Diplomarbeit, 2008
106 Seiten, Note: 2,1
Teil I: Einführung
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Fragestellung der Untersuchung
1.3 Aufbau der Arbeit
Teil II: Theoretische Aspekte
2 Strukturwandel des Sports und des Sportjournalismus
2.1 Strukturwandel und Professionalisierung des Sports
2.2 Strukturen und Wandel des Sportjournalismus
2.2.1 Wandel des Berufsstandes „Sportjournalist/in“
2.3 Bedeutung des Sports für die Medien und vice versa
3 Arbeitsmarkt Sport und Journalismus
3.1 Forschungsstand: Absolventenstudien an sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen
3.1.1 Studien an sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen ohne Schwerpunkt Medien/Publizistik
3.1.2 Studien an sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen mit Schwerpunkt Medien/Publizistik
3.2 Arbeitsmarkt Journalismus und Sportjournalismus
3.2.1 Arbeitsmarkt Journalismus
3.2.2 Arbeitsmarkt Sportjournalismus
4 Geschlechterverhältnisse im Journalismus
4.1 Geschlecht und Journalismus
4.2 Geschlecht und Sportjournalismus
5 Ausbildungswege
5.1 Ausbildungswege in den Journalismus
5.2 Ausbildungswege in den Sportjournalismus
Teil III: Empirische Untersuchung
6 Konzeption und Durchführung der empirischen Untersuchung
6.1 Methodik
6.2 Fragestellungen und Hypothesenbildung
6.3 Der Fragebogen
6.4 Die Befragten
6.5 Auswertung der Daten
7 Soziodemographische Daten
7.1 Geschlecht
7.2 Alter
7.3 Familienstand
7.4 Wohnort
7.5 Geschlechtsunterschiede
8 Studium
8.1 Studiendauer
8.2 Studienleistung
8.3 Studienzufriedenheit
8.4 Studieninhalte
8.4.1 Relevanz der Studieninhalte für den Beruf
8.4.2 Wünsche für weitere Inhalte des Sportstudiums
8.5 Geschlechtsunterschiede
9 Formale Zusatzqualifikationen
9.1 Formale Zusatzqualifikationen im Rahmen des Studiums
9.2 Formale Zusatzqualifikationen im Sport
9.3 Formale Zusatzqualifikationen in außersportlichen Bereichen
9.4 Geschlechtsunterschiede
10 Bewerbung und Arbeitsplatzsuche
10.1 Bewerbungserfolg nach dem Abschluss
10.2 Finden der Arbeitsstelle
10.3 Arbeitslosigkeit nach dem Abschluss
10.4 Geschlechtsunterschiede
11 Gegenwärtige berufliche Situation
11.1 Tätigkeit
11.1.1 Tätigkeitsbereich
11.1.2 Bezeichnung der Tätigkeit
11.1.3 Einkommen
11.1.4 Zufriedenheit und Zukunftsperspektiven
11.2 Gründe für die Anstellung
11.3 Arbeitsbedingungen
11.4 Nebenberuflich oder auf Honorarbasis Tätige
11.4.1 Tätigkeit
11.4.2 Arbeitszeit
11.4.3 Einkommen
11.5 Geschlechtsunterschiede
Teil IV: Diskussion
12 Zusammenfassende Diskussion und Ausblick
12.1 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
12.2 Zusammenfassung der Hypothesen
12.3 Probleme der Untersuchung
12.4 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den beruflichen Werdegang von Absolventen des Studienschwerpunktes „Medien und Kommunikation“ (SP MuK) an der Deutschen Sporthochschule Köln im Vergleich zu anderen sportwissenschaftlichen Absolventen, um arbeitsmarktrelevante Erkenntnisse für die Gestaltung zukünftiger Studiengänge zu gewinnen.
2.2.1 Wandel des Berufsstandes „Sportjournalist/in“
„Als sich der Sportteil der Zeitung etablierte, waren kompetente Sportjournalisten rar. Man musste auf Leute zurückgreifen, die aus der Sportbewegung kamen und wenigstens sportliches Sachwissen besaßen, um das bearbeiten zu können, was die anderen Redakteure mangels Kompetenz oder Interesse nicht übernehmen konnten oder wollten“ (WEISCHENBERG 1995, 125).
Die Dominanz der sportlichen gegenüber der journalistischen Kompetenz war Ursache für die anfängliche und lange währende Außenseiterstellung der SportjournalistInnen. Der Sportjournalismus war damals gekennzeichnet durch den Widerspruch zwischen dem Selbstverständnis von SportjournalistInnen, die Charakterbildungs- und Gesundheitswerte des Sports vermitteln zu wollen, und der Wirklichkeit der Sportkommunikation, die als Unterhaltungsware produziert und rezipiert wurde (vgl. ebd.).
