Masterarbeit, 2017
223 Seiten, Note: 1,0
THEORETISCHER TEIL
1. Einleitung
1.1 Forschungsgegenstand: die Sprache der Jugend
1.2 Geschichtliche Aspekte deutscher Jugendsprache
1.2.1 Die Studenten- und Pennälersprache
1.2.2 Das Halbstarken-Deutsch der 50er Jahre
1.2.3 Das Twen-Deutsch der 60er Jahre
1.2.4 Die Studentenbewegung
1.2.5 Die Sponti-Bewegung der 80er-Jahre
2. Jugend und ihre Sprache in der Gegenwart
2.1 Merkmale jugendlichen Sprachstils
3. Funktionen von Jugendsprache
3.1 Die Ausdrucksfunktion
3.2 Die Darstellungsfunktion
3.3 Die Appellfunktion
3.4 Die Metasprachliche Funktion
4. Die Erforschung der Sprache von Jugendlichen
4.1 Aktuelle Forschungsperspektiven auf Jugendsprache
4.1.2 Jugendsprache im Kontext der Sozialisation
4.1.3 Jugendsprache und Gruppenkommunikation
4.1.4 Jugendsprache in den Medien
4.1.5 Internationales Vorkommen von Jugendsprache
4.1.6 Jugendsprache als Sprachkontaktphänomen
4.1.7 Sprachbewusstsein Jugendlicher
4.1.8 Spracheinstellungen Jugendlicher
4.1.9 Soziale Ungleichheit und Jugendsprache
4.1.10 Jugendsprache und Schriftlichkeit
4.2 Theoretische Konzeptionen von Jugendsprache
4.2.1 Jugendsprache als Varietät
4.2.2 Jugendsprache als Soziolekt
4.2.3 Jugendsprache als Sprechstil
4.2.4 Jugendsprache als Sondersprache
4.3 Theoretische Modelle von Jugendsprache
4.3.1 Eindimensionale Modelle
5. Jugendsprache im Spannungsverhältnis zwischen Nähe- und Distanzkommunikation
5.3 Konzeptionelle Unterschiede zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit
6. Jugendsprache im schulische Kontext
6.1 Jugendsprache im Deutschunterricht
EMPIRISCHER TEIL
7. Ziel der Untersuchung
7.1 Hypothesen
7.2 Methodisches Vorgehen
7.3 Stichprobe
7.4 Erhebungsverfahren
7.5 Quantitative Analyse
7.5.1 Kategorien
8. Untersuchungsergebnisse
9. Interpretation und Diskussion
10. Didaktische Verortung von Jugendsprache im Deutschunterricht
11. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwiefern sich der Gebrauch von Jugendsprache in der Schriftsprache Jugendlicher nachweisen lässt und ob dabei Unterschiede zwischen verschiedenen Bildungsinstitutionen (Gymnasium, Realschule, Gesamtschule) bestehen. Ziel ist es, die Schriftsprache von Schülerinnen und Schülern wissenschaftlich in den Kontext der traditionellen Jugendsprachforschung einzuordnen und didaktische Erkenntnisse für die Schulpraxis zu gewinnen.
1.2 Geschichtliche Aspekte deutscher Jugendsprache
In der öffentlichen Meinung gilt die abweichende Sprachverwendung Jugendlicher als neuzeitliches Phänomen, das sich aus der Gegenwartssprache ergeben und sich in dieser verfestigt hat. Es ist weniger bekannt, dass sich der Sprachstil von Jugendlichen bereits seit vielen Jahrhunderten von dem der älteren Generationen unterscheidet. Demnach kann davon ausgegangen werden, dass die Funktionen bzw. die Zwecke des Gebrauchs von Jugendsprache über die Zeit hinweg recht konstant geblieben sind. Dies ist vermutlich größtenteils der Tatsache geschuldet, dass sich auch die Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen kaum verändert haben. Eine starke Neuerung muss dagegen auf der technischen bzw. medialen Produktion und Rezeption von Sprache festgestellt werden, welche in ihren Auswirkungen für den Sprachgebrauch Jugendlicher bereits im wissenschaftlichen Diskurs erforscht wird.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die öffentliche Wahrnehmung von Jugendsprache, insbesondere durch Medienformate wie das „Jugendwort des Jahres“, und leitet zur wissenschaftlichen Fragestellung über.
