Magisterarbeit, 2009
126 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Wahlsystem der USA
2.1. Die historische Entwicklung
2.2. Der Ablauf der Wahlen heute
2.2.1. Die Vorwahlen
2.2.2. Die Nominierungsparteitage
2.2.3. Die Präsidentschaftswahlen
2.2.4. Die Arbeit des Electoral College
2.3. Kritik
3. Die entscheidenden Themen
3.1. Der Krieg im Irak
3.2. Die Finanz- und Wirtschaftskrise
3.3. Das Gesundheitssystem
3.4. Die Unbeliebtheit Bushs
3.5. Wandel gegen Erfahrung
4. Die Vorwahlen
4.1. Invisible Primaries
4.2. Iowa, New Hampshire und der Kampf um frühe Wahltermine
4.3. Die Vorwahlen der Demokraten
4.3.1. John Edwards' Kampagne
4.3.2. Hillary Clinton - im Porträt
4.3.3. Barack Obama - ein unwahrscheinlicher Aufstieg
4.3.3.1. Die Entstehung der "Obamania"
4.3.3.2. Sein Team
4.3.3.3. Popstar – und Kritik
4.3.4. Die ersten Einzelstaaten
4.3.5. Super Tuesday
4.3.6. Das lange Ringen
4.4. Die Vorwahlen der Republikaner
4.4.1. Die Kandidaten
4.4.2. John McCain – Die Geschichte eines Kämpfers
4.4.3. Die ersten Einzelstaaten
4.4.4. Super Tuesday
4.4.5. Die schnelle Entscheidung
5. Die Hauptwahlen
5.1. Drittkandidaten
5.2. Der Verlauf bis September
5.3. Die Wahl der Vizekandidaten
5.3.1. Obama – Biden
5.3.2. McCain – Palin
5.4. Die Finanzkrise als entscheidendes Thema
5.5. Die großen TV-Duelle
5.6. Die Wahlkampffinanzierung
5.7. Die Rolle der Medien
5.8. Die Rolle der Religion
5.9. Die heiße Phase
5.10. Wahltag
5.11. Auswertung der Wahlergebnisse
5.12. Bedeutung der Wahlen
5.13. Internationale Reaktionen
6. Resümee
Die Arbeit analysiert den Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 2008 in den USA, untersucht die Auswirkungen des amerikanischen Wahlsystems sowie die zentralen inhaltlichen Themen und Medieneinflüsse, die zum Erfolg von Barack Obama führten.
4.3.3. Barack Obama – ein unwahrscheinlicher Aufstieg
Hillary Clintons direkter Kontrahent, Barack Obama war mehr oder weniger aus dem Nichts aufgetaucht, vermochte es aber durch sein Charisma einen so großen Eindruck auf die Menschen zu machen, dass ihm alles zuzutrauen war. Der kurze Zeitraum, in dem er sich von einem nur regional bekannten Senator zu einem Favoriten auf das Präsidentenamt entwickelte, aber nicht das einzig ungewöhnliche an Barack Obamas Geschichte.
Sein Vater war ein Kenianer, der als Sohn eines Ziegenhirten die Voraussetzungen und das Glück hatte, ein Stipendium an einer amerikanischen Universität zu erhalten, um mit dem erlangten Wissen nach Afrika zurückzukehren und Kenia zu einer schnelleren Entwicklung zu verhelfen. Als erster afrikanischer Student besuchte er ab 1959 die University of Hawaii. Dort lernte er eine junge Amerikanerin namens Ann Dunham kennen, heiratete sie 1961, als in vielen Teilen der USA die Ehe zwischen Schwarzen und Weißen noch verboten war, und sie zeugten Barack Hussein Obama II. Dessen Vater bekam ein weiteres Stipendium in Harvard und kehrte später nach Afrika zurück. Obamas Mutter und er blieben auf Hawaii, wo sie einen Indonesier heiratete mit dem sie 1967 nach Jakarta zog. Vier Jahre später kehrte ein elfjähriger Junge, der in seiner prägenden Phase Einblick in fremde Kulturen erlangt hatte, nach Hawaii zurück, um unter der Obhut seiner Großeltern eine renommierte Privatschule mit Auszeichnung abzuschließen. Die Tatsachen, dass sein Vater Moslem war, er in Jakarta eine muslimische Schule besucht hatte und dass sein zweiter Vorname Hussein war, sollten seine Gegner im Rahmen des Krieges gegen den Terror zu nutzen versuchen, um die Amerikaner in Angst vor einem Präsidenten Obama zu versetzen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Präsidentschaftswahl 2008 ein, die einen fundamentalen Wandel in der US-Politik markierte.
2. Das Wahlsystem der USA: Dieses Kapitel erläutert die verfassungsrechtlichen Grundlagen, das Electoral College und den historischen Entwicklungsprozess des amerikanischen Wahlsystems.
3. Die entscheidenden Themen: Hier werden die politisch dominanten Themen des Wahlkampfs wie der Irakkrieg, die Finanzkrise und das Gesundheitssystem sowie die Bedeutung von Wandel versus Erfahrung analysiert.
4. Die Vorwahlen: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert den langwierigen Vorwahlprozess, inklusive der Strategien der demokratischen und republikanischen Kandidaten und der Dynamik der einzelnen Bundesstaaten.
5. Die Hauptwahlen: Dieses Kapitel behandelt die Schlussphase des Wahlkampfs, von der Nominierung der Vizekandidaten über die TV-Duelle und die Wahlkampffinanzierung bis hin zum Wahltag und den internationalen Reaktionen.
6. Resümee: Das Resümee fasst den Wahlsieg von Barack Obama als einen Schnittpunkt zwischen dem amerikanischen Traum und einem notwendigen politischen Wandel zusammen.
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Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs des Jahres 2008, von der Vorwahlphase bis hin zum historischen Wahlsieg von Barack Obama.
Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, der Irakkrieg, die Rolle der Medien bei der Wähler-Mobilisierung sowie die strategischen Unterschiede zwischen den Kandidaten.
Ziel ist es zu untersuchen, wie Barack Obama trotz anfangs geringer politischer Erfahrung den Wandel zum zentralen Thema machen und einen neuartigen Wahlkampf führen konnte.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse medialer Berichterstattung, Internetquellen und publizierter Biografien, um das Entstehen und den Erfolg der Wahlkampagne zu rekonstruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Vorwahlen beider Parteien, die Betrachtung der Hauptwahlkampfphase und die Untersuchung spezifischer Faktoren wie Wahlkampffinanzierung und religiöse Einflüsse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Change", "Obamania", "Swing States", "Electoral College" und "Wahlkampffinanzierung" definiert.
Die "Obamania" wird als ein Phänomen beschrieben, das durch charismatische Rhetorik und geschickte Nutzung digitaler Medien eine Massenbewegung auslöste, die weit über traditionelle Parteigrenzen hinausging.
Der Wettbewerb zwischen Barack Obama und Hillary Clinton war aufgrund starker gegensätzlicher Wählergruppen, unterschiedlicher Finanzierungskräfte und der Bedeutung der sogenannten Superdelegierten über Monate hinweg äußerst ausgeglichen.
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