Masterarbeit, 2022
148 Seiten
1. Einleitung
2. Ehrenamtliches Engagement
2.1. Begriffsdefinition: Ehrenamt oder bürgerschaftliches Engagement?!
2.2. Zahlen & Fakten zu ehrenamtlichem Engagement in Deutschland
2.2.1. Einsatzbereiche
2.2.2. Motive für ein ehrenamtlichem Engagement
2.2.3. Zugangsmöglichkeiten
3. Inklusives Ehrenamt: Menschen mit Behinderung als ehrenamtlich Engagierte
3.1. Inklusion im rechtlichen und politischen Kontext
3.2. Exkurs: Geistige Behinderung
3.3. Aktueller Forschungsstand: Inklusives Ehrenamt in der Praxis
3.3.1. Zahlen & Fakten
3.3.2. Gelingensbedingungen
3.3.3. Chancen & Potenziale
3.3.4. Herausforderungen
4. Forschungsdesign
4.1. Forschungshintergrund
4.2. Fragestellung
4.3. Erhebungsmethodik
4.4. Auswahl der Stichprobe
4.4.1. Special Olympics Nordrhein-Westfalen
4.4.2. Franz-Sales-Haus
4.5. Durchführung der Erhebung
4.6. Datenaufbereitung
4.7. Methodik der Datenauswertung: Qualitative Inhaltsanalyse nach U. Kuckartz
5. Ergebnisdarstellung
5.1. Hauptkategorie „Ich als ehrenamtlich Engagierte_r“
5.2. Hauptkategorie „Weiterempfehlung“
5.3. Hauptkategorie „(Weiteres) Ehrenamt beginnen“
5.4. Hauptkategorie „Sonstiges“
6. Diskussion
6.1. Ergebnisdiskussion: Die Vielschichtigkeit des inklusiven Ehrenamts
6.2. Diskussion der Methodik
7. Fazit & Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Perspektive und die spezifischen Erfahrungen sowie Bedarfe von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung im Kontext ihres ehrenamtlichen Engagements zu erforschen, um Barrieren abzubauen und Inklusion in diesem Bereich zu fördern.
1. Einleitung
In Deutschland engagieren sich laut aktueller Daten derzeit 15,72 Millionen Bürger_innen in Deutschland ehrenamtlich (vgl. IfD Allensbach 2022, zit. n. de.statista.com 2022). Insbesondere in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie oder dem Krieg in der Ukraine wird deutlich, welchen enormen Mehrwehrt das Engagement der Menschen haben kann.
Die Relevanz ehrenamtlichen Engagements für den gesellschaftlichen Zusammenhalt werden immer wieder betont. In diesem Sinne sollte auch ein Selbstverständnis darüber bestehen, dass Ehrenamt für alle Gesellschaftsmitglieder da ist, auch für diese aus sozial schwierigen Kontexten oder mit Beeinträchtigungen.
„Den »normalen« Engagierten gibt es nicht: jung oder alt, Frau oder Mann, eingesessen oder eingewandert, behindert oder nicht. Ehrenamtliche Tätige sind so vielfältig wie die Vielfalt der Gesellschaft.“ (Wagner 2014, S. 147)
Obgleich sich viele Angebote im Rahmen ehrenamtlichen Engagements an Menschen mit Behinderung als Empfänger_innen richten, sind sie eben nicht nur in dieser Rolle zu verstehen. Vielmehr sind Menschen mit Behinderung „gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger mit individuellen Fertigkeiten und Fähigkeiten, die sie in den Dienst der Gesellschaft stellen können, sofern man ihnen die Möglichkeit dazu bietet.“ (BMAS 2016, S. 133). Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 hat sich Deutschland dazu verpflichtet, die Inklusion, Chancengleichheit, Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung aktiv umzusetzen und zu fördern (vgl. DIMR 2022). Darauf fußend müssen Menschen mit Behinderung auch die Möglichkeit erhalten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Ehrenamt ist in diesem Kontext nicht mehr nur einseitig zu verstehen: Menschen mit Behinderung können sowohl Empfänger_innen ehrenamtlichen Engagements als auch als selbst Engagierte sein und sind in beiden Rollen zu respektieren.
„Hier geht es nämlich um echte Teilhabe: Für die Mitbürger etwas zu tun. Sich als Bürgerin und Bürger für die Gesellschaft einzusetzen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des ehrenamtlichen Engagements ein und thematisiert das Recht auf Inklusion und Teilhabe für Menschen mit Behinderung.
2. Ehrenamtliches Engagement: Hier wird das theoretische Konstrukt des Ehrenamts beleuchtet, inklusive seiner historischen Entwicklung und aktueller statistischer Daten in Deutschland.
3. Inklusives Ehrenamt: Menschen mit Behinderung als ehrenamtlich Engagierte: Dieses Kapitel erörtert die rechtlichen Grundlagen der Inklusion und den Forschungsstand zum Einbezug von Menschen mit Behinderung in das ehrenamtliche Engagement.
4. Forschungsdesign: Hier erfolgt die detaillierte Beschreibung des qualitativen Forschungsvorgehens, der Auswahl der Stichprobe und der angewandten Inhaltsanalyse.
5. Ergebnisdarstellung: In diesem Kapitel werden die aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse strukturiert nach den Hauptkategorien präsentiert.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden hier in den theoretischen Kontext eingeordnet und methodenkritisch reflektiert.
7. Fazit & Ausblick: Dieses abschließende Kapitel fasst die Kernbotschaften zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Entwicklungen für ein inklusiveres Ehrenamt.
Ehrenamtliches Engagement, Inklusion, Menschen mit Behinderung, Geistige Behinderung, Teilhabe, UN-Behindertenrechtskonvention, Qualitative Forschung, Motivationsfaktoren, Barrieren, Unterstützungsbedarf, Qualitative Inhaltsanalyse, Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Ehrenamtspauschale, Freiwilligendienste, Selbstbestimmung.
Die Arbeit untersucht die Erfahrungen, Motivationen und Bedarfe von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung, die sich aktiv ehrenamtlich einbringen.
Zentrale Themen sind die Inklusionsidee, das Konzept des Ehrenamts im Wandel, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die praktischen Voraussetzungen und Barrieren für Menschen mit Behinderung im Engagement.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Erfahrungen und Bedarfe haben Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung im Kontext von ehrenamtlichem Engagement?“
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf teilstandardisierten Interviews basiert. Die Datenauswertung erfolgt nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz.
Der Hauptteil analysiert die gewonnenen Interviewdaten und vergleicht diese mit dem theoretischen Hintergrund, wobei besonders die Perspektive der Engagierten auf Aufgaben, Vorbereitung und Unterstützungsbedarfe im Fokus steht.
Zu den prägenden Begriffen gehören Inklusives Ehrenamt, Selbstbestimmung, Teilhabebarrieren und die sogenannte geistige Behinderung als Zielgruppendefinition.
Diese Einrichtungen dienen als Forschungsfeld, aus deren Mitgliederstruktur die Stichprobe rekrutiert wurde, um unterschiedliche Engagementkontexte exemplarisch zu beleuchten.
Die Autorin betont den Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“. Menschen mit Behinderung werden oft nur als Empfänger von Hilfe gesehen; diese Arbeit ermöglicht ihnen, ihre Rolle als aktiv Handelnde selbst zu reflektieren.
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