Diplomarbeit, 2002
78 Seiten, Note: 1.3
1 Die Rolle kleinerer Flughäfen im Interkontinentalverkehr als Untersuchungsgegenstand
1.1 Problemstellung
1.2 Begriffserklärungen und Abgrenzungen
1.2.1 Interkontinentalverkehr
1.2.2 Kleinere Flughäfen
1.3 Ziel und Gang der Untersuchung
2 Die Akquisition von Langstreckenverkehren als strategische Herausforderung für das Marketing kleinerer Verkehrsflughäfen
2.1 Die Generierung neuer und Sicherung bestehender Flugverbindungen als Hauptaufgabe des Flughafenmarketings
2.2 Die besondere Attraktivität interkontinentaler Direktflüge aus Flughafensicht
2.2.1 Vorbemerkung
2.2.2 Betriebswirtschaftliche Vorteile interkontinentaler Flugverbindungen
2.2.2.1 Höhere Verkehrseinnahmen
2.2.2.2 Höhere kommerzielle Einnahmen
2.2.3 Regionalwirtschaftliche Vorteile interkontinentaler Flugverbindungen
2.3 Das aktuelle Interkontinental-Flugangebot kleinerer Flughäfen
2.4 Resultierender Handlungsbedarf für das Marketing kleinerer Flughäfen
3 Erklärungsansätze für die Anwendung von Hub-and-Spoke-Netzen durch internationale Linienfluggesellschaften
3.1 Arten von Airline-Netzwerken
3.1.1 Liniennetz
3.1.2 Rasternetz
3.1.3 Hub-and-Spoke-Netz
3.2 Beurteilung von Hub-and-Spoke-Netzen aus Sicht der Fluggesellschaften
3.2.1 Betriebswirtschaftliche Vorteile von Hub-and-Spoke-Verbindungen im Vergleich zu Direktflügen
3.2.1.1 Vorbemerkung
3.2.1.2 Produktionsbezogene Vorteile
3.2.1.2.1 Economies of Density
3.2.1.2.2 Economies of Scale
3.2.1.2.3 Economies of Scope
3.2.1.3 Absatz- und strategiebezogene Vorteile
3.2.1.3.1 Angebotserweiterung
3.2.1.3.2 Errichtung von Markteintrittsbarrieren
3.2.1.3.3 Drehkreuzfunktion in Allianzen
3.2.2 Grenzen von Hub-and-Spoke-Netzen
3.2.2.1 Höhere operative Kosten
3.2.2.2 Höhere Reisedauer
3.2.2.3 Kapazitätsengpässe
3.2.2.4 Verspätungsanfälligkeit
3.2.2.5 Gefahr der Beförderung zu Grenzkosten
3.2.3 Zusammenfassende Betrachtung
4 Einflussfaktoren auf die Positionierung kleinerer Flughäfen im Interkontinentalverkehr
4.1 Externe Einflussfaktoren
4.1.1 Kapazitätsentwicklung an den Hubs
4.1.2 Lokale Nachfrage
4.1.3 Wettbewerbssituation der Fluggesellschaften und Reiseveranstalter
4.1.3.1 Zunahme von Codeshare-Diensten durch Partnerairlines in Allianzen
4.1.3.2 Wegfall potentieller Interline-Partner
4.1.3.3 Angebotsstrategien der Reiseveranstalter
4.1.4 Politische Mitwirkungsbereitschaft
4.2 Unternehmensindividuelle Faktoren
4.2.1 Interkontinentaltauglichkeit der Infrastruktur
4.2.2 Nachtflugerlaubnis
4.2.3 Landseitige Anbindung
4.2.4 Gestaltungsmaßnahmen im Rahmen des Marketing
4.2.4.1 Die Notwendigkeit eines aktiven Marketings zur Generierung von Interkontinentalverbindungen
4.2.4.2 Gebührensenkungen für Interkontinentalflüge
4.3 Zusammenfassende Beurteilung der Einflussfaktoren
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die aktuelle Positionierung kleinerer Flughäfen im Interkontinentalverkehr und untersucht, welche Einflussfaktoren die Chancen dieser Flughäfen zur Generierung neuer Langstreckenverbindungen verbessern können, um ihre strategische Marktstellung nachhaltig zu stärken.
Die besondere Attraktivität interkontinentaler Direktflüge aus Flughafensicht
Flughäfen und ihre Regionen sind besonders an der Generierung von Interkontinentalflügen interessiert, da diese im Vergleich zu Kurz- und Mittelstreckenflügen für die angeflogenen Flughäfen und deren Regionen in betriebs- und volkswirtschaftlicher Hinsicht besonders vorteilhaft sind. Das Beschaffungsmarketing interkontinentalverkehrstauglicher Flughäfen sollte sich daher auf die Generierung neuer Langstreckenflüge konzentrieren.
