Bachelorarbeit, 2008
40 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theorieteil
2.1 Einleitung in den Theorieteil
2.2 Klassenführung
2.3 Fragestellung im Bezug auf die vorgestellte Literatur
3. Methodenteil
3.1 Stichprobe
3.2 Versuchsdesign
3.3 Messinstrumente
3.4 Durchführung der Analyse
3.4.1 Interact
4. Ergebnisteil
4.1 Inhaltliche Darstellung der Unterrichtsstunde
4.2 Einordnung der Unterrichtsstunde in den Lehrplan
4.3 Einleitung der Analyse
4.4 Analyse: Teil 1 (01:00-14:00 Unterrichtsminute)
4.4.1 Mitarbeit, Fehlverhalten und Unterrichtsaktivitäten der Schüler unter Analyse des Interactiongraphs
4.4.2 Allgegenwärtigkeit der Lehrkraft unter Analyse des Interactiongraphs
4.4.3 Beschäftigungsradius, Mitarbeit und Allgegenwärtigkeit unter Analyse des Interactiongraphs
4.4.4 Bewertung des Klassenführungsverhalten der Lehrkraft unter Analyse des Interactiongraphs
4.5 Analyse: Teil 2 (22:15 – 35:15 Unterrichtsminute)
4.5.1 Mitarbeit, Fehlverhalten und Unterrichtsaktivitäten der Schüler unter Analyse des Interactiongraphs
4.5.2 Allgegenwärtigkeit der Lehrkraft unter Analyse des Interactiongraphs
4.5.3 Beschäftigungsradius, Mitarbeit und Allgegenwärtigkeit unter Analyse des Interactiongraphs
4.5.4 Bewertung des Klassenführungsverhalten der Lehrkraft unter Analyse des Interactiongraphs
5. Diskussion
5.1 Interpretation
5.2 Validitätseinschränkungen
5.3 Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Klassenführung einer Lehrkraft und dem daraus resultierenden Unterrichtserfolg in einer dritten Klasse, wobei insbesondere der Einfluss von Allgegenwärtigkeit und weiteren Steuerungsdimensionen auf das Schülerverhalten im Fokus steht.
1. Allgegenwärtigkeit
Mit Allgegenwärtigkeit ist gemeint, dass die Lehrerin darüber im Bilde ist, was aktuell in der Klasse passiert und dass sie eine Störung eines Schülers, oder mehrerer Schüler, direkt und unverzüglich unterbindet. Dies geschieht durch eine direkte, klare und bündige Ansprache der Lehrerin. Darüber hinaus führt Kounin zur genaueren Analyse noch den Objekt- und Zeitfehler und die unbeachtete Störung ein, die an dieser hier jedoch nicht weiter erläutert werden sollen.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs zwischen Klassenführung und Unterrichtserfolg.
2. Theorieteil: Definition zentraler Begriffe der Klassenführung wie Allgegenwärtigkeit, Überlappung, Reibungslosigkeit, Schwung und Gruppenfokus basierend auf wissenschaftlicher Literatur.
3. Methodenteil: Beschreibung des Versuchsdesigns, der Stichprobe und der eingesetzten Messinstrumente, einschließlich der Erläuterung der Software Interact.
4. Ergebnisteil: Detaillierte Analyse und Auswertung der gefilmten Unterrichtsstunde in zwei Teilen anhand von Interactiongraphen.
5. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse, Reflexion der methodischen Einschränkungen und Zusammenfassung der Schlussfolgerungen.
Klassenführung, Unterrichtserfolg, Allgegenwärtigkeit, Videoanalyse, Interact, Lehrkraft, Schülerverhalten, Grundschule, Englischunterricht, Überlappung, Reibungslosigkeit, Fehlverhalten, Mitarbeit, Unterrichtsaktivität, Gruppenfokus
Die Arbeit untersucht, wie das Verhalten der Lehrkraft – insbesondere die Klassenführung – den Erfolg einer Unterrichtsstunde beeinflusst.
Im Zentrum stehen Klassenführungsstrategien nach Kounin, die Analyse von Schüler-Lehrer-Interaktionen und die Wirksamkeit von Interventionen bei Störungen.
Es soll geklärt werden, inwiefern die Allgegenwärtigkeit der Lehrkraft mit der Mitarbeit der Schüler und dem Auftreten von Fehlverhalten korreliert.
Es wird eine empirische Fallstudie durchgeführt, die mittels Videoanalyse und der Software "Interact" auf Basis von 15-Sekunden-Events quantitativ ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Darstellung der Englischstunde und eine detaillierte Analyse zweier Phasen (Einführungsphase und Stillarbeitsphase) anhand von Interactiongraphen.
Wichtige Begriffe sind Klassenführung, Allgegenwärtigkeit, Videoanalyse, Interaktionsanalyse und Unterrichtsqualität.
Die Analyse zeigt, dass eine hohe Allgegenwärtigkeit (unverzügliches Reagieren) die Mitarbeit fördert, während das Ignorieren von Störungen das Fehlverhalten der Schüler verstärkt.
Die Arbeit stellt fest, dass in Stillarbeitsphasen die Motivation sinkt, wenn die Lehrkraft durch laute Erklärungen am Platz die Konzentration der Gruppe unterbricht, anstatt die Schüler eigenständig arbeiten zu lassen.
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