Bachelorarbeit, 2007
81 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Tympanon von St. Cäcilien in Köln
2.1. Forschungslage
2.2. Verortung und Zusammensetzung
2.3. Beschreibung
2.4. Interpretation
3. Das Cäcilientympanon und die rheinische Skulptur des 12. Jahrhunderts
3.1. Das Cäcilientympanon und die Brauweiler Bauornamentik
3.2. Das Cäcilientympanon und der Jahreszeitensockel
3.3. Das Cäcilientympanon und das Medardusrelief aus Brauweiler
3.4. Das Cäcilientympanon und das Tympanon von St. Pantaleon
3.5. Das Cäcilientympanon und die Gustorfer Chorschranken
3.6. Das Cäcilientympanon und die Grabplatte der Plektrudis
3.7. Das Cäcilientympanon und das Marienretabel aus Brauweiler
3.8. Das Cäcilientympanon, die Sitzstatue des hl. Nikolaus in Brauweiler und ein Kopf eines Bischofs
3.9. Zwischenresümee
4. Die rheinische und europäische Skulptur im 12. Jahrhundert
5. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist es, das Verhältnis zwischen dem Cäcilientympanon und der rheinischen Skulptur des 12. Jahrhunderts, insbesondere im Kontext der Brauweiler Kreuzgangswerkstatt, zu charakterisieren. Durch eine stilistische und bauhistorische Untersuchung der Entstehungsumstände, formalen Merkmale und eine vergleichende Analyse mit zeitgenössischen Werken soll die Bedeutung und Einordnung des Tympanons präzisiert werden.
2.3. Beschreibung
In der Mitte des Bogenfeldreliefs ist die inschriftlich bezeichnete hl. Cäcilia dargestellt, die sich als Dreiviertelfigur in frontaler Ansicht präsentiert (Abb. 2). Während sie ihren rechten Arm seitlich zum Gruße erhebt, winkelt sie den linken Arm vor ihrem Leib an. Einst hat sie in ihrer linken Hand einen heute verlorenen bleiernen Palmzweig gehalten. Cäcilia ist mit einem eng anliegenden langärmeligen Untergewand bekleidet, welches lediglich im Bereich der Armgelenke sichtbar wird. Über dem Untergewand trägt sie ein gegürtetes, fülliges Obergewand mit weiten, in den Armbeugen gerafften und gestauchten Ärmeln. An den Seiten und unterhalb der durch den überfallenden Stoff verdeckten Gürtelpartie wird das Gewand von asymmetrischen weich gerundeten Faltenwellen überzogen, die „einen sich der Omegaform annähernden Querschnitt“ aufweisen und am oberen Rand gelegentlich flach eingedrückt sind. Ihren Schleier trägt sie nicht auf dem Kopf, sondern um den Hals und die Schultern zu feinen parallelen Faltensträngen drapiert.
1. Einleitung: Problematisierung der Forschungslage und Definition des Ziels, das Cäcilientympanon stilistisch und baugeschichtlich neu einzuordnen.
2. Das Tympanon von St. Cäcilien in Köln: Untersuchung der Forschung, Provenienz sowie ikonographische und stilistische Analyse des Bildwerks.
3. Das Cäcilientympanon und die rheinische Skulptur des 12. Jahrhunderts: Detaillierte Vergleichsanalysen zu bedeutenden Werken der Brauweiler Werkstatt, darunter der Jahreszeitensockel, das Medardusrelief und die Gustorfer Chorschranken.
4. Die rheinische und europäische Skulptur im 12. Jahrhundert: Einordnung der Kölner Bildhauerei in den weiteren europäischen Rahmen und Analyse der Interdependenzen im staufischen Kunstkontext.
5. Schlussbetrachtung: Synthese der Erkenntnisse und Einordnung des Cäcilientympanons als zentrales, jedoch in seiner Entwicklung facettenreiches Werk der rheinischen Romanik.
Cäcilientympanon, Museum Schnütgen, Brauweiler Kreuzgangswerkstatt, Romanische Skulptur, Köln, St. Pantaleon, Gustorfer Chorschranken, Plektrudisgrabplatte, Marienretabel, St. Cäcilien, Stilkritik, Rheinland, Koronatio, Mittelalterliche Bauplastik.
Die Arbeit untersucht das bedeutende romanische Tympanon der ehemaligen Stiftskirche St. Cäcilien in Köln und seine Stellung innerhalb der rheinischen Skulptur des 12. Jahrhunderts.
Im Zentrum stehen stilistische Vergleiche mit Bauornamentik und Skulpturen der Brauweiler Werkstatt sowie die Analyse der künstlerischen Beziehungen zu anderen Kölner Monumentalwerken.
Das Ziel ist es, das Verhältnis des Cäcilientympanons zur rheinischen Skulptur des 12. Jahrhunderts präzise zu charakterisieren und die Bedeutung des Tympanons durch aufzeigbare Zusammenhänge zur Brauweiler Werkstatt zu würdigen.
Die Arbeit stützt sich primär auf die stilistische Analyse, bauhistorische Überlegungen und den Vergleich mit zeitgenössischen Skulpturkomplexen, um relative Chronologien und Werkstattzusammenhänge zu erhellen.
Neben der ausführlichen Beschreibung des Cäcilientympanons erfolgt eine schrittweise Gegenüberstellung mit dem Medardusrelief, den Gustorfer Chorschranken, der Plektrudisgrabplatte und dem Marienretabel aus Brauweiler.
Wichtige Begriffe sind Cäcilientympanon, Brauweiler Kreuzgangswerkstatt, Romanik, rheinische Skulptur, Ikonographie, Koronatio und Stilentwicklung.
Sie stützt sich auf die Forschung von Hans Püttmann und argumentiert, dass eine Planänderung hinsichtlich der Durchgangsbreite des Portals während der Bauphase zu dieser ungewöhnlichen Konstellation führte.
Das Medardusrelief wird als stilistischer und struktureller Vorläufer verstanden, der durch Ähnlichkeiten in der Nischenform und Physiognomie die Verbindung zur Brauweiler Werkstatt unterstreicht.
Die Autorin weist darauf hin, dass zwar Anregungen aus Frankreich und Italien existierten, diese jedoch im Rheinland eigenständig verarbeitet und in einen spezifisch lokalen Stil überführt wurden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

