Magisterarbeit, 2009
103 Seiten, Note: 1
Einleitung
1. Diskussion und Inkrafttreten des Konjunkturpaketes II
1.1. Forderungen nach einem zweiten Konjunkturpaket
1.2. Diskussion
1.3. Verhandlungen und Beschluss
1.4. Inkrafttreten
2. Das Zukunftsinvestitionsgesetz des Konjunkturpaketes II
2.1. Inhalt und Umsetzung
2.2. Besonderheiten für das Land Niedersachsen
3. Grundlagen der Befragung innerhalb einzelner Gemeinden
3.1. Methodik der Befragung
3.2. Aufbau des Fragebogens
3.2.1. Aufbau des ersten Teils des Fragebogens
3.2.2. Aufbau des zweiten Teils des Fragebogens
3.3. Durchführung der Befragung
3.4. Auswahl der Gemeinden
4. Befragung innerhalb der Gemeinden
4.1. Lastrup
4.2. Löningen
4.3. Friesoythe
4.4. Emstek
4.5. Garrel
4.6. Lindern
4.7. Bösel
5. Auswertung der Befragung
5.1. Gesprächsabläufe und -atmosphäre
5.2. Vergleichbarkeit der Gemeinden
5.3. Auswertung der qualitativen Befragung
5.4. Auswertung der quantitativen Befragung
5.3. Beurteilung der Erhebungsmethode
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht die praktische Umsetzung und die wahrgenommenen Auswirkungen des Konjunkturpakets II der Großen Koalition von 2009 in kleineren Gemeinden. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob die beschlossenen Investitionsmittel tatsächlich wirksam sind und von den Kommunen bedarfsgerecht abgerufen werden oder ob bürokratische Hürden die Inanspruchnahme verhindern.
1.3. Verhandlungen und Beschluss
Mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Vorstellungen kamen somit die Parteispitzen von CDU/CSU und SPD am 12. Januar 2009 zusammen, um das zweite Konjunkturpaket endgültig zu beschließen. Trotz der zahlreichen gegensätzlichen Positionen, die im Vorfeld ausgiebig erörtert wurden, verliefen die Verhandlungen erfolgreich. Der Einigungswille zwischen den Regierungsparteien war so groß, dass man einen gemeinsamen Kompromiss finden konnte. Ziel der Regierung war eine möglichst schnelle Umsetzung der geplanten Maßnahmen des Konjunkturpaketes II.
Der gemeinsame Kompromiss von CDU/CSU und SPD lässt sich hauptsächlich in acht Punkten zusammenfassen:
Steuersenkungen: Die Einkommensteuer wird ab dem 1. Juli 2009 gesenkt. Dafür wird der Eingangssteuersatz von 15 auf 14 Prozent verringert und der Grundfreibetrag von 7.664 Euro auf 8.004 Euro erhöht. Die Kosten betragen 2009 etwa 3 Milliarden Euro, ab 2010 jährlich etwa 6 Milliarden Euro.
Abgabensenkungen: Der Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung wird ab dem 1. Juli 2009 von 15,5 auf 14,9 Prozent gesenkt. Die Entlastung umfasst dabei 9 Milliarden Euro pro Jahr.
Investitionen: Der größte Posten des Konjunkturpaketes wird für Investitionen eingeplant. Dabei werden der Bund, die Bundesländer und die Kommunen in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt 17 bis 18 Milliarden Euro für die Infrastruktur zur Verfügung stellen. Dabei gilt eine Aufteilung von zwei Dritteln für Bildungseinrichtungen und der übrige Rest für Investitionen in Bereichen wie Straßen- und Schienenbau sowie schnellere Internetnetze.
Kindergeldbonus: Einmalig erhalten Empfänger von Kindergeld 100 Euro. Gleichzeitig wird für Hartz IV Empfänger der Regelsatz für Kinder von derzeit 60 auf 70 Prozent erhöht.
