Bachelorarbeit, 2022
42 Seiten, Note: 1,7
1. Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2. Wesentlichkeit im Zusammenhang mit Abschlussprüfung
2.1 Die Abschlussprüfung
2.2 Wesentlichkeit im Rahmen der Abschlussprüfung
2.3 Bestimmung der Wesentlichkeit
3. Wirtschaftliche Wirkungsfaktoren auf die Festlegung der Wesentlichkeit
3.1.Digitalisierung
3.2 Erwartungslücke
3.3 Die nichtfinanzielle Berichterstattung
4. Die Wirkungsweise von internen und externen Einflussfaktoren auf die Festlegung der Wesentlichkeit
4.1. Prüfrisiko und Festlegung von Wesentlichkeit
4.2. Spezifische Einflussfaktoren der Wesentlichkeit
4.3. Prüfgesellschaftliche Einflussfaktoren der Wesentlichkeit
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Wesentlichkeit im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Ziel ist es, die zentralen, von internen und externen Faktoren beeinflussten Herausforderungen bei der Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, um so zu einer ordnungsgemäßen Prüfung beizutragen.
2. Wesentlichkeit im Zusammenhang mit Abschlussprüfung
Wirtschaftliche Prüfungen werden schon seit mehreren tausend Jahren durchgeführt. Bereits 500 Jahre vor Christus existierten Prüfungshandlungen für die Überprüfung der staatlichen Finanzen im Stadtstaat Athen im antiken Griechenland. Die sich ausweitende Staatstätigkeit im Altertum und die Entwicklung von überregionalen Tätigkeiten der Unternehmungen im Mittelalter, ließen die Bedeutung von Prüfungen weiter zunehmen. Schließlich führte das Größenwachstum der Unternehmen zur zunehmenden Trennung von Eigentum und Verfügungsgewalt, welches zur heutigen ökonomischen Bedeutung von Prüfungen führte.
Heutzutage sind die Regelungen zu Prüfung der Bücher im Handelsgesetzbuch festgeschrieben. Gem. § 316 HGB sind Unternehmen einer bestimmten Größe verpflichtet, den von Ihnen aufgestellten Jahresabschluss, mit den Bestandteilen Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht, gesetzlich durch einen Wirtschaftsprüfer prüfen lassen.
Mit der Abschlussprüfung wird das Ziel verfolgt, die Verlässlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der in ihrem Rahmen zu prüfenden Informationen zu gewährleisten und insoweit deren Glaubwürdigkeit zu verbessern. Um diese zu erreichen, verfolgt der Wirtschaftsprüfer das Erkenntnisziel der Feststellung, ob die Abschlussprüfung einschließlich der Buchführung den Bestimmungen von Gesetzen, Gesellschaftsvertrag und Satzung genügt. Neben dieser Kontrollfunktion erfüllt die Jahresabschlussprüfung auch eine Informationsfunktion gegenüber gesetzlichen Vertretern, den Aufsichtsorganen und den Anteilseignern des Unternehmens, die durch den Prüfungsbericht erfüllt wird. Denn auf Grund etwaiger Interessenkonflikte zwischen dem Management des Unternehmens -welches für die Aufstellung des Jahresabschlusses zuständig ist- und den Jahresabschlussadressanten -welche keinen Einfluss auf die Erstellung nehmen können- kann die Rechnungslegung erst aufgrund einer externen Prüfung das Bild über die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hinreichend als verlässlich und neutral angesehen werden.
1. Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung: Einführung in das Wesentlichkeitskonzept und Ableitung der zentralen Forschungsfrage zum Einfluss von Faktoren auf die Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen.
2. Wesentlichkeit im Zusammenhang mit Abschlussprüfung: Erläuterung der historischen Entwicklung der Abschlussprüfung und Definition der zentralen Bedeutung des Wesentlichkeitsbegriffs für die heutige Wirtschaftsprüfung.
3. Wirtschaftliche Wirkungsfaktoren auf die Festlegung der Wesentlichkeit: Analyse moderner Herausforderungen wie Digitalisierung, Erwartungslücke und die zunehmende Bedeutung nichtfinanzieller Daten für die Prüfung.
4. Die Wirkungsweise von internen und externen Einflussfaktoren auf die Festlegung der Wesentlichkeit: Untersuchung des Zusammenhangs von Prüfrisiko, branchenspezifischen Faktoren und individuellen Einflüssen der Prüfgesellschaft auf die Festlegung der Wesentlichkeit.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung des beruflichen Urteilsvermögens des Wirtschaftsprüfers bei der Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes und Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Wesentlichkeit, Abschlussprüfung, Jahresabschluss, Prüfrisiko, Digitalisierung, Erwartungslücke, nichtfinanzielle Berichterstattung, Wirtschaftsprüfer, Rechnungslegung, Fehlerrisiko, Compliance, Transparenz.
Die Arbeit behandelt die zentrale Rolle des Konzepts der Wesentlichkeit bei der Durchführung von Jahresabschlussprüfungen und wie spezifische Faktoren diese beeinflussen.
Zu den Schwerpunkten zählen das Verständnis von Wesentlichkeitsgrenzen, die Auswirkungen der Digitalisierung, die "Erwartungslücke" der Öffentlichkeit sowie die Bedeutung des Prüfrisikos.
Das Ziel ist es, zu identifizieren, analysieren und kritisch zu hinterfragen, welche internen und externen Einflussfaktoren die Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen durch den Wirtschaftsprüfer bestimmen.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Literaturanalyse und Recherche, um die theoretischen und praktischen Aspekte der Wesentlichkeitsfestlegung aufzuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wesentlichkeitsprinzips, die Einflüsse moderner Entwicklungen sowie die differenzierte Betrachtung verschiedener Einflussgrößen auf die praktische Prüfungstätigkeit.
Wesentlichkeit, Abschlussprüfung, Prüfrisiko, Digitalisierung und nichtfinanzielle Berichterstattung sind die prägenden Begriffe.
Die Digitalisierung ermöglicht durch Automatisierung und Datenanalyse zwar effizientere Prüfungen, erzwingt jedoch eine Anpassung der traditionellen Prüfungsansätze aus Wirtschaftlichkeits- und Qualitätsgründen.
Die Erwartungslücke beschreibt die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Erwartung, dass Prüfungen absolut fehlerfrei sein sollten, und der tatsächlichen, risiko-orientierten Prüfungsrealität.
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