immunglobulintyp
1.2.3 Stadien der Primären Hämostase
1.2.3.1 Adhäsion
1.2.3.2 Aktivierung
1.2.3.3 Aggregation
1.2.4 Bedeutung der Thrombozyten in der Atherogenese
2. Fragestellung
3. Material und Methoden
3.1 Durchflusszytometrie
3.1.1 Funktionsprinzip Durchflusszytometer
3.1.2 Monoklonale Antikörper
3.1.3 Studien
3.1.4 Probengewinnung und Aufbereitung
3.1.5 Durchflusszytometrische Messung
3.1.6 Auswertung
3.2 Aggregometrie
3.2.1 Funktionsprinzip Aggregometer
3.2.2 Studien
3.2.3 Probengewinnung und Aufbereitung
3.2.4 Aggregometrische Messung
3.2.5 Auswertung der Aggregationskurven
3.3 Statistik
4. Ergebnisse
4.1 Durchflusszytometrie
4.1.1 Glykoprotein IIb-IIIa
4.1.2 P-Selektin Freisetzung
4.2 Aggregometrie
4.2.1 Maximale Aggregation
4.2.2 Reversibilität
4.2.3 Slope- Werte
5. Diskussion
5.1 Beurteilung der Messergebnisse
5.1.1 Veränderungen der thrombozytären Oberflächenrezeptoren
5.1.2 Aggregometrie
5.2 Absorption und Bioverfügbarkeit von Phloretin
5.3 Bedeutung und Beurteilung der Durchflusszytometrie
5.4 Methodenkritik
5.5 Relevanz und Ausblick
6. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Flavonoids Phloretin auf die Thrombozytenaktivität und die Aggregationshemmung, um dessen potenziellen Nutzen in der primären Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen zu evaluieren. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob Phloretin die durch Agonisten wie ADP oder TRAP ausgelöste Plättchenaktivierung und -aggregation beeinflussen kann.
1.2.3.1 Adhäsion
Als erster Schritt in der primären Hämostase wird die Adhäsion von noch ruhenden Thrombozyten an die verletzte Gefäßwand angesehen. Verletzungen der Gefäßintima stören die antithrombotischen Eigenschaften des Endothels und präsentieren die Struktur- und Matrixproteine des Subendotheliums den Thrombozyten. Der erste Kontakt wird zwischen dem thrombozytären Membranglykoproteinkomplex GPIb-V-IX und dem kollagenimmobilisiertem vWF des Subendotheliums hergestellt. Diese Interaktion zeichnet sich durch eine hohe Affinität aus, um eine Adhäsion auch in Gefäßbereichen mit hohen Scherkräften zu ermöglichen (29,41,52). Unter physiologischen Bedingungen sollten Thrombozyten nicht mit der Gefäßwand interagieren. Neuere Studien beweisen jedoch auch eine Anlagerung der Blutplättchen an strukturell intakte Endothelzellen, wie bereits unter 1.1.2.1 dargestellt (51,53). Die Stabilisierung der Plättchenadhäsion erfolgt über die Bindung von Kollagen. Neben dem Integrin α2β1 ist auch GPVI an diesem Prozess maßgeblich beteiligt. Durch die Verbindung mit Kollagen werden Signaltransduktionen im Thrombozyten ausgelöst, welche in nachfolgender Aktivierung und Sekretion der Plättchen resultiert (29,41,52).
1. Einleitung: Vermittlung der theoretischen Grundlagen zu Flavonoiden, insbesondere Phloretin, sowie zur Struktur und Physiologie der Thrombozyten und deren Rolle in der Atherogenese.
2. Fragestellung: Definition des Ziels der Arbeit, den potenziellen antithrombozytären Effekt von Phloretin auf die Thrombozytenfunktion zu prüfen.
3. Material und Methoden: Erläuterung der experimentellen Vorgehensweise mittels Durchflusszytometrie und Aggregometrie sowie der verwendeten Stoffe und statistischen Auswertungsverfahren.
4. Ergebnisse: Darstellung der Messergebnisse zur Bindung von Antikörpern an Oberflächenrezeptoren (PAC-1, CD62P) und der aggregometrischen Untersuchungsparameter unter Phloretin-Einfluss.
5. Diskussion: Interpretation der erzielten Ergebnisse hinsichtlich des antithrombozytären Potenzials von Phloretin und kritische Betrachtung der Methodik und Bioverfügbarkeit.
6. Zusammenfassung: Zusammenfassende Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse und deren Bedeutung für die präventive Kardiologie.
Phloretin, Flavonoide, Thrombozyten, Thrombozytenaggregation, Aggregationshemmung, Durchflusszytometrie, Glykoprotein IIb-IIIa, P-Selektin, Atherosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Signaltransduktion, kardiovaskuläre Prävention, Aggregometrie, Blutplättchen, Dihydrochalcone
Die Dissertation untersucht den Einfluss des in Äpfeln vorkommenden Flavonoids Phloretin auf die Aktivität und das Aggregationsverhalten menschlicher Thrombozyten.
Die Arbeit beleuchtet die Rolle von sekundären Pflanzenstoffen in der Ernährung, die Physiologie der primären Hämostase, die Atherogenese sowie spezifische Labormethoden zur Untersuchung der Blutplättchenfunktion.
Das Hauptziel ist es, wissenschaftlich zu prüfen, ob Phloretin einen antithrombozytären Effekt besitzt und somit als natürlicher Wirkstoff zur Hemmung der Aggregation beitragen kann.
Es werden zwei Hauptverfahren genutzt: die Durchflusszytometrie zur Analyse aktivierungsspezifischer Oberflächenrezeptoren (PAC-1, CD62P) und die Aggregometrie als funktioneller Gerinnungstest.
Im Hauptteil werden die experimentellen Daten analysiert, insbesondere die konzentrationsabhängige Wirkung von Phloretin auf die Rezeptorexpression und die verschiedenen Aggregationsparameter unter ADP- und Kollagen-Stimulation.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von Ernährungsphysiologie (Flavonoide) mit klinischer Hämostaseologie (Thrombozytenfunktion) unter Verwendung präziser in vitro-Testmodelle aus.
Die Ergebnisse zeigen eine signifikante, dosisabhängige Senkung der Expression von Glykoprotein IIb-IIIa (gemessen durch die Bindung des Antikörpers PAC-1) bei Stimulation mit ADP.
Die gesteigerte Reversibilität der Aggregation unter Einfluss von Phloretin weist auf eine effektive Hemmung der stabilen Thrombusbildung hin, was ein wichtiger Hinweis auf die antithrombotische Potenz des Flavonoids ist.
Die Arbeit zeigt, dass die antithrombozytäre Wirkung von Phloretin agonistenabhängig ist; Effekte waren bei ADP-Stimulation deutlicher nachweisbar als bei anderen Stimuli wie TRAP oder Kollagen.
In der Diskussion wird hinterfragt, inwieweit die in vitro verwendeten Konzentrationen physiologisch relevant sind, da Absorption und Metabolisierung im menschlichen Körper die systemische Wirkung von Phloretin limitieren könnten.
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