Masterarbeit, 2009
70 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Agenda 21 und nachhaltige Entwicklung
2.1 Historische Aspekte der nachhaltigen Entwicklung
2.2 Bereiche der Nachhaltigkeit
2.3 Notwendigkeit der Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Grundschule
3. Das Ökosystem Wald
3.1 Gedanken
3.2 Geschichte des Waldes
3.3 Die Ökologie des Waldes
3.4 Funktionen des Waldes
3.4.1 Nutzfunktion
3.4.2 Schutzfunktion
3.4.3 Erholungsfunktion
3.5 Gefahren des Waldes
3.6 Der Thüringer Wald
3.7 Naturnaher Waldbau
3.8 Waldpädagogik
4. Kindheit im Wandel
5. Konzeption für die Grundschule
5.1 Vorüberlegung
5.2 Lehrplanbezug
5.2.1 Aufgaben des Heimat- und Sachkundeunterrichts
5.2.1.1 Sich selbst finden – in Gemeinschaften leben
5.2.1.2 Sich in Raum und Zeit zurechtfinden
5.2.1.3 Einblick in die Arbeitswelt gewinnen – Arbeit achten
5.2.1.4 Natur erfahren und verstehen
5.2.1.5 Mit Medien und Informationstechniken umgehen
5.2.1.6 Gesundheit fördern – sich wohl fühlen
5.3 Konzeption der geplanten Unterrichtseinheit „Ökosystem Wald“
5.3.1 Anmerkungen zum Unterrichtsentwurf
5.4 Ausführliche Darstellung des Unterrichtsentwurfes
5.4.1 Aufbau der Unterrichtseinheit
5.4.2 Lernziele
5.4.3 Durchführung „Walderlebnistag“
6. Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Grundschulalter am Beispiel des Ökosystems Wald aufzuzeigen und ein praktisches Konzept für den außerschulischen Lernort Wald zu entwickeln, welches handlungsorientiertes Lernen fördert.
3.3 Die Ökologie des Waldes
Unter Ökologie versteht man die Wissenschaft von wechselseitigen Beziehungen zwischen Organismen und deren Umwelt. Sie befasst sich mit dem Stoff- und Energiehaushalt der Biosphäre sowie mit den Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Organismen, zwischen den Organismen und den auf sie einwirkenden unbelebten Umweltfaktoren sowie zwischen den einzelnen unbelebten Umweltfaktoren. Unter Biosphäre versteht man den von Organismen bewohnbaren Raum des Planeten Erde. Zu den Organismen zählen Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere und Menschen. Anders formuliert kann man sagen, dass ein Ökosystem eine natürliche Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren unter Berücksichtigung sämtlicher abiotischer und biotischer Faktoren darstellt. Abiotische Faktoren sind die Bestandteile eines Ökosystems, die nicht belebt sind, z.B. Gestein, Wasser, Luft oder Klima. Biotische Faktoren stellen das Gegenteil dar. Sie beziehen sich auf lebende Bestandteile, z.B. der Einfluss des Menschen auf seine Umwelt.
Die Gesamtheit der biotischen Organismen wird dabei als Biozönose bezeichnet. Diese Biozönose besiedelt einen Lebensraum oder Standort, dem Biotop. Die Lebewesen eines Ökosystems lassen sich in drei Kategorien einordnen: die Produzenten, die Konsumenten und die Destruenten. Die Produzenten kann man auch als die „Erzeuger“ bezeichnen. Sie sind in der Lage, anorganische Stoffe (Kohlendioxid und Wasser) mit Hilfe von Sonnenenergie in organische Stoffe (Biomasse) umzuwandeln. Die Lebewesen, die zu diesem Umwandlungsprozess (Fotosynthese) fähig sind bezeichnet man als autotrophe Lebewesen. Das Endprodukt der Fotosynthese ist Glukose (Traubenzucker). Die Fotosynthese vollzieht sich nur im Licht und unter Mitwirkung der Assimilationspigmente Chlorophyll A und B, die sich vor allem in den Chloroplasten der Zellen grüner Blätter befinden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Waldes und der Umweltbildung ein und definiert die Zielsetzung sowie die zentralen Fragestellungen der Arbeit.
