Magisterarbeit, 2003
115 Seiten, Note: 1.0
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Religiosität Ottos III. im Kontext der gesellschaftlichen Erwartungen und seines persönlichen Anspruchs zu untersuchen. Sie beleuchtet, wie der Kaiser durch seine Erziehung, seine Zeit und seine Vorbilder geprägt wurde und wie sich seine Religiosität in seinen Handlungen und Einstellungen niederschlug.
Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Erforschung der mittelalterlichen Religiosität und stellt die Person Ottos III. als Untersuchungsobjekt vor. Sie definiert die Forschungsfrage und skizziert die Zielsetzung der Arbeit.
Kapitel 1 behandelt die religiöse Sozialisation Ottos III. Es werden die prägenden Einflüsse seiner Zeit, insbesondere die monastische Spiritualität, die Eremitenbewegung und die Endzeiterwartung, dargestellt. Des Weiteren werden die Erziehung Ottos III. durch Hofkapelle, Lehrer und Beichtväter sowie die Erwartungen an einen christlichen Herrscher in diesem Kontext beleuchtet.
Kapitel 2 analysiert die persönliche Religiosität Ottos III. Es werden Quellen, wie z. B. zeitgenössische Autoren und Selbstzeugnisse, ausgewertet, um ein Bild von Ottos religiösen Einstellungen zu gewinnen. Die konkrete Ausformung seiner Religiosität wird anhand von Handlungen wie der Anfertigung von Handschriften, der Beziehung zu bedeutenden religiösen Persönlichkeiten, der Stiftungstätigkeit und der Askese untersucht.
Religiosität, Otto III., Mittelalter, Monastische Spiritualität, Eremitenbewegung, Endzeiterwartung, Erziehung, Sakralkönigtum, Fürstenspiegel, Handschriften, Stiftungstätigkeit, Heiligenverehrung, Askese, Persönliche Religiosität, Gesellschaftliche Erwartungen.
Seine Frömmigkeit wurde durch die monastische Spiritualität, die Klosterreformen von Cluny und Lothringen sowie die aufblühende Eremitenbewegung in Italien beeinflusst.
Die Hofkapelle und Gelehrte wie Gerbert von Aurillac prägten seine christliche Erziehung und vermittelten ihm das Ideal des sakralen Königtums.
Otto III. zeigte ein starkes Sündenbewusstsein, suchte die Nähe zu Eremiten wie Romuald von Camaldoli und unternahm Bußwallfahrten.
Es ist die Vorstellung, dass der Herrscher als Stellvertreter Christi auf Erden fungiert, was Otto III. durch seine Renovatio Imperii-Pläne religiös untermauerte.
Ja, er förderte die Stiftungstätigkeit und zeigte eine tiefe Verehrung für Heilige, was sich auch in der Anfertigung prächtiger religiöser Handschriften widerspiegelte.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Intensivierung der Endzeiterwartung eine Antriebsfeder für sein aktives religiöses Handeln war.
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