Die ersten wissenschaftlichen Studien zur Kommunikatorforschung bei SportjournalistInnen gab es in den 70er Jahren (vgl. GÖRNER 1995, 63). Die Ergebnisse zeigen, dass damals SportjournalistInnen gegenüber ihren KollegInnen aus anderen Ressorts ein geringeres Ansehen genossen. Interessant ist hierbei, dass die SportjournalistInnen beim Rundfunk – trotz vergleichsweise höheren Bildungsniveaus, Prestiges ihres Mediums, zum Teil erheblicher Popularität und allgemein guten Arbeits- und Einkommensbedingungen – zu einer ähnlichen sozialen und beruflichen Selbsteinschätzung tendierten wie ihre KollegInnen bei den Printmedien.
1 Einleitung: Das Kapitel leitet in den Untersuchungsgegenstand ein, erläutert die Problemstellung der Verberuflichung im Sport und definiert die zentralen Zielsetzungen der Arbeit.
2 Strukturwandel des Sports und des Sportjournalismus: Hier werden die theoretischen Grundlagen des gesellschaftlichen Wandels und dessen Auswirkungen auf das Berufsfeld Sport sowie die Entwicklung des Sportjournalismus zum Medienspektakel dargelegt.
3 Arbeitsmarkt Sport und Journalismus: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Absolventenstudien und die Entwicklungen im Arbeitsmarkt für Journalisten und Sportjournalisten.
4 Geschlechterverhältnisse im Journalismus: Das Kapitel beleuchtet die strukturelle Unterrepräsentanz von Frauen im Journalismus und speziell in der „Männerdomäne“ Sportjournalismus.
5 Ausbildungswege: Hier werden verschiedene Qualifizierungswege wie Universitätsstudiengänge und Journalistenschulen für angehende Sportjournalisten kritisch betrachtet.
6 Konzeption und Durchführung der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, die Hypothesenbildung sowie das Design der Befragung.
7 Soziodemographische Daten: Es erfolgt eine statistische Auswertung der soziodemographischen Merkmale der Absolventen, unterteilt nach den beiden Vergleichsgruppen.
8 Studium: Dieses Kapitel analysiert Studiendauer, Studienleistungen und vor allem die subjektive Relevanz der Studieninhalte im Hinblick auf den späteren Beruf.
9 Formale Zusatzqualifikationen: Hier wird untersucht, inwieweit Absolventen über zusätzliche Qualifikationen verfügen und ob geschlechtsspezifische Unterschiede bei deren Erwerb bestehen.
10 Bewerbung und Arbeitsplatzsuche: Das Kapitel beleuchtet die Erfolgsquoten bei Bewerbungen und die Wege zur Findung der ersten Arbeitsstelle.
11 Gegenwärtige berufliche Situation: Hier werden aktuelle Tätigkeitsfelder, Einkommen, Arbeitsbedingungen sowie die Berufszufriedenheit der Absolventen ausgewertet.
12 Zusammenfassende Diskussion und Ausblick: Der abschließende Teil interpretiert die Ergebnisse, bewertet die Hypothesen und gibt Empfehlungen für zukünftige Studienpläne.
Sportjournalismus, Absolventenstudie, Arbeitsmarkt, Sportwissenschaft, Medien und Kommunikation, Berufsfeld, Professionalisierung, Geschlechterverhältnisse, Zusatzqualifikationen, Studieninhalte, Berufsqualifizierung, Sportökonomie, Medienrealität, Journalistenausbildung, Berufszufriedenheit.
Die Arbeit untersucht den beruflichen Werdegang von Absolventen des Studienschwerpunktes „Medien und Kommunikation“ an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Im Fokus stehen die Arbeitsmarktsituation, die Relevanz des Sportstudiums für den Beruf, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Sportpublizistik und die Auswirkungen des Strukturwandels auf den Sportjournalismus.
Ziel ist es, den Übergang in den Beruf nachzuzeichnen, Tätigkeitsfelder darzustellen und zu evaluieren, ob die Studieninhalte den Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen.
Es wurde eine empirische Vollerhebung unter Absolventen durchgeführt, die zwischen 2003 und 2005 ihr Studium abgeschlossen haben, ergänzt durch statistische Analysen (SPSS).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zum Strukturwandel des Sports sowie einen empirischen Teil, der Soziodemographie, Studium, Bewerbungsprozesse und die aktuelle berufliche Situation analysiert.
Wesentliche Begriffe sind Sportjournalismus, Absolventenstudie, Berufsfeld, Professionalisierung und Geschlechterverhältnisse.
Ja, die Absolventen des Schwerpunkts „Medien und Kommunikation“ zeigen eine signifikant höhere Zufriedenheit mit ihrem Studium als die Vergleichsgruppe.
Frauen sind im Sportjournalismus weiterhin unterrepräsentiert, wobei die Untersuchung insbesondere bei der Art der Bewerbung (verstärkt auf Stellenausschreibungen) signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufzeigt.
Die geringen Fallzahlen in einigen Untergruppen, insbesondere bei freiberuflich Tätigen, schränken die statistische Präzision der Einkommensaussagen ein.
Der Autor empfiehlt eine stärkere Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie die Einführung von Rhetoriktrainings und besseren Vernetzungsmöglichkeiten mit Unternehmen der Medienbranche.
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