Diplomarbeit, 2009
93 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Generelle Trends und wesentliche Determinanten des demographischen Wandels in Deutschland
2.1 Mortalität
2.2 Fertilität
2.3 Migration
3. Konsequenzen des demographischen Wandels für die Bankleistungsnachfrage einer regional tätigen Bank
3.1 Veränderung der Nachfragerstruktur
3.2 Auswirkungen auf die Gestaltung der Finanzberatung
3.3 Auswirkungen auf die Produktnachfrage
3.3.1 Lebensphasenmodell als Grundlage zur Erklärung der altersspezifischen Produktnachfrage
3.3.2 Auswirkungen auf das Aktivgeschäft
3.3.3 Auswirkungen auf das Passivgeschäft
3.3.4 Auswirkungen auf den Immobilienmarkt
3.4 Auswirkungen auf die Vertriebswegepolitik
3.5 Praxisbeispiel der Nassauischen Sparkasse
4. Relevante Entscheidungsparameter für die Marktbearbeitung im Retail Banking
4.1 Phasen des Bankmarketing
4.2 Ansätze zur Kundensegmentierung
4.3 Produktpolitik
4.3.1 Leistungsartenpolitik
4.3.2 Leistungsprogrammpolitik
4.4 Vertriebspolitik
4.4.1 Stationärer Vertrieb
4.4.2 Ambulanter Vertrieb
4.4.2.1 Bankeigener Außendienst
4.4.2.2 Bankunabhängiger Außendienst
4.4.3 Direktvertrieb
4.4.3.1 Telefonbanking
4.4.3.2 Onlinebanking
4.5 Kommunikationspolitik
4.6 Preispolitik
5. Gestaltungsempfehlungen für eine demographiegerechte Neuausrichtung der Marktbearbeitung im Retail Banking einer regional tätigen Bank
5.1 Demographische Ausgangsanalyse in Deutschland
5.2 Empfehlungen für die Kundensegmentierung und Zielgruppenansprache
5.3 Empfehlungen für die Vertriebswegepolitik
5.3.1 Gestaltung der Geschäftsräume
5.4 Empfehlungen für die Produktpolitik
5.4.1 Private Altersvorsorge
5.4.2 Vermögensanlage
5.4.3 Erbschaft und Vermögensübertragung
5.4.4 Altersgerechtes Wohnen
5.5 Empfehlungen für die Kommunikationspolitik
5.5.1 Werbung
5.6 Empfehlungen für die Preispolitik
5.7 Resümee: Anforderungen an eine demographiegerechte Marktbearbeitung im Retail Banking einer Regionalbank
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf das Retail Banking von Regionalbanken in Deutschland. Ziel ist es, Regionalbanken für diese Herausforderung zu sensibilisieren und praxisorientierte Handlungsempfehlungen für die strategische Neuausrichtung ihrer Marktbearbeitung zu entwickeln.
3.1 Veränderung der Nachfragerstruktur
Bevor darauf eingegangen wird, welche Auswirkungen der demographische Wandel auf die Finanzberatung und die Produktnachfrage hat, soll zunächst die Veränderung der Nachfragerstruktur dargestellt werden.
Anhand einer repräsentativen Umfrage soll verdeutlicht werden, welche Bedürfnisse die ältere Generation hat und auf welche Aspekte sie in Bezug auf die Beziehung zur Hausbank Wert legt.
Bereits in den 80er- und 90er Jahren wurden seitens der Unternehmen Marketingkonzepte ins Leben gerufen, um den Seniorenmarkt für sich zu gewinnen. Doch die damaligen Versuche schlugen fehl. Hauptgrund dafür ist, dass keine Zielgruppe so heterogen ist wie das Segment „50plus“.
Bei der Zielgruppe der sogenannten „Best Ager“ spricht man von Personen im Alter zwischen 50 und 90 Jahren - also insgesamt 40 Jahrgängen, die sich in Bezug auf medizinische, ökonomische sowie sozialpsychologische Faktoren stark unterscheiden. So befindet sich innerhalb dieser Zielgruppe beispielsweise ein berufstätiger verheirateter Mittfünfziger, ein komfortabel lebender 70-Jähriger mit hohen laufenden Kapitaleinkünften, aber auch eine alleinstehende, permanent bettlägrige und an der Armutsgrenze lebende 80-jährige Frau.
