Examensarbeit, 2010
63 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Werbung
2.1. Funktionen und Ziele der Werbung
2.1.1. Definition
2.1.2. Funktionen
2.1.3. Ziele
2.2. Werbearten
2.2.1. Werbung in Zeitungen
2.2.2. Werbung per Post
2.2.3. Werbung in Anzeigeblättern
2.2.4. Außenwerbung
2.2.5. Werbung im Radio
2.2.6. Werbung im Kino
2.2.7. Onlinewerbung
2.3. Fernsehwerbung
2.3.1. Historischer Abriss
2.3.2. Aufbau eines Werbespots
2.3.3. Vor- und Nachteile von Fernsehwerbung
3. Geschlechterkonstruktion
3.1. Definition Geschlechterrolle / -differenzierung
3.2. Konstruktion von Geschlecht
3.2.1. Soziale Konstruktion
3.2.2. Symbolische Konstruktion
3.3. Geschlechterbilder im Wandel
4. Bemerkungen zum Analyseteil
4.1. Grundlagen
4.2. Aufbau und Herangehensweise
5. Geschlechterbilder in der Werbung
5.1. Geschlechterbilder in den 50er Jahren
5.1.1. Drei Glocken (Frauenbilder)
5.1.2. Coca-Cola (Männerbilder)
5.1.3. Zusammenfassung
5.2. Geschlechterbilder in den 60er Jahren
5.2.1. Dr. Oetker (Frauenbilder)
5.2.2. Miele (Männerbilder)
5.2.3. Zusammenfassung
5.3. Geschlechterbilder in den 70er Jahren
5.3.1. Palmolive (Frauenbilder)
5.3.2. Persil (Männerbilder)
5.3.3. Zusammenfassung
5.4. Geschlechterbilder in den 80er Jahren
5.4.1. Clearasil (Frauenbilder)
5.4.2. Kinderschokolade (Männerbilder)
5.4.3. Zusammenfassung
5.5. Geschlechterbilder in den 90er Jahren
5.5.1. bebe young care (Frauenbilder)
5.5.2. Nimm2 (Männerbilder)
5.5.3. Zusammenfassung
5.6. Geschlechterbilder in den 2000er Jahren
5.6.1. Vorwerk (Frauenbilder)
5.6.2. Melitta (Männerbilder)
5.6.3. Zusammenfassung
6. Schlussbetrachtung
6.1. Darstellungswandel der Frau
6.2. Darstellungswandel des Mannes
6.3. Abschlussfazit
Die Arbeit untersucht den Wandel von Geschlechterrollen in der deutschen Fernsehwerbung über einen Zeitraum von 60 Jahren, ausgehend von der Annahme, dass Werbung als Spiegelbild gesellschaftlicher Wertvorstellungen fungiert.
5.1.2. | Coca Cola (Männerbilder)
Im Zentrum der 45-sekündigen Coca-Cola-Werbung steht ein männlicher Gesangsverein, welcher eine Kneipe betritt und das umworbene koffeinhaltige Erfrischungsgetränk bestellt. Alle Protagonisten in diesem Spot drücken sich ausschließlich in gesungener Form aus. Lediglich der Sprecher des Einspielers spricht – allerdings in Reimen. Demnach wird in diesem Werbefilm versucht, wie auch schon im Spot zuvor, mithilfe eines Liedes im Gedächtnis der ZuschauerInnen zu bleiben und ein gutes Gefühl für das werbende Produkt zu schaffen. Während des ganzen Werbespots befinden wir uns in diesem Lokal, wobei zwischen zwei Standorten innerhalb dieser Lokalität gewechselt wird: der Theke und dem Klavier. Nachdem der Wirt die Getränke ausgeteilt hat, stimmt der Männerchor spontan ein Lied über Coca Cola an. In diesem Gesangsstück werden die Vorzüge des zu bewerbenden Produktes dargestellt und es wird verdeutlicht, dass Coca Cola den Lebensalltag bereichert und einen Genuss des Trinkens darstellt.
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Geschlechterdarstellung in der Werbung und Definition der Forschungsfragen.
2. Werbung: Theoretische Grundlagen zu Funktionen, Zielen und Arten der Werbung, mit Fokus auf die spezifischen Merkmale von Fernsehwerbung.
3. Geschlechterkonstruktion: Erläuterung der Begriffe Geschlechterrolle und Differenzierung sowie Analyse der sozialen und symbolischen Konstruktion von Geschlecht.
4. Bemerkungen zum Analyseteil: Beschreibung des methodischen Aufbaus und der Herangehensweise bei der Untersuchung der ausgewählten Werbespots.
5. Geschlechterbilder in der Werbung: Analyse konkreter Werbebeispiele pro Jahrzehnt von den 1950er bis in die 2000er Jahre, unterteilt nach Frauen- und Männerbildern.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit über den beobachteten Wandel der Geschlechterkonstruktionen über 60 Jahre in der Fernsehwerbung.
Fernsehwerbung, Geschlechterkonstruktion, Geschlechterrolle, Stereotype, Werbeforschung, Rollenwandel, Identität, Sozialisation, TV-Spots, Männlichkeitsbild, Frauenbild, Medienanalyse, Alltagsdarstellung, Wertewandel, Konsumentenverhalten.
Die Arbeit analysiert, wie sich die Darstellung von Männern und Frauen in der deutschen Fernsehwerbung im Zeitraum von 1950 bis 2010 verändert hat.
Im Zentrum stehen die Konzepte der Geschlechterkonstruktion, der Wandel gesellschaftlicher Rollenbilder und deren Spiegelung durch die Werbeindustrie.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziale und kulturelle Veränderungen in Deutschland die filmische Darstellung von Geschlechtern beeinflusst haben.
Die Autorin kombiniert einen historischen Abriss mit einer qualitativen Analyse ausgewählter Werbespots, um den Wandel der Geschlechterbilder pro Dekade aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Werbespots aus verschiedenen Jahrzehnten, wobei jeweils ein geschlechtsspezifischer Fokus auf die Konstruktion der Leitfiguren gelegt wird.
Wichtige Begriffe sind Fernsehwerbung, Geschlechterrolle, Stereotype, Rollenwandel, soziale Konstruktion und Medienanalyse.
Der Mann entwickelte sich vom traditionellen Ernährer und Patriarchen hin zum partnerschaftlichen, fürsorglichen Typ, der sich aktiv im Haushalt und bei der Kindererziehung engagiert.
Die Frau trat aus der rein häuslichen Rolle der Hausfrau und Mutter heraus und wird zunehmend als selbstbewusste, berufstätige Persönlichkeit dargestellt, die Familie und Karriere vereinbart.
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