Diplomarbeit, 2010
90 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2. Die „traditionelle“ Balanced Scorecard (BSC)
2.1 Elemente einer BSC
2.1.1 Vision und Mission
2.1.2 Strategie
2.1.3 Strategische Ziele und Strategy Maps
2.1.4 Die vier Perspektiven nach NORTON und KAPLAN
2.1.4.1 Finanzperspektive
2.1.4.2 Kundenperspektive
2.1.4.3 Interne Prozessperspektive
2.1.4.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
2.3 Balanced Scorecard - Ein strategisches Managementsystem
3. Die Beschaffungs-Balanced Scorecard (B-BSC)
3.1 Der Beschaffungsbereich
3.1.1 Begriffsabgrenzungen und Einordnung der Beschaffung
3.1.2 Einfluss der Beschaffung auf den Unternehmenserfolg
3.1.3 Beschaffungsziele
3.1.4 Die moderne Beschaffung - Entwicklungstendenzen
3.2 B-BSC-Ansätze
3.2.1 Ansatz nach APPELFELLER/BUCHHOLZ/ROOS
3.2.2 Ansatz nach JAHNS
3.2.3 Ansatz nach WAGNER/KAUFMANN
3.2.4 Ansatz nach HESS
3.2.5 Ansatz nach HUG
4. Entwicklung einer B-BSC für die Repertus AG
4.1 Basisdaten „Repertus AG“
4.1.1 Vision
4.1.2 Mission
4.1.3 Strategie
4.1.4 Ausgangssituation
4.2 Validierung der B-BSC-Voraussetzungen
4.2.1 Commitment des Topmanagements und des Beschaffungsbereiches
4.2.2 Offene Unternehmenskultur und Veränderungsbereitschaft
4.2.3 Ausformulierte und gelebte Vision und Strategie
4.2.3.1 Beschaffungsvision der Repertus AG
4.2.3.2 Beschaffungsstrategie der Repertus AG
4.2.4 Unternehmensspezifische BSC-Entwicklung
4.3 Entwicklung der B-BSC in 4 Phasen
4.3.1 Phase 1: Organisatorischen Rahmen schaffen
4.3.2 Phase 2: Strategische Grundlagen klären
4.3.3 Phase 3: Die B-BSC entwickeln
4.3.3.1 B-BSC Architektur bestimmen
4.3.3.2 Strategische Ziele ableiten
4.3.3.3 Strategy Map erarbeiten
4.3.3.4 Messgrößen auswählen und Zielwerte festlegen
4.3.3.5 Strategische Aktionen bestimmen
4.3.4 Phase 4: Kontinuierlichen B-BSC Einsatz sicherstellen
4.3.4.1 Verbindung der B-BSC mit dem Risikomanagement
4.4 Steuerung der Beschaffung mit der entwickelten B-BSC
4.5 Zusammenfassung des Fallbeispiels
5. Zusammenfassung und Fazit
5.1 Zusammenfassung
5.2 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das strategische Managementkonzept der Balanced Scorecard (BSC) nach Kaplan und Norton auf den Beschaffungsbereich zu übertragen und ein anwendbares Modell für das fiktive Unternehmen „Repertus AG“ zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, welche inhaltlichen und strukturellen Anpassungen notwendig sind, um die Beschaffung effektiv mithilfe der BSC steuern zu können.
3.1.2 Einfluss der Beschaffung auf den Unternehmenserfolg
Die Beschaffung hat einen überaus starken Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Dies lässt sich durch eine einfache Return on Investment-Rechnung veranschaulichen. Zur Veranschaulichung soll ein durchschnittliches Unternehmen mit einem Materialkostenanteil von 45 % dienen. Gelingt es der Beschaffung, die Materialkosten um nur 3 % zu senken, steigt der ROI um 27 % an.
Nach dem Jahresbericht 2008 des Verbands der Automobilindustrie e. V. (VDA) ergibt sich für die Automobilindustrie im Jahr 2007 eine Fertigungstiefe von 23 %. Im Jahr 1980 lag der Wert noch bei 38 %. Sinkende Fertigungstiefe zieht steigende Material-, Teile- und Komponentenkosten nach sich. Unter diesen Voraussetzungen verstärkt sich die Hebelwirkung.
Eine moderne Beschaffung leistet neben der reinen Kostenreduktion bei den Beschaffungsobjekten noch einen weitaus größeren Beitrag zum Unternehmenserfolg. So lässt sich zum Beispiel durch die Lieferantenintegration Time to Market verkürzen, was Wettbewerbsvorteile wie die Nutzung von Lieferanteninnovationen und die Ausweitung des Marktanteils ermöglicht.
