Examensarbeit, 2009
31 Seiten, Note: 1,0
1.Vorwort
2.Vorbehalte psychotherapeutischer Intervention
3.Themenschwerpunkte und Abgrenzung des Themas
4.Angststörungen
4.1 Angststörungen und ihre allgemeine Differenzierung
4.1.1. Angststörungen (ICD-10: F40, F41)
4.1.2. Phobische Störungen F40
4.1.3.Sonstigen Angststörungen (F41)
4.2. Leitsymptome und diagnostische Kriterien (ICD-10)
4.3.Agoraphobie (F40.0)
4.3.1.Diagnostische Kriterien
4.4 Soziale Phobie (F40.1)
4.4.1. Diagnostische Kriterien (ICD-10)
4.5. Spezifische (isolierte) Phobien (F40.2)
4.5.1. Diagnostische Kriterien (ICD-10)
4.6. Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst) (F41.0)
4.6.1. Diagnostische Kriterien (ICD-10)
4.7. Generalisierte Angststörung (F41.1)
4.7.1. Diagnostische Kriterien (ICD-10)
4.8. Angst und depressive Störung, gemischt (F41.2)
5. Epidemiologie, Verlauf
6. Ätiologie, Störungsmodelle
7. Abriss über die Verhaltenstherapie:
7.1. Lerntheorie/Klassische Konditionierung:
7.2. Behaviorale Modelle/Black-Box:
7.3. Kognitiver Ansatz:
7.4. Definition Verhaltenstherapie:
8.Fallbeispiel:
9. Diagnoseableitung:
9.1. Differentialdiagnostische Abwägung /Abgrenzung:
9.2. Diagnose:
10. Verhaltenstherapeutischer Interventionsansatz:
10.1. Kognitive Erfassung/Abgrenzung/Zielvereinbarung:
10.2. Prädisposition/Individuelle Problemanalyse/ Symptomabweichung
10.2.1. Spezifische Phobie:
10.2.2. Panikstörung:
10.3. Operante Konditionierung:
10.3.1. Verwurf Desensibilisierung:
10.3.2. Reizüberflutung (Flooding):
10.4. Therapieerfolg:
11. Tiefenpsychologische Interpretation des Fallbeispiels:
11.1. Psychodynamisches Modell:
11.2. Ursprung der Angst bei Freud:
11.3. Angsttheoretischer Ansatz:
11.4. Wiederholungszwang und Angstlust:
11.5. Interpretation ödipaler Strukturen in unserem Fallbeispiel:
11.6. Schlussbemerkung:
Die Arbeit untersucht die Behandlung einer Hundephobie bei einem Klienten mittels verhaltenstherapeutischer Methoden unter Berücksichtigung von Angststörungen gemäß ICD-10 und ergänzt diesen Ansatz durch eine tiefenpsychologische Interpretation der Fallgeschichte.
8.Fallbeispiel:
Dieter K. 40 J. ist bildender Künstler und bittet um einen Beratungstermin w/ einer Hundephobie und Zwangsgedanken über Gewalttätigkeiten. Ich bitte ihn zum vereinbarten Termin zu mir zu kommen und er beginnt zu erzählen:
Im Alter von 1 Jahr ließ ihn seine Mutter allein in seinem Kinderbett und ging mit dem dreijährigen Bruder einkaufen. Sein Bettchen war mit einem Plastikseil umspannt, da die Mutter verhindern wollte, dass er aus dem Bettchen steige. Da er dennoch versuchte aus seinem Bettchen zu klettern, verfing er sich mit seinem Hals in den Plastikseilen und drehte sich nach und nach die Luft ab. Als seine Mutter mit dem älteren Bruder zurück kam und nach ihrem Kind sehen wollte, stand sie wie gelähmt vor dem Kinderbett, in dem ihr Kind mittlerweile schon blau angelaufen war und zwischen den Seilen kaum noch atmete. Sein Bruder rannte spontan in die Küche, holte eine Schere und händigte diese seiner Mutter aus, damit sie ihn endlich befreien konnte, um ihm damit in letzter Minute das Leben zu retten.