2. Agenda 21 und nachhaltige Entwicklung: Das Kapitel erläutert die Grundlagen und historischen Ursprünge des Nachhaltigkeitsbegriffs sowie die dreidimensionale Konzeption aus Ökonomie, Ökologie und Soziales.
3. Das Ökosystem Wald: Hier wird der Wald als komplexes Ökosystem mit seinen Funktionen, ökologischen Zusammenhängen, Gefahren sowie dem naturnahen Waldbau und pädagogischen Aspekten detailliert analysiert.
4. Kindheit im Wandel: Dieses Kapitel thematisiert die veränderten Lebensbedingungen von Kindern, die zu einer Naturentfremdung führen, und begründet die Notwendigkeit pädagogischen Gegensteuerns.
5. Konzeption für die Grundschule: Der Hauptteil beschreibt eine konkrete, handlungsorientierte Unterrichtsplanung für den Lernort Wald unter Einbeziehung des Thüringer Lehrplans und erlebnispädagogischer Methoden.
6. Zusammenfassung: Abschließend wird das Fazit gezogen, dass handlungsorientiertes Lernen und die Öffnung der Schule notwendig sind, um bei Grundschülern ein tieferes Naturverständnis und umweltverträgliche Einstellungen zu fördern.
Nachhaltige Entwicklung, Umweltbildung, Ökosystem Wald, Grundschule, Waldpädagogik, Agenda 21, Handlungsorientierter Unterricht, Projektunterricht, Ökologie, Naturerfahrung, Nachhaltigkeit, Lehrplan, Thüringer Wald, Umwelterziehung, Gestaltungskompetenz
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und praktischen Konzeption einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Grundschulalter durch den gezielten Einsatz des Lernortes Wald.
Die Arbeit verknüpft Nachhaltigkeitstheorie mit ökologischen Waldgrundlagen, pädagogischen Konzepten wie der Wald- und Erlebnispädagogik und deren Anwendung im Grundschulunterricht.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Projektunterricht im Wald dazu beitragen kann, Gestaltungskompetenz im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung herauszubilden und der Naturentfremdung von Kindern entgegenzuwirken.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine didaktische Konzeption, die den Lehrplanbezug für das Fach Heimat- und Sachkunde in Thüringen konkretisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Agenda 21, die ökologische Analyse des Waldes, eine Betrachtung zur veränderten Kindheit und die daraus abgeleitete, detaillierte Unterrichtseinheit „Ökosystem Wald“.
Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie nachhaltige Entwicklung, handlungsorientierter Unterricht, Waldpädagogik, Ökosystem Wald und Gestaltungskompetenz.
Der Autor argumentiert, dass Kinder zur echten Erfahrung der Natur und zur Entwicklung von sozialen sowie kognitiven Kompetenzen die ursprüngliche Umgebung benötigen, statt nur auf sekundäre Medienquellen zurückzugreifen.
Durch Methoden wie das Abpausen von Rinden (Kunst), das Bestimmen von Vogelstimmen (Biologie/Sachkunde) und das Interviewen eines Försters (Sozialkunde) wird ein ganzheitlicher, fächerübergreifender Lernansatz nach Pestalozzi verwirklicht.
Der Förster fungiert als Experte vor Ort, der durch Realbegegnung die Theorie des Unterrichts mit praktischem Wissen über den Wald, die Forstwirtschaft und die Notwendigkeit der Bestandsregulierung untermauert.
Durch ein Rollenspiel, bei dem Schüler Raubtiere oder Beutetiere (Rehe/Hirsche) darstellen, erfahren sie interaktiv, welche ökologischen Folgen ein zu hoher Wildbestand hat und warum die Jagd ein notwendiger Bestandteil der Forstwirtschaft ist.
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