Kurzarbeit erweitern: Schon im ersten Konjunkturpaket wurde das Kurzarbeitergeld im Bedarfsfall von 12 Monate auf 18 Monate verlängert. Die Kosten für diese Maßnahme übernimmt die Bundesagentur für Arbeit. Durch das zweite Konjunkturpaket soll diese Regelung für Betriebe noch attraktiver gemacht werden.
Diskussion und Inkrafttreten des Konjunkturpaketes II: Dieses Kapitel zeichnet die politische Entstehungsgeschichte, die Forderungen nach einem weiteren Konjunkturpaket und den letztendlichen Beschluss der Großen Koalition nach.
Das Zukunftsinvestitionsgesetz des Konjunkturpaketes II: Hier werden der rechtliche Inhalt des Gesetzes sowie die spezifischen Rahmenbedingungen für die Umsetzung in Niedersachsen und für die Kommunen detailliert erläutert.
Grundlagen der Befragung innerhalb einzelner Gemeinden: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Struktur des Fragebogens sowie die Auswahlkriterien für die befragten Gemeinden im Landkreis Cloppenburg.
Befragung innerhalb der Gemeinden: Hier werden die Ergebnisse der Befragungen in den sieben ausgewählten Gemeinden Lastrup, Löningen, Friesoythe, Emstek, Garrel, Lindern und Bösel im Detail dokumentiert.
Auswertung der Befragung: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse der Befragungen, analysiert die Gesprächsabläufe und vergleicht die qualitativen sowie quantitativen Daten der teilnehmenden Kommunen.
Fazit: Das Fazit bewertet die Gesamtergebnisse der Untersuchung im Hinblick auf die Wirksamkeit des Konjunkturpaketes II und den tatsächlichen Mittelabruf in den Gemeinden.
Konjunkturpaket II, Große Koalition, Zukunftsinvestitionsgesetz, Investitionspauschale, Kommunale Infrastruktur, Bildungsinfrastruktur, Haushaltskonsolidierung, Landkreis Cloppenburg, Mittelabruf, Wirtschaftskrise, Finanzhilfen, Fördermittel, qualitative Befragung, quantitative Befragung, Investitionsprogramm.
Die Arbeit untersucht, wie das Konjunkturpaket II der Bundesregierung aus dem Jahr 2009 auf kommunaler Ebene, konkret in Gemeinden des Landkreises Cloppenburg, umgesetzt wurde.
Im Zentrum stehen die gesetzlichen Vorgaben des Zukunftsinvestitionsgesetzes, der Prozess des Mittelabrufs durch die Gemeinden sowie die tatsächliche Verwendung der Gelder für lokale Investitionsprojekte.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob das Konjunkturpaket II wirksam war und ob die Kommunen die zur Verfügung gestellten Fördermittel tatsächlich für notwendige Investitionen, etwa im Bildungsbereich, genutzt haben.
Der Autor führt eine empirische Befragung in sieben Gemeinden durch, die sowohl qualitative Experteninterviews mit Gemeindevertretern als auch einen quantitativen Teil zur Einschätzung der Maßnahmen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des politischen Prozesses, die Erläuterung der Gesetzesgrundlagen, die Dokumentation der Einzelergebnisse aus den sieben Gemeinden sowie eine umfassende Auswertung und Interpretation dieser Daten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Konjunkturpaket II, kommunale Infrastruktur, Investitionspauschale, Mittelabruf und wirtschaftliche Krisenbewältigung charakterisieren.
Die befragten Gemeinden geben an, dass der Prozess der Mittelbeantragung und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden sind, was die zügige Umsetzung teilweise verzögert.
Die Eigenbeteiligung, die teilweise bis zu 25 Prozent der Investitionskosten beträgt, wird von einigen Gemeinden als finanzielle Belastung wahrgenommen, insbesondere wenn die Haushalte bereits angespannt sind.
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