Bachelorarbeit, 2010
35 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 DIE POLITEIA
2.1 AUFBAU
2.2 GERECHTIGKEIT – ALLEIN DEM GERECHTEN WEGEN
2.3 POLISGENESE
3 DIE PHILOSOPHENKÖNIGE
3.1 DIE IDEE DER PHILOSPHENKÖNIGE
3.2 VERGLEICH ZU POLITIKERN
3.3 WIE UTOPISCH IST DIE PHILOSPHENKÖNIGSIDEE?
3.3.1 REALISIERBARKEIT DER PHILOSPHENHERRSCHAFT
3.3.2 PLATONS INTENTION HINTER DER POLITEIA
4 WIRKUNGEN DER PHILOSOPHENKÖNIGSIDEE
4.1 ARISTOTELES
4.2 KANT
4.3 POPPER
5 SCHLUSS
Die Arbeit untersucht die Herrschaftsidee der Philosophenkönige in Platons Politeia, um Platons Motive zu beleuchten und die unterschiedliche Rezeption seiner Theorie im Wandel der Zeit – von Aristoteles über Kant bis hin zu Karl Popper – kritisch zu bewerten.
3.1 Die Idee der Philosophenkönige
„Jetzt komme ich zu jener größten Woge! Aber heraus muss es, und sollte eine Woge des Lachens und Verhöhnens daraus werden, die mich verschlingt. Gib wohl acht!“
Die Forderung nach der Herrschaft der Philosophen, der Platon den oben genannten Satz voransetzte, schlägt über den genauen Leser nicht mit der Überraschung ein, die Platon ankündigt. Wie bereits erläutert ist die Herrschaft eines speziell für diese geborenen Menschen eine logische Schlussfolgerung der Idiopragie-Formel und kann somit schon im Voraus geschlussfolgert werden. Auch wenn die Nennung des Philosophen dieser Herrscher plötzlich und ohne großes Vorspiel kommt, - Glaukon drängt Sokrates lediglich auf die Beantwortung der Frage nach der Verwirklichung der Wächterschaft - deutet er schon bei der Entwicklung der Wächter die Philosophie an, welche benötigt wird, um das rechte Maß zu finden und Gut von Schlecht zu unterscheiden. Der Wächter muss lernbegierig sein, was Platon mit philosophisch (Weisheit liebend) gleichsetzt, damit er lernt, wem er sanftmütig, wem feindlich begegnen soll. Dies unterstreicht einerseits die These, dass jedem Menschen alle Seelenteile innewohnen, zeigt aber auch die enge Verbindung von Wächter und Philosoph, die in der Forderung gipfelt, dass der Philosoph aus der Masse der Wächter ausgewählt werden muss.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung der Politeia als Standardwerk und die historische Entwicklung der Kritik an Platons Staatsmodell.
2 DIE POLITEIA: Untersuchung des systematischen Aufbaus, der Gerechtigkeitskonzeption und des Ursprungs der Polis in Platons Werk.
3 DIE PHILOSOPHENKÖNIGE: Analyse des Konzepts der Philosophenherrschaft, ihrer Abgrenzung zu Politikern sowie Fragen nach der Realisierbarkeit und Platons Intention.
4 WIRKUNGEN DER PHILOSOPHENKÖNIGSIDEE: Darstellung und Diskussion der Rezeption und Kritik durch Aristoteles, Kant und Popper.
5 SCHLUSS: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung der Politeia für zukünftige Interpretationen.
Politeia, Platon, Philosophenkönige, Gerechtigkeit, Staatsentwurf, Idealstaat, Politikkritik, Aristoteles, Immanuel Kant, Karl Popper, Totalitarismus, Herrschaftsidee, Polisgenese, Seelenmodell, Erkenntnistheorie.
Die Arbeit befasst sich mit der Herrschaftsidee der Philosophenkönige innerhalb von Platons Werk Politeia und der damit verbundenen Kontroverse um die Realisierbarkeit und den totalitären Charakter dieses Staatsentwurfs.
Die zentralen Themen umfassen die platonische Gerechtigkeit, die Entwicklung der Polis, das Wesen des Philosophen im Vergleich zum Politiker sowie die historische Rezeption dieser Ideen durch bedeutende Denker.
Das Ziel ist es, die Herrschaftsidee der Philosophenkönige zu beleuchten, Motive Platons zu ergründen und die Kritik an diesem Modell, insbesondere durch Popper, kritisch einzuordnen.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Textanalyse der Politeia sowie auf den Vergleich mit Primär- und Sekundärquellen der Philosophiegeschichte.
Der Hauptteil analysiert die Struktur der Politeia, das Seelenmodell, den spezifischen Philosophenkönigsatz sowie die kritische Wirkungsgeschichte bei Aristoteles, Kant und Popper.
Die wichtigsten Begriffe sind Politeia, Platon, Philosophenkönige, Gerechtigkeit, Staatsentwurf, Totalitarismus und die Auseinandersetzung mit der Realisierbarkeit des Idealstaates.
Das Höhlengleichnis verdeutlicht die Erkenntnistheorie Platons und das Dilemma der Philosophen: Sie müssen aus der Ideenwelt in die „Höhle der Politik“ hinabsteigen, obwohl sie dies eigentlich vermeiden möchten.
Während Kant die Machtkonzentration kritisiert und Gewaltenteilung fordert, sieht Popper in der Politeia eine Blaupause für den Totalitarismus und kritisiert Platon aufgrund von Historismus, Essentialismus und Holismus.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

