Masterarbeit, 2023
163 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Hintergrundwissen zum freien Willen
2.1 Theoretischer Hintergrund
2.1.1 Determinismus und Indeterminismus
2.1.2 Modelle zum freien Willen
2.1.3 Sozialpsychologische Sicht
2.2 Forschungsstand
2.2.1 Studien der Hirnforschung
2.2.2 Studien der Sozialpsychologie
2.3 Sobjektivität
2.3.1 Modell der pragmatischen Information
3 Empirische Studie: Sobjektivität und der freie Wille
3.1 Forschungslücken, Fragestellung und Hypothesen
3.2 Untersuchungsmethode
3.2.1 Stichprobe und Design
3.2.2 Erhebungsinstrumente und Treatment
3.2.3 Datenerhebung
3.2.4 Datenaufbereitung
3.2.5 Datenauswertung
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Deskriptive Analyse
3.3.2 Bayes’sche Statistik
3.3.3 Explorative Analyse
3.4 Diskussion
4 Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen dem Glauben an den freien Willen und dem allgemeinen positiven Affekt besteht, unter Einbeziehung des theoretischen Konzepts der Sobjektivität.
1 Einleitung
"Der Mensch kann zwar tun, was er will, er kann aber nicht wollen, was er will" Schopenhauer, zitiert nach (Bernecker et al., 2015)
Gerhard Roth, ein erfolgreicher Wissenschaftler des Instituts für Hirnforschung der Universität Bremen, stuft Schopenhauers Arbeit als "die beste, die je über den freien Willen geschrieben wurde" ein (Schwenke, 2008). Schopenhauer greift die Unterscheidung zwischen der Handlungsfreiheit und der Willensfreiheit auf (Luhmann, 2020). Wer tun kann, was er will, ist in seiner Handlung frei und kann diese individuell bestimmen. Im Rahmen unseres gesellschaftlichen Systems ist diese Handlungsfreiheit jedoch durch Regelungen und Gesetze beispielsweise juristischer Natur oder durch biologische Zwänge begrenzt. So kann eine Person gewillt sein, an einem wichtigen Volleyball-Spiel teilzunehmen, das gebrochene Bein dem Handlungsvorhaben jedoch entgegenwirken. Die Willensfreiheit hingegen meint die Fähigkeit, auf Grundlage seiner eigenen Wünsche Entscheidungen treffen zu können. Dem gegenüber steht ein fremdbestimmtes Leben, dessen Individuum sich nicht über seine eigenen Bedürfnisse, sondern orientiert an den Bedürfnissen der Mitmenschen identifiziert (Lührs, 2013). Schropenhauer ist somit ein Gegner des freien Willens, indem er den Menschen die Fähigkeit – auf Basis der eigenen Bedürfnisse zu handeln – abschreibt.
1 Einleitung: Beleuchtung des philosophischen Grundsatzproblems der Willensfreiheit und Einführung in die wissenschaftliche Debatte anhand relevanter Persönlichkeiten und Beispiele.
2 Hintergrundwissen zum freien Willen: Theoretische Herleitung verschiedener Modelle und Forschungsansätze zur Willensfreiheit sowie Vorstellung der Theorie der Sobjektivität.
3 Empirische Studie: Sobjektivität und der freie Wille: Beschreibung der methodischen Durchführung, Datenerhebung und anschließende statistische Analyse der Ergebnisse zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
4 Ausblick: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Diskussion möglicher Ansätze für weiterführende Studien unter Berücksichtigung des Modells der pragmatischen Information.
freier Wille, Sobjektivität, positiver Affekt, MPI, PANAS, Glaubensmanipulation, Bayes'sche Statistik, Handlungsfreiheit, Willensfreiheit, Sozialpsychologie, Quantenmechanik, Mikro-Psychokinese
Die Arbeit untersucht, ob und wie der Glaube an den freien Willen mit dem persönlichen Wohlbefinden bzw. positiven Gefühlen korreliert.
Die Thematik umfasst philosophische Modelle des freien Willens, sozialpsychologische Forschungsstandpunkte sowie das physikalisch-philosophische Konzept der Sobjektivität.
Die Forschungsfrage lautet, ob ein Zusammenhang zwischen einem (manipulierten) Glauben an den freien Willen und einem erhöhten positiven Affekt im Allgemeinen besteht.
Es wurde eine experimentelle Manipulation des Glaubens (HFW- und LFW-Bedingungen) vorgenommen und der positive Affekt mittels des PANAS-Fragebogens erfasst, statistisch ausgewertet durch Bayes'sche T-Tests.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick, eine Darstellung des bisherigen Forschungsstandes und eine empirische Studie mit ausführlicher Auswertung und Diskussion.
Zentrale Begriffe sind der freie Wille, die Sobjektivität, das Modell der pragmatischen Information (MPI), positiver Affekt und die Bayes'sche Statistik.
Die Sobjektivität bildet eine dritte Realitätsform, welche die Subjektivität (Erleben) und Objektivität (Materie) miteinander verbindet und so ein geschlossenes System schafft.
Das Bereitschaftspotenzial wird als Kritikpunkt an der Willensfreiheit herangezogen, da Hirnaktivitäten scheinbar vor dem bewussten Willensentschluss einsetzen, was in der Arbeit kritisch beleuchtet wird.
Die Manipulation des Glaubens war erfolgreich, jedoch konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Glauben an den freien Willen und positiven Gefühlen im Allgemeinen bestätigt werden.
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