Magisterarbeit, 2003
103 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Die fünfziger Jahre
1.2 Die sechziger Jahre
2 „Rock Around The Clock“ – Zur Geschichte des Rock’n’Roll
2.1 „Sh-Boom“ – Die Vorläufer des Rock’n’Roll
2.1.1 Blues
2.1.2 Country
2.1.3 Rhythm & Blues
2.2 „Roll Over Beethoven“ – Zur Entwicklung des Rock’n’Roll
2.2.1 Die Anfänge des Rock’n’Roll
2.2.1.1 Verbreitung von Musik und LifeStyle
2.2.1.2 Rock’n’Roll-Gegner
2.1.2.3 Rock’n’Roll-Helden
2.2.2 Elvis Presley – „The King of Rock’n’Roll“
2.2.2.1 „Jailhouse Rock“ (1957)
2.2.2.2 „In The Ghetto“ (1969)
2.2.3 Das Ende des wahren Rock’n’Roll
3 „The Times They Are A-Changin’“ – Bob Dylan 1961-1966
3.1 Zu den Anfängen Bob Dylans
3.2 Bob Dylan als Protestsänger
3.2.1 Die Bürgerrechtsbewegung
3.2.2 „The Death of Emmett Till“ (1962)
3.2.3 „Blowin’ in The Wind“ (1962)
3.2.4 „The Times They Are A-Changin’“ (1963)
3.3 Der neue Bob Dylan
3.3.1 Krise im Herbst 1963
3.3.2 „Another Side of Bob Dylan“
3.3.2.1 Abschied von der Politik?
3.3.2.2 Newport Festival 1964 und 1965
3.4 Bob Dylans Wandel
3.4.1 Ablehnung durch die Folkszene
3.4.2 Dylan war nie ein Folkie
3.4.3 Bob Dylans Selbstinterpretation
3.4.4 Nicht Bruch, sondern künstlerischer Wandel
3.5 So klingt der neue Bob Dylan
3.5.1 „Mr. Tambourine Man“ (1964)
3.5.2 „Like a Rolling Stone“ (1965)
4 „American Pie“ – Eine Zeitreise durch die fünfziger und sechziger Jahre
4.1 Don McLean
4.2 „American Pie“ (1971)
5 Schluss
Die Arbeit untersucht das Wechselverhältnis zwischen populärer Musik und gesellschaftlich-politischen Entwicklungen in den USA der fünfziger und sechziger Jahre, um aufzuzeigen, inwiefern Musik nicht nur ein Spiegelbild ihrer Zeit ist, sondern aktiv auf soziale Prozesse und Werte einwirkt.
2.2.1.2 Rock’n’Roll-Gegner
Was die Jugend begeisterte, stieß vor allem bei der älteren Generation auf Widerstand. Der Rock’n’Roll wurde als Angriff auf den kulturellen Konsens behandelt und zog allein damit die Aufmerksamkeit Heranwachsender auf sich. Die Hauptaussage der Rock’n’Roll-Songs – die Liebe und der immer wieder (mehr oder weniger) offen erwähnte Sex – stand in direktem Gegensatz zum puritanistischen, weißen Amerika. In dem deutlichen Verlangen nach Tanz und Vergnügen wurden Provokationen gesehen, die hasserfüllte Tiraden auf sich zogen. Die erste Wertung des Rock’n’Roll veröffentlichte das Nachrichtenmagazin Time bereits am 18. Juni 1955 im Zusammenhang mit einem Bericht über die Begeisterung von Teenagern für diese Musik:
Rock’n’Roll basiert auf dem Negerblues, aber in einem Stil, der in böswilliger Absicht die primitiven Eigenschaften des Blues bewußt hervorkehrt. Die Ingredienzen [sic!]: gnadenlos hämmernde Synkopierung – es klingt wie eine Ochsenpeitsche; ein cholerisch hupendes Saxophon, das eine Art Lockruf ausstößt; eine elektrische Gitarre, die derart laut aufgedreht ist, daß ihr Klang förmlich zerspringt und zerbirst; eine Vokalgruppe, die jeden anständigen Menschen erschauern läßt, sich in wilden Verrenkungen ergeht, während sie in Idioten-Manier völlig unsinnige oder schwachsinnige Phrasen kreischt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel verortet populäre Musik im soziokulturellen Kontext der USA und definiert den Untersuchungszeitraum von 1953 bis 1965 als Ära signifikanter musikalischer Umbrüche.
2 „Rock Around The Clock“ – Zur Geschichte des Rock’n’Roll: Hier werden die Wurzeln des Rock’n’Roll im Blues, Country und Rhythm & Blues sowie der Aufstieg von Elvis Presley als Identifikationsfigur der Jugend analysiert.
3 „The Times They Are A-Changin’“ – Bob Dylan 1961-1966: Das Kapitel behandelt den Wandel der US-Folkszene und die Entwicklung Bob Dylans vom engagierten Protestsänger zum einflussreichen, existenzialistisch geprägten Rockpoeten.
4 „American Pie“ – Eine Zeitreise durch die fünfziger und sechziger Jahre: Durch die Analyse des Songs von Don McLean wird eine rückblickende, kritische Bestandsaufnahme der musikalischen und gesellschaftlichen Entwicklungen dieser zwei Jahrzehnte vorgenommen.
5 Schluss: Die Arbeit fasst zusammen, wie der Rock’n’Roll die Multikultur förderte und der Folksong als Antwort auf politische Krisen eine Renaissance erlebte, während beide Richtungen tiefgreifende Wertewandel widerspiegelten.
Popmusik, Rock’n’Roll, Folksong, Bürgerrechtsbewegung, Elvis Presley, Bob Dylan, Don McLean, Kulturrevolution, Generationskonflikt, USA, fünfziger Jahre, sechziger Jahre, Musikindustrie, Protestsong, Subkultur.
Die Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen populärer Musik und der politisch-gesellschaftlichen Entwicklung in den USA während der fünfziger und sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts.
Im Fokus stehen der Aufstieg des Rock’n’Roll als Ausdruck jugendlicher Rebellion, die Rolle der Musik in der Bürgerrechtsbewegung sowie der künstlerische Stilwandel prominenter Musiker wie Elvis Presley und Bob Dylan.
Das Ziel ist es, den Einfluss von musikalischen Stilwechseln auf die Gesellschaft zu verstehen und zu erklären, warum bestimmte Musikformen zu spezifischen Zeiten erfolgreich waren oder an Bedeutung verloren.
Die Autorin nutzt eine kulturwissenschaftliche Analyse, die historische Kontexte mit der Untersuchung musikalischer Strömungen, Songtexten und den Biografien maßgeblicher Interpreten verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Phasen: die Entstehung des Rock’n’Roll, die Politisierung der Musik durch die Bürgerrechtsbewegung (Folk) und den Übergang zur anspruchsvolleren Rockmusik Mitte der sechziger Jahre.
Wichtige Begriffe sind Popmusik, Kulturwandel, politischer Protest, Generationskonflikt und der Wandel von kollektiven Werten hin zu einer neuen Subjektivität.
Das Attentat markierte für Dylan das Ende seines naiven Optimismus. Er zog sich infolgedessen von expliziten politischen Protestbotschaften zurück und wandte sich einer abstrakteren, surrealistischen Lyrik zu.
Der Song dient als „Zeitreise“, die rückblickend die musikalische und gesellschaftliche Geschichte der fünfziger und sechziger Jahre reflektiert und das Ende der Ära des traditionellen Rock’n’Roll thematisiert.
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