Diese großen Unterschiede innerhalb der „Best Ager“ stellen Banken vor große zukünftige Herausforderungen.
1. Einleitung: Einführung in die demographischen Herausforderungen in Deutschland und die Relevanz für regional tätige Bankinstitute.
2. Generelle Trends und wesentliche Determinanten des demographischen Wandels in Deutschland: Detaillierte Betrachtung der Faktoren Mortalität, Fertilität und Migration als Treiber der demographischen Dynamik.
3. Konsequenzen des demographischen Wandels für die Bankleistungsnachfrage einer regional tätigen Bank: Untersuchung der Auswirkungen auf Nachfragerstruktur, Finanzberatung, Produktnachfrage und das Immobiliensegment unter Berücksichtigung der Nassauischen Sparkasse.
4. Relevante Entscheidungsparameter für die Marktbearbeitung im Retail Banking: Erläuterung der klassischen Marketing-Instrumente und deren Anwendung im modernen Bankmarketing.
5. Gestaltungsempfehlungen für eine demographiegerechte Neuausrichtung der Marktbearbeitung im Retail Banking einer regional tätigen Bank: Konkrete Handlungsempfehlungen für die Marktbearbeitung im Seniorensegment, inklusive Vertrieb, Produkt- und Kommunikationspolitik.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf den notwendigen Wandel in den Kundenbeziehungen der Banken.
Demographischer Wandel, Retail Banking, Regionalbanken, Seniorenmarkt, Best Ager, Finanzberatung, Kundensegmentierung, Produktpolitik, Vertriebswegepolitik, Marketing-Mix, Altersvorsorge, Vermögensanlage, Immobilienmarkt, Nassauische Sparkasse, Bankmarketing.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des demographischen Wandels auf das Retail Banking von regional tätigen Banken in Deutschland und erarbeitet Strategien für die Marktbearbeitung.
Die zentralen Themen umfassen den demographischen Wandel in Deutschland, dessen Konsequenzen für die Bankleistungsnachfrage sowie die Optimierung von Marketing-Instrumenten für das Seniorensegment.
Das Ziel ist es, Regionalbanken für den demographischen Wandel zu sensibilisieren und praxisgerechte Empfehlungen für Kernbereiche der Marktbearbeitung zu geben.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, ökonomische Modelle (z.B. Lebensphasenmodell) und die Auswertung von Praxisbeispielen, insbesondere der Nassauischen Sparkasse.
Im Hauptteil werden neben den demographischen Determinanten die Auswirkungen auf das Aktiv- und Passivgeschäft sowie den Immobilienmarkt beleuchtet und Marketing-Strategien für den demographiegerechten Vertrieb sowie die Produkt- und Preispolitik abgeleitet.
Demographischer Wandel, Seniorenmarketing, Retail Banking, Regionalbanken, Finanzberatung, Altersvorsorge, Vermögensmanagement.
Die Zielgruppe „Best Ager“ (50 bis 90 Jahre) ist äußerst heterogen bezüglich ökonomischer, medizinischer und sozialpsychologischer Faktoren, was eine spezifische, individuelle Ansprache erforderlich macht.
Senioren bevorzugen häufig den persönlichen Kontakt und die aktive Kommunikation in der Filiale, da sie modernen digitalen Bankwegen teils misstrauen und komplexe Finanzprodukte eine persönliche Beratung erfordern.
Es dient als theoretische Grundlage, um das wechselnde Finanzbedürfnis eines Kunden über die verschiedenen Lebenszyklen hinweg zu verstehen und die Produktberatung entsprechend zu strukturieren.
Der Fokus sollte weg von der reinen Finanzierung hin zu Beratungsansätzen für Modernisierung, energetische Sanierung und eventuelle Vermögensverwertung (z.B. „Reverse Mortgage“) verschoben werden.
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