Wie er sagt, kennt er seine Mutter, als eine liebevolle fürsorgliche Frau, die sich immer um ihn kümmerte. Andererseits war sie Alkoholikerin, die phasenweise in Trinkexzessen tagelang durchsoff. Ansonsten hatte er liebevolle Erinnerungen an seine Mutter. Seinen Vater kannte er nur als Trinker, der aber nicht oft zuhause war. Wenn er aber da war, gab es oft Streit.
1.Vorwort: Einleitung zur Entstehung der Arbeit im Rahmen einer Ausbildung zum Psychologischen Berater und methodische Vorbemerkungen.
3.Themenschwerpunkte und Abgrenzung des Themas: Darlegung der Begrenzung der Arbeit auf einen verhaltenstherapeutischen Ansatz und eine psychoanalytische Interpretation, unter Ausschluss einer tiefgreifenden Sucht- oder Persönlichkeitsdiagnostik.
4.Angststörungen: Kompakte Darstellung verschiedener Angststörungsbilder und deren diagnostische Kriterien nach ICD-10.
7. Abriss über die Verhaltenstherapie: Theoretische Grundlagen, angefangen von der Lerntheorie bis hin zu den Ansätzen von Watson und Skinner.
8.Fallbeispiel: Detaillierte Anamnese des Klienten Dieter K. mit Fokus auf frühkindliche Traumata und die Entwicklung der Phobie.
10. Verhaltenstherapeutischer Interventionsansatz: Beschreibung der konkreten therapeutischen Vorgehensweise, insbesondere des Floodings als Interventionsmethode.
11. Tiefenpsychologische Interpretation des Fallbeispiels: Analyse der Fallgeschichte durch das psychodynamische Modell, inklusive der Interpretation ödipaler Strukturen.
Hundephobie, Verhaltenstherapie, Angststörungen, ICD-10, Fallbeispiel, Psychoanalyse, Traumata, Symptombildung, Panikstörung, Lerntheorie, Psychodynamik, Ödipuskomplex, Verschiebung, Desensibilisierung, Reizüberflutung
Die Arbeit widmet sich der verhaltenstherapeutischen Behandlung einer spezifischen Hundephobie bei einem erwachsenen Klienten, wobei der Fall zusätzlich tiefenpsychologisch interpretiert wird.
Die zentralen Themen sind die klinische Klassifizierung von Angststörungen nach ICD-10, die Anwendung verhaltenstherapeutischer Techniken sowie die psychoanalytische Deutung unbewusster Konflikte.
Das Ziel ist die Dokumentation und Reflexion eines therapeutischen Prozesses, der dem Klienten helfen soll, seine Phobie und damit verbundene Panikattacken zu überwinden.
Der Autor kombiniert methodisch die Verhaltenstherapie (insbesondere Flooding) mit tiefenpsychologischen Konzepten nach Freud, um ein umfassenderes Verständnis des Falls zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in Angststörungen, die ausführliche Fallanamnese, die verhaltenstherapeutische Interventionsplanung und die abschließende psychodynamische Deutung.
Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Hundephobie, Verhaltenstherapie, Fallbeispiel, Psychoanalyse und psychodynamische Interpretation erschließen.
Der Autor interpretiert dieses Verhalten als einen Abwehrmechanismus, bei dem der Klient unbewusst versucht, das angsterzeugende Objekt (den Hund) zu provozieren, um eine vermeintliche Kontrolle über die traumatische Angstsituation der Kindheit zu gewinnen.
Das Bild fungiert als emotionaler Auslöser, der traumatische Erinnerungen an die Schulzeit und die dort erlebte Ohnmacht und Missachtung symbolisch mit den Ängsten des Klienten verknüpft.
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