Die betriebswirtschaftlichen Vorteile von Interkontinentalflügen für die angeflogenen Flughäfen drücken sich in Mehreinnahmen im Aviation- wie im Non-Aviation-Bereich aus und resultieren hauptsächlich aus im Vergleich zu kürzeren Flügen größeren Flugzeugtypen, höheren Passagierzahlen pro Flug und einer längeren Verweildauer der Passagiere und Besucher im Flughafen. Die volks- bzw. regionalwirtschaftlichen Vorteile von Interkontinentalflügen schlagen sich in einem tendenziell größeren „Economic Impact“ als im Kurz- und Mittelstreckenverkehr nieder. Darunter versteht man die Raumwirkung der Flugverbindungen eines Flughafens auf die Region, wobei direkte, indirekte und induzierte Effekte unterschieden werden. Darüber hinaus ist nicht zu vernachlässigen, dass Langstreckenverkehre aufgrund ihrer Bedeutung für die Region positiv zum Image eines Flughafens beitragen.
1 Die Rolle kleinerer Flughäfen im Interkontinentalverkehr als Untersuchungsgegenstand: Einführung in das Thema mit Fokus auf die Problemstellung, Definitionen relevanter Begriffe sowie Darstellung der Zielsetzung der Untersuchung.
2 Die Akquisition von Langstreckenverkehren als strategische Herausforderung für das Marketing kleinerer Verkehrsflughäfen: Erläuterung der Bedeutung von Interkontinentalflügen für die betriebs- und regionalwirtschaftliche Entwicklung sowie Analyse des aktuellen Status quo kleinerer Airports.
3 Erklärungsansätze für die Anwendung von Hub-and-Spoke-Netzen durch internationale Linienfluggesellschaften: Analyse der Struktur von Airline-Netzwerken und Untersuchung der betriebswirtschaftlichen Vorteile sowie der strategischen Grenzen von Hub-Systemen.
4 Einflussfaktoren auf die Positionierung kleinerer Flughäfen im Interkontinentalverkehr: Detaillierte Untersuchung externer und unternehmensindividueller Faktoren, die darüber entscheiden, ob kleinere Flughäfen erfolgreich neue Langstreckenverbindungen aufbauen können.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Bewertung der künftigen Entwicklungschancen für kleinere Flughäfen in einem von Hub-Systemen dominierten Markt.
Flughafenmarketing, Interkontinentalverkehr, Hub-and-Spoke-System, Langstreckenflüge, Sekundärflughäfen, Luftverkehrsallianzen, Economic Impact, Markteintrittsbarrieren, Luftverkehrsabkommen, Standortattraktivität, Infrastruktur, Fluggesellschaften, Passagieraufkommen, Slotmanagement, Standortpolitik.
Die Arbeit untersucht die marktstrategische Positionierung kleinerer Flughäfen im globalen Interkontinentalverkehr und analysiert, wie diese trotz der starken Konzentration auf große Drehkreuze (Hubs) neue Langstreckenverbindungen generieren können.
Im Zentrum stehen die betriebswirtschaftlichen und regionalen Vorteile von Langstreckenflügen, die Funktionsweise von Airline-Netzwerken sowie externe und interne Erfolgsfaktoren für die Akquisition solcher Verbindungen durch kleinere Airports.
Das Ziel ist es, auf Basis einer Analyse der aktuellen Marktsituation und der Netzwerkstrategien großer Fluggesellschaften Empfehlungen für das Marketing kleinerer Flughäfen abzuleiten, um deren Chancen im Langstreckenbereich zu evaluieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der Netzwerkökonomie des Luftverkehrs, der Auswertung statistischer Daten zum Passagieraufkommen sowie einer Untersuchung politischer und unternehmensindividueller Einflussfaktoren auf Basis bestehender Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Herausforderungen für das Flughafenmarketing, die Untersuchung von Hub-and-Spoke-Systemen als Wettbewerbsbarriere sowie die detaillierte Ermittlung von Einflussfaktoren wie Kapazitätsengpässe an Hubs, lokale Nachfrage und politische Mitwirkungsbereitschaft.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Flughafenmarketing, Interkontinentalverkehr, Hub-and-Spoke-System, Langstreckenflüge, Sekundärflughäfen sowie strategische Standortfaktoren.
Der Economic Impact dient dazu, den volks- und regionalwirtschaftlichen Nutzen von Interkontinentalflügen gegenüber Kurzstreckenverbindungen zu quantifizieren, was als zentrales Argument in der Kommunikation mit der Politik und bei der Akquisition von Fluggesellschaften dient.
Die Politik ist entscheidend, da bilaterale Luftverkehrsabkommen die Anflugrechte festlegen. Die Arbeit zeigt, dass erfolgreiches Lobbying und politikgerichtetes Marketing maßgeblich dazu beitragen können, dass kleinere Flughäfen als Anflugpunkte in internationale Abkommen aufgenommen werden.
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