Bachelorarbeit, 2009
127 Seiten, Note: 1,3
TEIL 1: GRUNDSÄTZLICHE WIRKUNGSZUSAMMENHÄNGE VON HUMOR UND WERBUNG
1 EINFÜHRUNG
1.1 Situation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 DER HUMOR
2.1 Was ist Humor?
2.2 Theoretische Ansätze zur Humorentstehung
2.2.1 Inkongruenztheorie
2.2.2 Ambivalenztheorie
2.2.3 Entlastungstheorie
2.2.4 Überlegenheits- und Aggressionstheorie
2.3 Humortechniken
2.4 Subjektivität des Humors
2.5 Humor in der Gesellschaft – ein soziales Phänomen
3 HUMOR IN DER WERBUNG
3.1 Was ist Werbung?
3.1.1 Werbung als Instrument der Kommunikationspolitik im Marketing-Mix
3.1.2 Wirkungsweisen der Werbung auf der Beeinflussungsebene
3.2 Wirkungserscheinungen humoristischer Werbung
3.2.1 Aufmerksamkeit
3.2.2 Verständnis
3.2.3 Erinnerung
3.2.4 Glaubwürdigkeit und Seriosität
3.2.5 Sympathie
3.2.6 Kaufinteresse bzw. Kaufabsicht
3.3 Einflussfaktoren auf die Werbewirkung von Humor
3.3.1 Produktrelevante Faktoren
3.3.2 Personenrelevante Faktoren
3.3.3 Werbegestaltung- und umsetzungsrelevante Faktoren
3.4 Mögliche Risiken beim Einsatz von Humor
3.4.1 Wear-out-Effekt
3.4.2 Vampireffekt
3.5 Zwischenfazit
TEIL 2: DIE EINFLUSS VON KULTUR AUF DIE GESTALTUNG UND UMSETZUNG HUMORVOLLER WERBUNG
4 DER KULTURASPEKT
4.1 Was ist Kultur?
4.2 Kultur als mentale Programmierung
4.3 Operationalisierung der Kultur
4.3.1 Hierarchische Anschauung
4.3.1.1 Das nicht Sichtbare (Concepta)
4.3.1.2 Das Sichtbare (Percepta)
4.3.2 Kulturdimensionen-Modell nach HOFSTEDE
4.3.2.1 Machtdistanz
4.3.2.2 Individualismus versus Kollektivismus
4.3.2.3 Maskulinität versus Femininität
4.3.2.4 Unsicherheitsvermeidung
4.3.2.5 Lang- und Kurzzeitorientierung
4.4 Interkulturelle Kommunikation
5 KULTUR UND WERBUNG
5.1 Kulturelle Einflussfaktoren auf die Werbung
5.2 Standardisierung versus Differenzierung der Werbung
5.3 Werbung als Spiegelbild der Gesellschaft
5.4 Gestaltungselemente in der Werbung
5.4.1 Inhaltliche Gestaltung
5.4.2 Formalgestaltung
5.5 Auswirkungen der Kulturdimensionen auf die Werbung
5.5.1 Machtdistanz
5.5.2 Individualismus versus Kollektivismus
5.5.3 Maskulinität versus Femininität
5.5.4 Unsicherheitsvermeidung
5.5.5 Lang- und Kurzzeitorientierung
6 INTERKULTURELLER VERGLEICH HUMORISTISCHER WERBUNG
6.1 Auswahl der Länder
6.1.1 Daten und Fakten zu den ausgewählten Ländern
6.1.2 Gebrauch von Humor in den ausgewählten Ländern
6.2 Interkultureller Vergleich humorvoller Werbung
6.2.1 USA
6.2.1.1 Kulturdimensionen
6.2.1.2 Produktbezug
6.2.1.3 Inhaltliche Gestaltung bzw. Formalgestaltung
6.2.2 China
6.2.2.1 Kulturdimensionen
6.2.2.2 Produktbezug
6.2.2.3 Inhaltliche Gestaltung bzw. Formalgestaltung
6.3 Zwischenfazit
7 SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Bachelor Thesis untersucht die Rolle von Humor als Stilmittel in der internationalen Werbekommunikation und analysiert, wie kulturspezifische Unterschiede die Wahrnehmung und Wirksamkeit humorvoller Werbung beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Notwendigkeit einer kulturellen Anpassung humorvoller Werbebotschaften, um in unterschiedlichen Wertesystemen erfolgreich zu funktionieren.
3.2.1 Aufmerksamkeit
Bei der Werbeaufnahme befinden sich die Konsumenten bis zu 95 Prozent in einem Low-Involvement-Zustand. Der Ablauf des Werbekonsums kann analog dem hierarchischen Modell der Werbewirkung AIDA (vgl. hierzu Kapitel 3.1.2) beschrieben werden. Erst wenn die Aktivierung der Aufmerksamkeit durch den Reiz einer Werbeanzeige gelingt, durchläuft der Informationsverarbeitungsprozess alle Hierarchien. Die Aktivierung der Aufmerksamkeit ist umso stärker, je mehr kognitive und emotionale Prozesse angeregt werden.
