Examensarbeit, 2021
95 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Mobbing: Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmung
2.1.1 Definitionen
2.1.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mobbing und Gewalt
2.2 Formen von Mobbing
3. Entstehung und Ursachen von Mobbing
3.1 Familiäre Risikofaktoren
3.1.1 Verhalten in Konfliktsituationen
3.1.2 Bestehendes Verhältnis zu den Eltern und Erziehung der Eltern
3.2 Schulische Risikofaktoren
3.3 Persönliche Risikofaktoren
4. Rollenverteilung: Mobbing als Gruppenphänomen
4.1 Die Hauptbeteiligten
4.1.1 Das Opfer
4.1.2 Die Täter/-innen
4.1.3 Die Opfer-Täter/-innen
4.2 Die Rolle der Mitschüler/-innen
4.2.1 Die Assistent/-innen
4.2.2 Die Verstärker/-innen
4.2.3 Die Außenseiter/-innen
4.2.4 Die Verteidiger/-innen
4.3 Die Lehrpersonen
4.4 Die Eltern
5. Verlauf von Mobbing
5.1 Mobbingverlauf nach Schäfer
5.2 Mobbingverlauf nach Teuschel
5.3 Vergleich der Phasenmodelle
6. Folgen von Mobbing
6.1 Folgen für Opfer
6.1.1 Schulische Folgen
6.1.2 Soziale Folgen
6.1.3 Psychische und körperliche Folgen
6.2 Folgen für Täter/-innen
6.2.1 Schulische und soziale Folgen
6.2.2 Psychische und körperliche Folgen
7. Prävention und Intervention
7.1 Das Olweus Anti-Mobbing Programm
7.1.1 Die einzelnen Maßnahmen des Olweus Anti-Mobbing Programms
7.1.2 Maßnahmen auf der Schulebene
7.1.3 Maßnahmen auf der Klassenebene
7.1.4 Maßnahmen auf der Individualebene
7.1.5 Evaluation des Programms
7.2 Das Fairplayer.Manual Präventionsprogramm
7.2.1 Die einzelnen Termine von Fairplayer.Manual
7.2.2 Evaluation des Programms
7.3 Vergleich der schulischen Anti-Mobbing Programme
8. Schlussfolgerung und Fazit
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Ursachen, Folgen sowie Präventions- und Interventionsmöglichkeiten von Mobbing im schulischen Kontext. Das primäre Ziel besteht darin, darzulegen, wie Schulen durch gezielte Programme auf unterschiedlichen Ebenen (Schule, Klasse, Individuum) Mobbing vorbeugen beziehungsweise intervenieren können, um die psychosoziale Gesundheit der Schülerinnen und Schüler zu schützen.
1. Einleitung
„Jahrelanges Mobbing in der Schule: 10-Jähriger will in den Tod springen“ (Ricken 2020, o.S.) – so lautete 2020 eine Überschrift eines Artikels der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen Tageszeitung, welche abgekürzt auch als HNA bezeichnet wird. Der HNA Artikel berichtete über einen 10-Jährigen Jungen mit schweren psychischen Problemen, der sich wegen jahrelangem schulischen Mobbing das Leben nehmen wollte. In Zeitungsartikeln, Fernsehbeiträgen oder Zeitschriften sind immer wieder Medienberichte über solche tragischen Vorfälle zu finden. Auch in sozialen Netzwerken wird oft von Mobbingvorfällen berichtet – im Jahr 2018 teilten beispielsweise viele Menschen eigene Mobbingerfahrungen und Langzeitfolgen auf Twitter unter dem Hashtag ‚#BullyMe‘ (vgl. Eckert 2018, o.S.). Dies weist auf die Aktualität sowie auf potenzielle schwere Folgen des Themas Mobbing hin. Zudem verdeutlicht die Präsenz des Themas, dass es sich bei Mobbing um keine Einzelfälle, sondern um ein weit verbreitetes Problem handelt.
