Bachelorarbeit, 2021
74 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Fest-Flüssig-Trennung
2.1 Einführung in die Fest-Flüssig-Trennung
2.2 Dichtetrennverfahren
2.3 Filtration
3 Technologien der Fest-Flüssig-Trennung
3.1 Filterpresse
3.2 Röhrenzentrifuge
4 Matching-Matrix
4.1 Definition und Arbeitsweise der Matrix
4.2 Technische Kriterien
4.3 Bewertende Kriterien
5 Flexibilität
5.1 Kapazitätsflexibilität
5.2 Produktflexibilität
5.3 Prozessflexibilität
5.4 Standortflexibilität
6 Auswertung
6.1 Matching-Matrix
6.2 Filterpresse
6.3 Röhrenzentrifuge
7 Fazit und Ausblick
8 Literaturverzeichnis
Das Hauptziel der Arbeit ist die Erweiterung einer Methodik zur systematischen Auswahl und Bewertung von Technologien in der Fest-Flüssig-Trennung, mit besonderem Fokus auf diskontinuierliche Batch-Verfahren in der Feinchemie- und Pharmaindustrie. Basierend auf einer bestehenden Matching-Matrix sollen durch Abgleich technischer und bewertender Kriterien geeignete Apparate identifiziert und in ihrer Flexibilität bewertet werden.
3.1 Filterpresse
Die Filterpresse ist, wie auch die anderen aufgezählten Apparate, ein diskontinuierlich arbeitender Apparat. Sie ist in mehreren Ausführungen verfügbar wie z.B. die Membranfilterpresse, Rahmenfilterpresse oder die Kammerfilterpresse. In der folgenden Abbildung 9 ist die schematische Darstellung der Kammerfilterpresse abgebildet.
Wie zu sehen ist besteht die Filterpresse aus einem Kopfstück, aus Filterplatten, aus einem Filterkuchenraum und einem Endstück. Auf der linken Seite der Abbildung 9 wird dargestellt, dass mehrere Filterkuchenräume und Filterplatten vorhanden sind. Die Filterkuchenräume befinden sich immer zwischen zwei Filterplatten, welche meistens quadratisch sind, wie es auf der rechten Seite der Abbildung 9 dargestellt ist. Die aneinanderreihenden, mit Filtertüchern überzogenen Filterplatten bilden damit das komplette Filterpaket, welches vom Kopf- und Endstück geschlossen wird. Es ist in der Abbildung 9 außerdem zu sehen, dass das Kopfstück alle Anschlüsse besitzt, denn das mit dem Rahmen verbundene Kopfstück hat die Rohleitungen für die eingehenden Suspensionen und die Rohrleitungen zum Ausfließen des Filtrats. Auf das Filterpaket wird dadurch auch der Schließdruck vom Endstück übertragen, welcher auch am Rahmen verbunden ist. Die Suspension wird mittig zugeführt und das Filtrat wird unten am Kanal abgeführt. [4]
Die nun folgende Abbildung 10 zeigt die Filterpresse in der Filtrationsphase und während der Entleerung. Das komplette Filterpaket befindet sich in einem hydraulischen, schweren Gestell und wird dadurch zusammengepresst.
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung der Fest-Flüssig-Trennung in der Industrie und definiert das Ziel, eine Matching-Matrix zur Auswahl diskontinuierlicher Technologien zu erweitern.
2 Die Fest-Flüssig-Trennung: Erläutert die Grundlagen der Suspensionstrennung sowie die verschiedenen mechanischen Trennverfahren, mit speziellem Fokus auf Filtration und Sedimentation.
3 Technologien der Fest-Flüssig-Trennung: Stellt verschiedene Batch-Apparate vor und analysiert detailliert die Funktionsweise der Filterpresse und der Röhrenzentrifuge.
4 Matching-Matrix: Führt die methodische Basis ein, bestehend aus Zugriffsteil, Technologieteil und Bewertungsteil, und definiert die relevanten technischen sowie bewertenden Kriterien.
5 Flexibilität: Untersucht das Kriterium der Flexibilität in der Trenntechnik anhand von vier Typen und definiert Schlüsselfaktoren für deren Bewertung.
6 Auswertung: Wendet die entwickelte Methodik auf die Filterpresse und Röhrenzentrifuge an und diskutiert die Ergebnisse anhand der Matching-Matrix.
7 Fazit und Ausblick: Fasst die Erfolge der Arbeit zusammen und gibt Empfehlungen zur weiteren Erweiterung der Matrix durch neue Technologien und Kriterien.
Fest-Flüssig-Trennung, Filterpresse, Röhrenzentrifuge, Batch-Betrieb, Matching-Matrix, Flexibilität, Filtration, Sedimentation, Prozessparameter, Reinigbarkeit, Feststoffgewinnung, Technologieauswahl, Feinchemie, Pharmaindustrie, Verfahrenstechnik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Auswahl und Bewertung von Technologien für die Fest-Flüssig-Trennung, speziell für diskontinuierliche Prozesse wie sie in der Feinchemie und Pharmaindustrie üblich sind.
Die zentralen Themen sind die verfahrenstechnischen Grundlagen der Filtration und Sedimentation, der Aufbau von Entscheidungshilfen für Anlagenplaner (Matching-Matrix) sowie die Bewertung technischer Apparate hinsichtlich ihrer betrieblichen Flexibilität.
Das Ziel ist die Erweiterung einer bestehenden Methodik zur Auswahl von Trenntechnologien, um über technische Kriterien hinaus auch bewertende Gesichtspunkte wie die Flexibilität des Systems bei Produkt- oder Kapazitätsänderungen zu erfassen.
Es wird eine methodische Vorgehensweise gewählt, bei der mittels einer in Excel entworfenen Matching-Matrix ein systematisches Ausschließverfahren angewendet wird, um die Eignung verschiedener Apparate für spezifische Suspensionseigenschaften und Prozessparameter zu prüfen.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Einführung in die Trennverfahren, die detaillierte Vorstellung der Apparate Filterpresse und Röhrenzentrifuge, die Definition der Kriterien für die Matrix sowie die praktische Anwendung dieser Kriterien zur Bewertung der beiden Apparate.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fest-Flüssig-Trennung, Batch-Betrieb, Matching-Matrix, Flexibilität, Prozessoptimierung und Apparatebewertung charakterisieren.
Die Filterpresse wird analysiert, da sie ein häufig genutzter Apparat im Batch-Betrieb ist, der als robust und vielseitig gilt, jedoch spezifische Anforderungen an die Kuchenbildung und das Entfeuchten stellt, die innerhalb der Matching-Matrix bewertet werden können.
Die Röhrenzentrifuge ermöglicht dank hoher Zentrifugalbeschleunigungen die Trennung feinster Partikel, erfordert jedoch eine geringe Feststoffkonzentration und einen manuellen Sedimentaustrag, was sie auf bestimmte Anwendungsbereiche einschränkt.
Im Gegensatz zu den binären oder intervallbasierten technischen Kriterien werden die Flexibilitätsaspekte über ein Punktesystem (0 bis 5 Punkte) bewertet, das auf spezifischen Schlüsselfaktoren wie Reinigbarkeit oder Erweiterbarkeit basiert.
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