2. Jugend und ihre Sprache in der Gegenwart: Dieses Kapitel beschreibt aktuelle Lebensentwürfe und den Einfluss von Freizeitkultur und digitalen Medien auf den jugendlichen Sprachgebrauch.
3. Funktionen von Jugendsprache: Hier werden die Ausdrucks-, Darstellungs-, Appell- und metasprachliche Funktion von Jugendsprache als kommunikative Bewältigungsstrategien analysiert.
4. Die Erforschung der Sprache von Jugendlichen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Forschungsperspektiven, theoretische Konzeptionen sowie soziologische und medienbasierte Einflüsse auf die Jugendsprache.
5. Jugendsprache im Spannungsverhältnis zwischen Nähe- und Distanzkommunikation: Hier wird der Zusammenhang zwischen mündlicher und schriftlicher Ausdrucksweise diskutiert, unter anderem unter Bezugnahme auf das Nähe-Distanz-Modell.
6. Jugendsprache im schulische Kontext: Das Kapitel thematisiert die Rolle der Jugendsprache im Bildungssystem und die Herausforderungen für den Deutschunterricht.
7. Ziel der Untersuchung: Dieses Kapitel definiert die Zielsetzung der empirischen Arbeit, stellt die Hypothesen auf und erläutert das methodische Vorgehen.
8. Untersuchungsergebnisse: Hier werden die durch die Inhaltsanalyse gewonnenen Daten tabellarisch aufbereitet und dargestellt.
9. Interpretation und Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext der Fragestellung kritisch bewertet und auf ihre wissenschaftliche Relevanz geprüft.
10. Didaktische Verortung von Jugendsprache im Deutschunterricht: Dieses Kapitel liefert praktische Ansätze zur Integration von Jugendsprache unter Berücksichtigung von Bildungsstandards und Kerncurricula.
11. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Thematik für die künftige Schulpraxis.
Jugendsprache, Deutschunterricht, Schriftsprache, Soziolinguistik, Peergroup, Sprachwandel, Nähe- und Distanzkommunikation, Empirische Untersuchung, Bildungsstandards, Schreibkompetenz, Jugendszenen, Medienkonsum, Sprachbewusstsein.
Die Arbeit untersucht den Gebrauch von Jugendsprache im schulischen Kontext und analysiert, inwieweit sich dieser in der Schriftsprache von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I nachweisen lässt.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Jugendsprache, ihre soziolinguistischen Funktionen, der Einfluss digitaler Medien auf den Sprachgebrauch sowie die didaktische Einbindung des Themas im Deutschunterricht.
Das Hauptziel ist zu ermitteln, ob die Häufigkeit jugendsprachlicher Merkmale in schriftlichen Arbeiten mit der besuchten Schulform korreliert.
Die Arbeit nutzt die Methode der quantitativen Inhaltsanalyse, um anhand von 62 Schülertexten spezifische sprachliche Kategorien und Variablen zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Geschichte, Funktion und Konzeption von Jugendsprache und einen empirischen Teil mit der Durchführung, Analyse und Diskussion der eigenen Untersuchung.
Wichtige Begriffe sind u.a. Jugendsprache, Soziolinguistik, Schriftsprache, Peergroup, Medienkompetenz und didaktische Verortung.
Die Untersuchung konnte nur minimale Unterschiede zwischen den Schulformen feststellen, wobei die Verteilung der jugendsprachlichen Merkmale eine tendenzielle Annäherung an die Standardsprache in formalen Settings zeigte.
Die Autorin empfiehlt, Jugendsprache wertschätzend als Bestandteil der kommunikativen Kompetenz im Unterricht zu thematisieren, um Sprachreflexion und Sprachbewusstsein bei den Jugendlichen zu fördern.
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