Vor allem an Schulen scheint das Thema Mobbing ein präsentes Thema zu sein (vgl. Hahlweg & Schulz 2020, S. 118 ff.). So konnten Scheithauer et al. (2003, S. 39 f.) bei einem Vergleich von vier Studien zur Auftretenshäufigkeit von Mobbing feststellen, dass etwa fünf bis neun Prozent der Schüler/-innen regelmäßig andere Lernende mobben und fünf bis elf Prozent der Schüler/-innen regelmäßig zum Opfer von Mobbing werden. Bei einer neueren Studie der Weltgesundheitsorganisation, der HBSC-Studie von 2018, zeigten sich ähnliche Ergebnisse – dort konnten 3,9 Prozent als Täter/-innen und 8,3 Prozent als Opfer identifiziert werden. Anhand der Ergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass etwa jede/-r siebte Schüler/-in von Mobbing betroffen ist und es in nahezu jeder Schulklasse Mobbingopfer gibt – insbesondere an Hauptschulen zeigte sich bei der HBSC-Studie eine deutliche Mobbingproblematik (vgl. Fischer et al. 2020, S. 63 ff.). Im Jahr 2015 identifizierten sich bei einer PISA-Studie sogar 15,7 Prozent und somit jede/-r sechste deutsche Schüler/-in als Opfer von Mobbing (vgl. Weidemann 2017, o.S.). Durch die Zahlen der Studien wird deutlich, dass an Schulen eine erhebliche Mobbingproblematik besteht, was aufgrund der potenziellen Folgen von Mobbing als eine dramatische Situation aufzufassen ist.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die mediale Präsenz und die hohe Auftretenshäufigkeit von Mobbing an Schulen sowie die schwerwiegenden, bis ins Erwachsenenalter reichenden Folgen für Betroffene.
2. Mobbing: Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Mobbing, erläutert die verschiedenen Erscheinungsformen und grenzt den Begriff Mobbing von allgemeiner Gewalt ab.
3. Entstehung und Ursachen von Mobbing: Der Abschnitt identifiziert familiäre, schulische sowie persönliche Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, in Mobbingprozesse verwickelt zu werden.
4. Rollenverteilung: Mobbing als Gruppenphänomen: Hier werden die verschiedenen Akteure im Mobbingprozess – von Hauptbeteiligten bis zu Mitschülern – sowie deren spezifische Rollen innerhalb der Gruppendynamik analysiert.
5. Verlauf von Mobbing: Unter Rückgriff auf die Phasenmodelle von Schäfer und Teuschel wird die Entwicklung und potenzielle Beendigung eines Mobbingprozesses in einer Schulklasse dargestellt.
6. Folgen von Mobbing: Dieses Kapitel detailliert die schwerwiegenden schulischen, sozialen sowie psychischen und körperlichen Auswirkungen für sowohl Opfer als auch Täterinnen und Täter.
7. Prävention und Intervention: Es werden zwei schulische Anti-Mobbing-Programme (Olweus Anti-Mobbing Programm und Fairplayer.Manual) vorgestellt und deren Wirksamkeit anhand von Evaluationsstudien diskutiert.
8. Schlussfolgerung und Fazit: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Notwendigkeit sowie die Umsetzungschancen von Präventions- und Interventionsmaßnahmen.
Mobbing, Schule, Prävention, Intervention, Gruppendynamik, Olweus Anti-Mobbing Programm, Fairplayer.Manual, Schülerinnen und Schüler, Risikofaktoren, psychische Folgen, soziale Isolation, Schulalltag, Mobbingphasen, Zivilcourage, Gewaltprävention
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem theoretischen Hintergrund, den Ursachen und den schwerwiegenden Folgen von Mobbing an Schulen sowie mit Möglichkeiten, durch Prävention und Intervention wirksam dagegen vorzugehen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Formen von Mobbing, die Entstehung durch familiäre und schulische Faktoren, die soziale Rollenverteilung innerhalb der Klasse, den phasenhaften Verlauf von Mobbing sowie die Vorstellung und Evaluation spezifischer Programme.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schulen die komplexe Dynamik von Mobbing verstehen und durch geeignete Maßnahmen (wie das Olweus-Programm oder Fairplayer.Manual) ein sicheres und förderliches Lernklima schaffen können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Themas mittels einer umfassenden Literaturrecherche, um Ursachen, Folgen und Interventionsmöglichkeiten fundiert darzulegen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis (Grundlagen, Ursachen), eine Analyse der Gruppendynamik und der Mobbingphasen, eine tiefgehende Untersuchung der negativen Folgen für Betroffene sowie die detaillierte Vorstellung und kritische Betrachtung zweier bewährter Anti-Mobbing-Programme.
Die Arbeit charakterisiert sich durch Begriffe wie Mobbing, Prävention, Intervention, Gruppendynamik und die beiden spezifischen Ansätze Olweus-Programm sowie Fairplayer.Manual, die in einem schulischen Kontext angewandt werden.
Mitschüler spielen eine entscheidende Rolle, da sie neben den Tätern und Opfern Rollen wie "Assistenten", "Verstärker", "Außenseiter" oder "Verteidiger" einnehmen, die den Mobbingprozess entweder fördern, dulden oder einzudämmen versuchen.
Das Olweus-Programm bietet einen umfassenden Interventions- und Präventionsansatz auf Schul-, Klassen- und Individualebene, während das Fairplayer.Manual als ein reiner Präventionsansatz konzipiert ist, der unterrichtsbegleitend durch 16 Termine soziale Kompetenzen stärkt.
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