Seit die Informationsüberlastung der Werbelandschaft stetig zunimmt, wurde die humorvolle Werbung zu einem immer interessanteren Instrument, um bei dieser Werbemasse mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen. Kreative und unterhaltende Werbung dieser Art wird vom Konsumenten favorisiert und weckt sein Interesse. Über den aufmerksamkeitsstarken Effekt humorvoller Stimuli sind Werbepraktiker und Marketingforscher größtenteils einer Meinung. Neben den 94 Prozent der Praktiker, die Humor als eine effektive Methode der Aufmerksamkeitserzielung ansehen, glauben 55 Prozent der Wissenschaftler, dass humorvolle Werbung der nicht-humorvollen überlegen ist. Die Annahme eines positiven Einflusses auf die Aufmerksamkeit wird durch diverse empirische Untersuchungen von Zeitschriften-, Fernsehen- sowie Rundfunkwerbung bestätigt.
Die aufmerksamkeitsaktivierende Reaktion auf Humor kann auf dessen involvierende Kraft zurückgeführt und mit Hilfe des gestalt-psychologischen Konzeptes beantwortet werden. Der Empfänger komischer Stimuli „strebt nach Konsistenz und Vollständigkeit, da er seine Umwelt als eine organisierte Gesamtheit wahrnimmt. Dieser psychologische Mechanismus führt dazu, dass er auf kognitiver Ebene versucht, seine Wahrnehmung zu komplettieren, wenn ihm ein unvollständiger oder doppeldeutiger Stimulus präsentiert wird“. Widersprüche werden also vom Menschen nicht einfach akzeptiert, sondern kognitiv von ihm gelöst. Die Aufmerksamkeit baut sich solange in Form von Spannung auf, bis diese gemäß der Release-and-Relief-Theory wieder abgebaut wird. Um die aktivierende Wirkung der Inkongruenzen mehr ausschöpfen zu können, sind zweiteilige Werbesports zu empfehlen. Nach dem ersten Spot bleibt der Rezipient solange im Unklaren, bis seine aufgebaute Aufmerksamkeit bzw. Spannung einige Minuten später im zweiten Teil beseitigt wird.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung der Werbung in gesättigten Märkten und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie deren methodischen Aufbau.
2 Der Humor: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Humors, Humorentstehungstheorien sowie die verschiedenen Humortechniken und deren gesellschaftliche Relevanz.
3 Humor in der Werbung: Das Kapitel analysiert die spezifische Wirkung von Humor in Werbebotschaften, unterteilt in Hierarchiestufen und beleuchtet Chancen sowie Risiken.
4 Der Kulturaspekt: Hier werden die theoretischen Fundamente von Kultur, deren Operationalisierung nach HOFSTEDE und die kulturellen Dimensionen eingehend erörtert.
5 Kultur und Werbung: Dieses Kapitel verknüpft die Kulturdimensionen mit den Gestaltungselementen der Werbung und behandelt die Standardisierung versus Differenzierung von Kampagnen.
6 Interkultureller Vergleich humoristischer Werbung: Ein exemplarischer Vergleich von Werbespots aus den USA und China dient dazu, kulturelle Unterschiede in der Werbepraxis zu identifizieren und zu evaluieren.
7 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf bezüglich des interkulturellen Einsatzes von Humor.
Humor, Werbung, Werbewirkung, Interkulturelles Marketing, Kulturdimensionen, HOFSTEDE, Low-Involvement, Konsumentenverhalten, Werbegestaltung, Inkongruenz, Kommunikation, Werbemedien, Globalisierung, Markenimage, Produktrelevanz
Die Arbeit untersucht die Wirkung und den Einsatz von Humor in der Werbekommunikation unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede und Einflüsse.
Die zentralen Themen sind Humortheorien, die Einordnung von Werbung im Marketing-Mix, Werbewirkungsmodelle, kulturelle Dimensionen nach HOFSTEDE und die interkulturelle Anwendung von humorvollen Werbestrategien.
Das primäre Ziel ist es, Chancen und Risiken humorvoller Werbung aufzuzeigen und zu analysieren, ob und wie diese Werbeform kulturell angepasst werden muss, um in verschiedenen Ländern wirksam zu sein.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Humortheorien und Marketing-Grundlagen sowie einer vergleichenden, exemplarischen Untersuchung von Fernseh-Werbespots aus den USA und China.
Der Hauptteil erörtert zunächst die psychologischen und sozialen Wirkungen von Humor in der Werbung, analysiert Einflussfaktoren (Produkt, Zielgruppe, Medien), erläutert kulturelle Grundlagen und vergleicht abschließend die Umsetzung in zwei unterschiedlichen Märkten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Humor, Werbewirkung, Interkulturelles Marketing, Kulturdimensionen und Konsumentenverhalten charakterisiert.
Humor ist besonders bei Low-Involvement-Produkten effektiv, da diese Produkte weniger kognitive Anstrengung bei der Informationsverarbeitung erfordern und Humor hier als angenehmes aufmerksamkeitsstarkes Instrument fungieren kann.
Die Kultur prägt die Humorpräferenz maßgeblich; während in individualistischen Kulturen oft direkte und alberne Humorformen bevorzugt werden, tendieren kollektivistische Kulturen eher zu subtilem, kontextabhängigem Humor.
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