Bachelorarbeit, 2009
76 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Impression Management in der Interaktion auf Facebook
2.1 Der Begriff des Web 2.0
2.1.1 Das Web als Plattform
2.1.2 Kollektive Intelligenz
2.1.3 Daten als „Intel Inside“
2.1.4 Software ohne Lebenszyklus
2.1.5 Lightweight Programming Models
2.1.6 Software über Gerätegrenzen hinweg
2.1.7 Rich User Experiences
2.2 Facebook – Daten und Fakten
2.2.1 Die Anziehungskraft von Social Networks wie Facebook
3. Selbstdarstellung – Die Präsentation der eigenen Person
3.1 Selbstbezogene und prosoziale Motive der Selbstdarstellung
3.2 Begriffsdefinition Impression Management
4. Die Impression-Management-Theorie
4.1 Ursprünge der Theorie
4.2 Die Impression-Management-Theorie nach Tedeschi
4.3 Assertive Taktiken
4.3.1 Ingratiation
4.3.2 Self-Promotion
4.4 Die Theorie des Self-Monitoring
4.4.1 Neuere Ansätze der Self-Monitoring-Theorie
4.5 Impression Management und die Persönlichkeit
4.5.1 Das Modell der „Big Five“-Faktoren
4.5.2 Die Persönlichkeitsausprägung „Extraversion“
5. Konzeption und Methode
5.1 Objektivität, Reliabilität und Validität
5.1.1 Objektivität
5.1.2 Reliabilität
5.1.3 Validität
5.2 Stichprobenwahl und Grundgesamtheit
5.3 Forschungsdesign
5.3.1 Untersuchungsleitende Fragestellung und Hypothesen
5.4 Operationalisierung
5.4.1 „Ingratiation“
5.4.2 „Self-Promotion“
5.4.3 Erfüllung der Testgütekriterien
5.4.3.1 Objektivität
5.4.3.2 Reliabilität
5.4.3.3 Validität
5.5 Durchführung der Befragung
6. Auswertung des Fragebogens
6.1 Die statistische Auswertung durch Unipark
6.2 Auswertung durch SPSS
6.3 Repräsentativität der Stichprobe
6.3.1 Allgemeine Informationen
6.3.2 Deskriptive Statistik
6.4 Auswertung der Hypothesen
6.4.1 Facebook und Extraversion
6.4.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede
6.4.3 Extraversion, Self-Monitoring und Self-Promotion
6.5 Interpretation der Ergebnisse
6.5.1 Facebook und Extraversion
6.5.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede
6.5.3 Extraversion, Self-Monitoring und Self-Promotion
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzungsintensität der Plattform Facebook, spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen der Nutzer und dem Grad des sogenannten „self-monitoring“. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie Individuen durch Impression-Management-Taktiken wie „Ingratiation“ oder „Self-Promotion“ ihr digitales Selbstbild steuern.
2.1 Der Begriff des Web 2.0
Heutzutage werden wir fast täglich mit dem Begriff des „Web 2.0“ konfrontiert, wobei an den wenigsten Stellen eine genaue Definition dieser Wendung geliefert wird.
Der Zusatz des „2.0“ findet seinen Ursprung in der Informatik, in der jeder Weiterentwicklung einer Software nach der Version des Programms aufsteigend Nummern zugeordnet werden. Während Veränderungen der Zahlen hinter dem Komma meist nur eine Verbesserung des Ursprungsprogramms ausdrücken, deuten neue Nummern vor dem Komma auf eine grundlegende Veränderung des Programms hin (Behrendt & Zeppenfeld, 2008).
Geprägt wurde der Begriff Web 2.0 von Tim O’Reilly, der in seinem gleichnamigen Verlag im Jahre 2005 den Artikel „What is Web 2.0“ veröffentlichte. Dabei werden von ihm sieben Merkmale aufgeführt, die für eine Web 2.0 Anwendung ausschlaggebend sind, allerdings nicht alle zwingend von einer Anwendung erfüllt sein müssen. „Eine deutliche Ausprägung eines einzelnen Faktors sei oftmals sehr viel aussagekräftiger, als wenn alle sieben jeweils nur oberflächlich berührt würden“ (Behrendt & Zeppenfeld, 2008, S.11).
Im Folgenden werden diese sieben Merkmale beschrieben.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage zum Zusammenhang zwischen Extraversion, Self-Monitoring und Impression-Management-Taktiken.
2. Impression Management in der Interaktion auf Facebook: Das Kapitel erläutert die technologischen und sozialen Rahmenbedingungen des Web 2.0 sowie die spezifischen Daten und Fakten zur Plattform Facebook.
3. Selbstdarstellung – Die Präsentation der eigenen Person: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Selbstdarstellung beleuchtet, inklusive der Motive und der Begriffsdefinition von Impression Management.
4. Die Impression-Management-Theorie: Dieses Kapitel vertieft die wissenschaftlichen Theorien von Tedeschi, das Self-Monitoring und die Einflüsse der Persönlichkeit auf das Verhalten.
5. Konzeption und Methode: Der methodische Teil beschreibt die wissenschaftlichen Qualitätskriterien, das Forschungsdesign sowie die Operationalisierung der Taktiken „Ingratiation“ und „Self-Promotion“.
6. Auswertung des Fragebogens: Hier werden die Ergebnisse der Online-Umfrage statistisch aufbereitet, die Hypothesen überprüft und die Resultate interpretiert.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und kritisiert die methodischen Einschränkungen der Untersuchung.
Impression Management, Selbstdarstellung, Facebook, Web 2.0, Self-Monitoring, Extraversion, Ingratiation, Self-Promotion, Online-Netzwerke, Persönlichkeitspsychologie, Big Five, Quantitative Studie, Soziale Interaktion, Nutzerverhalten, Digitale Kommunikation.
Die Arbeit untersucht, wie Nutzer der Plattform Facebook ihre Persönlichkeit online darstellen und welche Rolle dabei psychologische Konzepte wie Impression Management spielen.
Die zentralen Themen sind Impression Management, die Theorie des Self-Monitoring, die Ausprägung der Persönlichkeit (speziell Extraversion) und die Anwendung spezifischer Selbstdarstellungstaktiken im Web 2.0.
Das primäre Ziel ist die Überprüfung eines möglichen Zusammenhangs zwischen der Nutzungsintensität von Facebook, den Persönlichkeitsmerkmalen der Nutzer und deren Grad an „Self-Monitoring“.
Der Autor führt eine quantitative Online-Umfrage mittels eines standardisierten Fragebogens durch, wobei die Daten anschließend mittels SPSS statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen (Impression-Management-Theorie), die methodische Konzeption (Testgütekriterien, Operationalisierung) sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der statistischen Ergebnisse.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Impression Management, Selbstdarstellung, Facebook, Extraversion, Self-Monitoring und Online-Sozialpsychologie charakterisiert.
Die Untersuchung ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der Anwendung der Ingratiation-Taktik, stellte jedoch fest, dass männliche Nutzer eine Tendenz zu einer höheren Selbstüberwachung (Self-Monitoring) aufweisen.
Die Studie deutet darauf hin, dass die Mitgliedschaft in einer Online-Community wie Facebook überdurchschnittlich mit dem Persönlichkeitsmerkmal Extraversion korreliert, da die befragten Gruppen insgesamt hohe Extraversionswerte aufwiesen.
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