Bachelorarbeit, 2009
75 Seiten, Note: 2,3
A Einleitende Gedanken
A.1 Definition der Schlüsselbegriffe „Mandat“ und „Steuerungs- und Kontrollmechanismen“
A.1.1 Definition des Schlüsselbegriffs „Mandat“
A.1.2 Definition des Schlüsselbegriffs „Steuerungs- und Kontrollmechanismen“
A.2 Hypothesenentwicklung
A.3 Erläuterung der Vorgehensweise
B Hauptteil
B.1 Wissenschaftliche Überlegungen zum Thema
B.1.1 Begründung des politikwissenschaftlichen Erkenntnisinteresses
B.1.2 Stand der Forschung auf diesem Politikfeld
B.1.3 Verortung der Fragestellung innerhalb der Politikwissenschaften
B.1.4 Erarbeitung der theoretischen Rahmenbedingungen für die Analyse
B.1.5 Grundüberlegungen zur Prinzipal-Agent-Theorie und Neuen Politischen Ökonomie
B.2 Das Kosovo im Überblick
B.2.1 Strukturdaten des Kosovos
B.2.2 Kurzer Abriss der Ereignisse im Kosovo von 1999 bis 2009
B.2.3 Verortung des Kosovokonflikts innerhalb der Kriegstypologien
B.3 Gedanken über permanent existierende Steuerungs- und Kontrollmechanismen auf internationaler Ebene
B.3.1 Das Humanitäre Völkerrecht, ein Steuerungs- und Kontrollmechanismus?
B.3.2 Die Medien als Steuerungs- und Kontrollmechanismus
B.3.3 Resümee der auf internationaler Ebene
B.4 Präsentation der Hauptakteure in Rahmen dieser Untersuchung
B.4.1 Die UNO und das Leitbild der UNO
B.4.1.1 Entschlussfassung im UN-Sicherheitsrat
B.4.1.2 Skizzierung der Rahmenbedingungen, unter denen die UN Resolution 1244 gefällt worden ist
B.4.1.3 Auflistung, der für die NATO relevante Inhalte der UN-Resolution 1244
B.4.1.4 Alternativen zum Mandat
B.4.1.5 Analyse des Auftraggebers UNO und der Vergabe des Auftrags in Form eines Mandats
B.4.2 Die NATO
B.4.2.1 Leitbild der NATO
B.4.2.2 Beschlussfassungen im Nordatlantikrat
B.4.2.3 Doppelrolle der NATO aus Auftragnehmer und Auftraggeber
B.4.2.4 Wie setzt die NATO das Mandat inhaltlich um?
B.4.2.5 Analyse der Steuerungs- und Kontrollmechanismen die auf den Akteur „NATO“ einwirken
B.4.3 Die Bundesrepublik Deutschland
B.4.3.1 Ziele der Bundesrepublik Deutschland im Kosovokonflikt
B.4.3.2 Analyse der Akteurskonstellation „UNO – Bundesrepublik “ aus der Prinzipal-Agent-Perspektive
B.4.3.3 Analyse der Inhalte des Antrags der Deutschen Bundesregierung Nr. 14/1133
B.4.3.4 Analyse der Einstellung der Medien und Repräsentanten der öffentlichen Meinung zur KFOR-Mission
B.4.3.5 Fazit der Analyse des Akteurs Bundesrepublik Deutschland
B.4.4 Die Bundeswehr und das Leitbild der Bundeswehr
B.4.4.1 Das Deutsche Einsatzkontingent
B.4.4.2 Steuerungs- und Kontrollmechanismen der NATO
B.4.4.3 Nationale Steuerungs- und Kontrollmechanismen
B.4.4.4 Fazit der Analyse der Steuerungs- und Kontrollmechanismen für das Deutsche Einsatzkontingent
B.5 Die Märzunruhen des Jahres 2004
B.5.1 Ursache und Ablauf der Märzunruhen
B.5.2 Beschreibung der Unruhen am 17./18.03.2004 in Prizren
B.5.3 Analyse und Fazit der Ursachensuche bei den Steuerungs- und Kontrollmechanismen
B.5.4 Verbesserung des Steuerungs- und Kontrollmechanismus durch Nachbesserungen
B.6 Zusammenfassung
B.6.1 Akteur UNO
B.6.2 Akteur NATO
B.6.3 Akteur Bundesrepublik Deutschland
B.6.4 Akteur Deutsches Einsatzkontingent
C Abschließende Gedanken
Die Arbeit untersucht die Effizienz und Effektivität von Steuerungs- und Kontrollmechanismen bei internationalen Friedensmissionen am Beispiel der KFOR-Mission im Kosovo. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob den beteiligten Akteuren (UNO, NATO, Bundesrepublik Deutschland, Bundeswehr) durch das Mandat der UN-Resolution 1244 ein „Freibrief“ für ihr Handeln erteilt wurde oder ob effektive Mechanismen der Steuerung und Kontrolle existieren.
