Bachelorarbeit, 2023
59 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland
2.1 Entstehung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland
2.2 Wechselwirkungen zwischen gesetzlichem Mindestlohn und Tariflohn
2.3 Kaitz-Index
3. Lohnbildung in theoretischen Modellen
3.1 Neoklassische Theorie
3.2 Der Fall des Monopsons
3.3 Keynesianische Theorie
4. Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Lohnstruktur
4.1 Auswirkungen auf die Stundenlöhne
4.2 Auswirkungen auf die Arbeitszeit und Monatslöhne
4.3 Auswirkungen auf die Lohnungleichheit
4.3.1 Gender-Pay-Gap
4.3.2 Ost-West-Ungleichheit
4.3.3 Spillover-Effekte
5. Schlussfolgerung und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie der seit 2015 bestehende gesetzliche Mindestlohn die Lohnstruktur in Deutschland verändert hat. Dabei wird analysiert, welchen Einfluss die Lohnuntergrenze auf die Entwicklung von Stunden- und Monatslöhnen ausübt und welche Effekte auf die Lohnungleichheit – insbesondere in Bezug auf sektorale und regionale Disparitäten – feststellbar sind.
3.1 Neoklassische Theorie
Die neoklassische Theorie der Lohnfindung betrachtet den Arbeitsmarkt im Grunde wie den Markt eines Gutes (vgl. Heise 2022, S. 210). Dabei steht die Theorie von Angebot und Nachfrage im Mittelpunkt. Denn das Güterangebot und die Güternachfrage sind eng miteinander verknüpft und bestimmen den Preis des Gutes auf dem Gütermarkt. Dort, wo Angebot und Nachfrage sich treffen, befindet sich der Gleichgewichtspreis. Steigt zum Beispiel die Nachfrage, so sieht man eine Verschiebung der Nachfragekurve entlang der Angebotskurve nach oben. Folglich steigt auch der Gleichgewichtspreis. Durch den gestiegenen Preis produzieren die gewinnorientierten Unternehmen mehr, da sie ihren Gewinn jederzeit im Sinne des Homo oeconomicus maximieren wollen. Entsprechend sieht man einen Rückgang des Angebots, wenn die Nachfrage sinkt (vgl. z.B. Mankiw & Taylor 2018, S. 76 f.).
Anhand dieses Standardmodells leitet die neoklassische Theorie das Arbeitsmarktmodell her (vgl. Heise 2022, S. 210). Dabei sprich man nunmehr von Arbeit und nicht mehr von einem Gut, das gehandelt wird. Darüber hinaus wird aus der Nachfrage eines Gutes die Nachfrage nach Arbeit bzw. die Arbeitsnachfrage und das Angebot eines Gutes wird zum Angebot von Arbeit bzw. zum Arbeitsangebot (vgl. Landmann & Jerger 1999, S. 60 f.). Der Preis, den Angebot und Nachfrage im Zusammenspiel bewirken, wird nun Lohn genannt. Dementsprechend zeigt die Arbeitsnachfragekurve an, wie viel Arbeit die Unternehmen bereit sind, bei einem gegebenen Lohnsatz einzukaufen (vgl. Heise 2022, S. 211). Entsprechend zeigt die Arbeitsangebotskurve an, wie viel Arbeit die Haushalte bereit sind, bei einem gegebenen Lohnsatz anzubieten (vgl. ebd.).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des seit 2015 bestehenden Mindestlohngesetzes ein, benennt die zentrale Forschungsfrage nach der Veränderung der Lohnstruktur und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland: Es wird die Entstehung des Mindestlohns, die Rolle der Mindestlohnkommission sowie die methodische Grundlage zur Bestimmung der Angemessenheit durch den Kaitz-Index beschrieben.
3. Lohnbildung in theoretischen Modellen: Hier wird der theoretische Rahmen durch eine Analyse des neoklassischen Modells, des Monopsons und der keynesianischen Theorie aufgespannt.
4. Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Lohnstruktur: Dieses Kapitel prüft fundiert die Effekte des Mindestlohns auf Stundenlöhne, Arbeitszeiten, Monatslöhne sowie die geschlechtsspezifische und regionale Lohnungleichheit.
5. Schlussfolgerung und Ausblick: Diese Sektion fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die ökonomische Wirkung des Mindestlohns auf die deutsche Lohnstruktur sowie die zukünftigen politischen Herausforderungen.
Gesetzlicher Mindestlohn, MiLoG, Lohnstruktur, Tarifautonomie, Neoklassik, Monopson, Keynesianische Theorie, Stundenlohn, Monatslohn, Gender-Pay-Gap, Ost-West-Ungleichheit, Spillover-Effekte, Niedriglohnsektor, Mindestlohnkommission, Beschäftigungseffekte
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf die Struktur der Löhne in Deutschland seit dessen Einführung im Jahr 2015.
Im Fokus stehen die Entwicklung von Stunden- und Monatslöhnen, die Lohnungleichheit sowie die Wirkungsweisen durch Spillover-Effekte.
Das Ziel ist es, zu klären, inwiefern der Mindestlohn die Lohnstruktur verändert hat, unter Berücksichtigung sowohl theoretischer Modelle als auch empirischer Daten.
Die Arbeit analysiert die Thematik anhand des neoklassischen Arbeitsmarktmodells, der Theorie des Monopsons und der keynesianischen Theorie.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die empirische Untersuchung der Lohnentwicklung, der Auswirkungen auf die Arbeitszeitgestaltung sowie spezifischer Ungleichheiten wie dem Gender-Pay-Gap.
Wichtige Begriffe sind Mindestlohngesetz, Tarifautonomie, Spillover-Effekte, Lohnungleichheit und Beschäftigungseffekte.
Das Monopson-Modell wird als theoretischer Gegenentwurf zur Neoklassik genutzt, um zu erklären, warum ein Mindestlohn in bestimmten Marktsituationen Beschäftigungseffekte erzielen kann.
Ja, die Arbeit thematisiert, dass die Betroffenheitsquoten und die Lohnsteigerungen aufgrund regionaler Lohn- und Preisniveauunterschiede in den ostdeutschen Bundesländern teils deutlich ausgeprägter ausfielen.
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