Da bei Produktinnovationen bereits in der frühen Phase der Entwicklung ca. 80 % der späteren Kosten festgelegt werden, ist es sinnvoll, die Beschaffung in den Innovationsprozess einzubeziehen. So besteht für die Beschaffung die Möglichkeit, durch Vorschläge kostengünstiger Alternativen positive Target-Costing-Effekte zu erzielen. Diese Beispiele belegen, dass moderne Beschaffung heute weit mehr bedeutet als nur das Aushandeln des niedrigsten Einstandspreises.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage, in der sich Unternehmen einem wachsenden globalen Wettbewerbsdruck gegenübersehen, und definiert die Zielsetzung der Arbeit, das BSC-Konzept auf die Beschaffung anzuwenden.
2. Die „traditionelle“ Balanced Scorecard (BSC): Hier wird das Grundmodell nach Kaplan und Norton als ganzheitliches Steuerungssystem mit seinen vier Perspektiven sowie der Bedeutung von Strategieumsetzung und Kennzahlen vorgestellt.
3. Die Beschaffungs-Balanced Scorecard (B-BSC): Dieses Kapitel führt in den Beschaffungsbereich ein, beleuchtet dessen Bedeutung für den Erfolg und vergleicht verschiedene in der Literatur bekannte Ansätze zur Adaption der BSC auf die Beschaffung.
4. Entwicklung einer B-BSC für die Repertus AG: Im Zentrum dieser Arbeit wird schrittweise eine B-BSC für das fiktive Unternehmen Repertus AG entwickelt, von der Validierung der Voraussetzungen bis zur Implementierung in einem 4-Phasen-Modell.
5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Flexibilität sowie Risiken des Instruments und ordnet die verschiedenen B-BSC-Ansätze kritisch ein.
Balanced Scorecard, Beschaffung, B-BSC, Strategieumsetzung, Kennzahlen, Lieferantenmanagement, Wertschöpfungskette, Performance Measurement, Repertus AG, Materialgruppenmanagement, Prozessoptimierung, Target Costing, ROI, Wettbewerbsvorteile, Unternehmenssteuerung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Anwendung des strategischen Managementinstruments „Balanced Scorecard“ (BSC) speziell im Beschaffungsbereich, um diesen zielgerichtet zu steuern.
Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen der BSC, die Spezifika der Beschaffung, ein Überblick über verschiedene B-BSC-Konzepte und die praktische Modellierung einer Scorecard für ein fiktives Unternehmen.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob und wie die Beschaffung mittels BSC steuerbar ist und welche inhaltlichen Anpassungen am klassischen Modell hierfür erforderlich sind.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu BSC-Ansätzen sowie der Fallstudienmethode, bei der die theoretischen Erkenntnisse an einem fiktiven Unternehmen (Repertus AG) praktisch erprobt werden.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Konstruktion einer B-BSC für die Repertus AG, inklusive der Festlegung von Vision, Strategie, der Modellierung einer Strategy Map und der Definition spezifischer Kennzahlen und Aktionspläne.
Die wichtigsten Begriffe sind Balanced Scorecard (BSC), B-BSC, Beschaffungsstrategie, Kennzahlen, Ursache-Wirkungsbeziehungen und Strategieumsetzung.
Das fiktive Unternehmen ermöglicht es, die theoretischen Konzepte praxisnah und strukturiert in einem konkreten Organisationskontext darzustellen, ohne durch reale, vertrauliche Unternehmensdaten eingeschränkt zu sein.
Die Arbeit verbindet das bestehende Risikomanagement mit der B-BSC, indem Risikoaspekte direkt mit strategischen Zielen verknüpft werden, anstatt eine separate „Risikoperspektive“ einzuführen, die den logischen Aufbau der BSC schwächen würde.
Es dient als praxisorientierte methodische Basis für die 4-Phasen-Entwicklung der B-BSC bei der Repertus AG, da es detaillierter und einfacher in der Anwendung ist als das Basismodell von Kaplan und Norton.
Die Autoren der Fachliteratur diskutieren, ob sie als fünfte Perspektive notwendig ist, um Lieferanten strategisch zu steuern, oder ob diese Ziele innerhalb der klassischen Prozessperspektive abgedeckt werden können, um das Modell übersichtlich zu halten.
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