A.1.1 Definition des Schlüsselbegriffs „Mandat“
Der Begriff Mandat kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „Vollmacht“ oder „Auftrag“. Die Römer verbanden damit, dass ein Auftragnehmer (Mandatar) für einen Auftragnehmer (Mandant) ein übertragenes Geschäft für ihn unentgeltlich ausführte (vgl.: dtv Lexikon Bd.11: 231-232). Eine Definition aus dem politikwissenschaftlichen Bereich definiert „Mandat“ sinngemäß als eine schriftliche verbriefte Vollmacht (engl. = authorization (Longman: 58)), die ein Auftragnehmer von einem Auftraggeber erhält, um eine bestimmte Aufgabe selbständig im Sinne des Auftraggebers zu erledigen (vgl.: Klein/Schubert: 190). Das Schlüsselwort „selbständig“ impliziert erst einmal, dass der Auftraggeber gegenüber dem Auftragnehmer großes Vertrauen in seine Kompetenzen und Loyalität hat. Beide Definitionen enthalten keine direkten Hinweise auf Steuerungs- und Kontrollmechanismen, die aus den Vertragsinhalten und Vertragszwecken herausresultieren. Ob diese Überlegungen von Hobbes und Rousseau ein direkter Gegenentwurf zu Machiavellis „Il Principe“ (vgl.: Machiavelli) sind, kann an dieser Stelle nicht geklärt werden. Fest steht jedoch, dass ein gewisses Misstrauen bezüglich der Verlässlichkeit und Treue von Akteuren existiert. Dieses Spannungsfeld bildet die Grundlage für die folgende Untersuchung von korporativen Akteuren auf internationaler Ebene in der Gegenwart.
A Einleitende Gedanken: Einführung in die Thematik der Steuerungs- und Kontrollmechanismen in internationalen Verträgen sowie Herleitung der Fragestellung und Hypothesenentwicklung.
B Hauptteil: Detaillierte Analyse der wissenschaftlichen Grundlagen, des Kosovokonflikts, internationaler Steuerungsmechanismen und der spezifischen Akteurskonstellationen sowie Untersuchung der Märzunruhen 2004.
C Abschließende Gedanken: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, Verneinung der Freibrief-These für KFOR und Fazit zur Funktionsweise von Steuerungsmechanismen in der internationalen Politik.
KFOR, Kosovo, UNO, NATO, Bundeswehr, UN-Resolution 1244, Mandat, Prinzipal-Agent-Theorie, Steuerungsmechanismen, Kontrollmechanismen, Märzunruhen, Sicherheitsstrukturen, Internationale Politik, Friedensmission, Auftragstaktik.
Die Arbeit analysiert die Steuerungs- und Kontrollmechanismen zwischen den Akteuren UNO, NATO, der Bundesrepublik Deutschland und dem deutschen KFOR-Einsatzkontingent, um zu prüfen, ob diese Akteure im Kosovo ohne effektive Kontrolle agieren können.
Im Fokus stehen internationale Beziehungen, die Anwendung von Prinzipal-Agent-Modellen auf Organisationsebenen sowie die Rolle von rechtlichen Rahmenbedingungen und öffentlichen Instanzen wie den Medien.
Das Ziel ist die Untersuchung der Effizienz der Steuerungsketten, um die aufgeworfene Frage zu klären, ob die KFOR-Truppen einen „Freibrief“ für ihr Handeln besitzen.
Der Autor nutzt einen empirisch-analytischen Ansatz unter Zuhilfenahme der Prinzipal-Agent-Theorie (P.A.T.) und der Neuen Politischen Ökonomie (N.P.Ö.), ergänzt durch eine vertiefende Fallstudienanalyse der Märzunruhen 2004.
Der Hauptteil gliedert sich in wissenschaftliche Grundlagen, einen Überblick zum Kosovo, die Analyse permanenter internationaler Kontrollmechanismen, die detaillierte Vorstellung der beteiligten Akteure und eine spezifische Analyse der Märzunruhen 2004.
Die wichtigsten Begriffe umfassen KFOR, Mandat, UN-Resolution 1244, Prinzipal-Agent-Theorie, Steuerungs- und Kontrollmechanismen sowie das Deutsche Einsatzkontingent.
Es dient als institutioneller Rahmen und Normensystem, an das sowohl die NATO als auch die entsendenden Staaten gebunden sind, wodurch es eine verhaltenssteuernde Wirkung entfaltet.
Die Unruhen dienen als kritisches Fallbeispiel, an dem untersucht wird, wie nationale Einsatzvorbehalte, „Rules of Engagement“ (ROE) und der öffentliche Druck die Handlungsspielräume und das Verhalten des deutschen Kontingents determinierten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

