Bachelorarbeit, 2022
59 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Der Faire Handel und Fairtrade
2.1 Die Geschichte des Fairen Handels
2.2 Fairtrade
2.3 Herausforderungen und Kritik
3 Konzeptioneller Rahmen
3.1 Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung
3.2 Ziele der nachhaltigen Entwicklung
3.3 Das Drei-Säulen-Modell
3.4 Untersuchungskriterien
3.4.1 SDG 8: Menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Wirtschaftswachstum
3.4.2 Fairtrade Standard für lohnabhängig Beschäftigte
4 Methodik
4.1 Literaturrecherche
4.2 Auswahl der Studien
5 Auswirkungen auf die lohnabhängig Beschäftigten
5.1 Forschungsstand
5.2 Auswertung der Studien
5.2.1 Rahmenbedingungen
5.2.2 Löhne
5.2.3 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
5.2.4 Geschlechterdiskriminierung
5.2.5 Andere Formen von Diskriminierung
5.2.6 Informiertheit der lohnabhängig Beschäftigten über Fairtrade
5.2.7 ArbeiterInnengewerkschaften
5.2.8 Empowerment
5.2.9 Nutzung der Fairtrade Prämie
5.2.10 Zufriedenheit der lohnabhängig Beschäftigten
6 Ergebnisse und Diskussion
7 Fazit und Ausblick
8 Literaturverzeichnis
9 Anhang
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der Fairtrade-Zertifizierung auf die Arbeitsbedingungen von lohnabhängig Beschäftigten in Afrika. Ziel ist die Erstellung einer Meta-Studie auf Basis ausgewählter Literatur, um die Wirksamkeit des Siegels in Bezug auf soziale Standards zu evaluieren.
2.2 Fairtrade
Die Fairtrade Siegelinitiative nimmt in der Fair-Handelsbewegung eine besondere Position ein, da es sich um eines der populärsten und sichtbarsten Siegel handelt. Dies ist möglicherweise u. a. auch auf den Namen zurückzuführen, da die Fair-Handelsbewegung im Englischen, ebenfalls großgeschrieben, als Fair Trade bezeichnet wird, was ein deutliches Verwechslungspotential zu Fairtrade bietet. Es ist daher gut denkbar, dass einige KonsumentInnen sich des Unterschieds nicht bewusst sind und das Siegel mit der gesamten Bewegung gleichsetzen. Hauptsächlich ist die Bekanntheit jedoch darauf zurückzuführen, dass es sich um eine der größten Initiativen in diesem Bereich handelt und sie somit auch sehr sichtbar in Supermärkten ist.
Im Jahr 2020 arbeiteten insgesamt über 1,9 Millionen BäuerInnen und weitere Beschäftigte in Fairtrade zertifizierten Betrieben, davon waren etwa 1,77 Millionen KleinbäuerInnen und etwa 179 000 lohnabhängig Beschäftigte (vgl. FLO 2022). Die meisten von ihnen sind in der Kaffeeproduktion tätig, gefolgt von Kakao und Tee (vgl. ebd.). Dabei arbeiten 71% der BäuerInnen und 51% der weiteren Beschäftigten in Afrika und dem Mittleren Osten (vgl. FAIRTRADE DEUTSCHLAND 2022), woraus die Bedeutung von Afrika für Fairtrade, aber auch die Bedeutung von Fairtrade für Afrika deutlich wird.
Da Fairtrade ein großer Teil der Fair-Handelsbewegung ist, sind die übergeordneten Ziele der Initiative die gleichen wie die oben genannten der gesamten Bewegung. Fairtrade selbst definiert sich selbst als Verbindung von „Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern.“ (FAIRTRADE DEUTSCHLAND 2022). Hier wird also erneut deutlich, dass sich die behandelte Thematik vorrangig in dem Bereich der sozialen Nachhaltigkeit bewegt, zusätzlich aber stark mit der ökonomischen Dimension verknüpft ist.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema Fairtrade und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich der Auswirkungen auf lohnabhängige Beschäftigte in Afrika.
2 Der Faire Handel und Fairtrade: Historischer Abriss der Fair-Handelsbewegung, Funktionsweise der Initiative und kritische Auseinandersetzung mit deren Rolle im konventionellen Markt.
3 Konzeptioneller Rahmen: Theoretische Einbettung durch Konzepte der Nachhaltigkeit, das Drei-Säulen-Modell sowie Definition der Untersuchungskriterien anhand von SDG 8 und Fairtrade-Standards.
4 Methodik: Beschreibung des Vorgehens bei der Literaturrecherche und Kriterien zur Auswahl der berücksichtigten Wirkungsstudien.
5 Auswirkungen auf die lohnabhängig Beschäftigten: Detaillierte Auswertung der Studien anhand der definierten Kriterien wie Löhne, Arbeitsbedingungen, Empowerment und Prämiennutzung.
6 Ergebnisse und Diskussion: Synthese und kritische Diskussion der erhobenen Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit von Fairtrade.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Herausforderungen.
Fairtrade, Faire Handel, Arbeitsbedingungen, lohnabhängig Beschäftigte, Afrika, Nachhaltigkeit, SDG 8, Plantagen, Zertifizierung, Empowerment, Löhne, Arbeitssicherheit, Geschlechterdiskriminierung, Meta-Studie, Fairtrade-Prämie.
Die Arbeit untersucht, welchen tatsächlichen Einfluss die Fairtrade-Zertifizierung auf die Arbeits- und Lebensbedingungen von Lohnbeschäftigten hat, die auf Plantagen und Farmen in Afrika arbeiten.
Im Zentrum stehen die Qualität der Beschäftigungsverhältnisse, die Entlohnung, der Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie soziale Aspekte wie Geschlechtergleichheit, Mitspracherechte und die Nutzung der Fairtrade-Prämie.
Das Hauptziel ist es, durch die systematische Auswertung bestehender Wirkungsstudien eine Meta-Analyse zu erstellen, um aufzuzeigen, wo durch Fairtrade Verbesserungen erzielt wurden und wo weiterhin Defizite bestehen bleiben.
Die Arbeit basiert auf einer Synthese und Auswertung vorhandener Forschungsliteratur. Dabei wurden Kriterien aus der Decent-Work-Agenda der ILO und den Fairtrade-Standards abgeleitet, um die empirischen Daten vergleichbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einbettung durch das Konzept der Nachhaltigkeit, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Studien bezüglich konkreter Arbeitsplatzindikatoren und der Rolle von Gewerkschaften sowie dem Empowerment der Beschäftigten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Fairtrade, Arbeitsbedingungen, lohnabhängig Beschäftigte, Nachhaltigkeit und soziale Dimension geprägt.
Ja, da die Studie den Fokus auf Lohnbeschäftigte legt, sind vor allem Sektoren relevant, die eine Plantagenwirtschaft aufweisen, wie beispielsweise Blumen, Tee und Kakao.
Die Autorin betrachtet Gewerkschaften als ein zentrales Mittel zur Umsetzung der Vereinigungsfreiheit, stellt jedoch fest, dass deren Wirksamkeit stark vom Eingriff des Managements in interne Entscheidungsprozesse abhängt.
Die Prämie wird als eines der positivsten Instrumente identifiziert, da ihre Verwendung oft lokale Infrastrukturprojekte fördert, die über den direkten Arbeitsplatz hinausgehen, obwohl sie teilweise auch zur unmittelbaren Lohnaufstockung genutzt wird.
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