Fachbuch, 2010
193 Seiten
1. Einleitung
2. Prolog: Positionen der Gegenwartskultur
3. Wissen, Glauben und Spiritualität
3.1. Spiritualität
3.1.1. Zur Geschichte des Begriffes Spiritualität
3.1.2. Kirchengeschichtliche Bedeutung
3.1.3. Religionsphilosophische Definition
3.1.4. Religionssoziologische Aspekte des Begriffes Spiritualität
3.1.5. Spiritualität und Spiritualitätssuche
3.1.6. Individualisierte Spiritualität
3.1.7. Spiritualität und Gender
3.2. Transzendenz und Erfahrung
3.3. Religion und Religiosität – Versuch einer Begriffsbestimmung
3.3.1. Religion und Religiosität
3.3.2. Spirituelle Erfahrung und Religion
3.3.3. Die Wissenschaft und Religionskritik
3.3.4. Marx - Nietzsche - Freud
3.3.5. Säkularisation
3.3.6. Historische Wurzeln der Säkularisation
3.3.7. Das Verhältnis von Staat und Religion – Säkularismus im 21. Jahrhundert
3.4. Spiritualität und Religion
3.4.1. Spiritualität
3.4.2. Mittel und Wege zur Transzendenz
3.4.3. Christliche Spiritualität
3.4.4. Spiritualität im Judentum
3.4.5. Spiritualität und Islam
3.4.6. Die Spiritualität in den hinduistischen Religionen am Beispiel der bhakti Frömmigkeit
3.4.7. Spiritualität im Buddhismus am Beispiel der Vajrayana Frömmigkeit Tibets
3.4.8. Der Zen Buddhismus aus westlicher Sicht
4. Die Wissenschaft
4.1. Wissenschaft in der Gegenwart
4.2. Kurze Entwicklungsgeschichte der abendländischen Wissenschaft
4.2.1. „Wissenschaft“ in der Frühzeit
4.2.2. Wissenschaft und die griechisch-römische Antike: Geist und Materie
4.2.3. Das nicht so „finstere Mittelalter“
4.2.4. Der Aufbruch in neue Welten: „Und sie dreht sich doch!“ – Die Entstehung des modernen Weltbildes
4.2.5. Die unselige Trennung von Geist und Materie (Descartes)
4.2.6. „Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean“ (Newton)
4.2.7. Erste Aufbrüche im mechanistischen Weltbild
4.2.8. Darwin, die Evolutionstheorie und die Abkehr vom Glauben
4.2.9. Wissenschaftliche Revolutionen des 20. Jahrhunderts
4.3. Wissenschaft: Theorie und Kritik
4.3.1. Information und Wissen
4.3.2. Wissenschaftstheorien
4.3.3. Kritik aus der Dritten Welt an der westlich orientierten Wissenschaft
4.3.4. Feministische Überlegungen und Kritik an der Wissenschaftstheorie
4.3.5. Parawissenschaft – Pseudowissenschaft
4.3.6. Wissenschaft als kognitive Transformation
4.3.7. Wissenschaftsgläubigkeit oder der Glaube an die Wissenschaft
4.3.8. Intuition und Wissenschaft
5. Spiritualität im Spiegel der Wissenschaft
5.1 Psychologie der Spiritualität: Annäherungen
5.1.1. Neuropsychologie und spirituelle Phänomene
5.1.2. Die Hirnforschung und die Schaffung eines modernen naturalistischen Menschenbildes
5.2. Selbstbewusstsein – Bewusstseinsveränderung
5.2.1. Das Ich-Bewusstsein
5.2.3. Trance und Ekstase
5.2.3. Spiritualität und Psychotherapie
6. Das Verhältnis von Spiritualität und moderner, wissenschaftlicher Medizin
6.1. Schulmedizin vs. Alternativmedizin? (Komplementärmedizin)
6.1.1. Der Mensch in der Gegenwart und seine Krankheit
6.1.2. Stress als Krankheitsursache und Stressabbau als mentales Heilen
6.1.3. Das Selbstheilungssystem und medizinische „Wunder“
6.1.4. Schulmedizin und spirituelles Heilen
6.1.5. Grenzen der wissenschaftlich orientierten Medizin und mentales Heilen
6.1.6. Spirituelle Selbstheilung und Heilsversprechen
6.2. Schulmedizin heute und Spiritualität
7. Annäherungen: Wissenschaft und Spiritualität zu Beginn des 21. Jahrhunderts
8. Epilog: Zusammenfassender Ausblick – Brücken oder Gräben?
9. Bibliographie
Die Arbeit untersucht den scheinbaren Zwiespalt zwischen spiritueller Weltsicht und einem wissenschaftlich geprägten Weltbild in der europäischen Gegenwart. Ziel ist es, den Wandel der Sicht auf Spiritualität und Wissenschaft zu beleuchten und aufzuzeigen, wie beide Bereiche trotz unterschiedlicher methodischer Ansätze in einem komplementären Verhältnis zueinander stehen können, um dem modernen Menschen neue Orientierungshilfen in einer komplexen Welt zu bieten.
Die unselige Trennung von Geist und Materie (Descartes)
Einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des 17. Jahrhunderts war sicher der französische Philosoph, Mathematiker und Physiker René Descartes (1596–1650), der die weitere Entwicklung der abendländischen Zivilisation entscheidend prägen sollte. Sein Konzept einer vollständigen Wissenschaft von der Natur war der erklärte Versuch, nur absolute Gewissheit zu vermitteln zu wollen: Die Wissenschaft müsse logisch aufgebaut sein und nur auf so einleuchtenden Prinzipien beruhen wie die Mathematik selbst.
So erklärte er: „Alle Wissenschaft ist sicheres, evidentes Wissen, wir lehnen jegliches Wissen ab, das nur wahrscheinlich ist, und meinen, dass nur die Dinge geglaubt werden sollten, die vollständig bekannt sind und über die es keinen Zweifel mehr geben kann“. Entscheidend in der Methode von Descartes ist natürlich – wie oben bereits angemerkt – sein alles umfassender Zweifel, der ihn zu dem berühmten Ausspruch veranlasste: „cogito ergo sum“.
Diese Erkenntnis bringt ihn auch zu der verhängnisvollen, aber schon in der antiken Philosophie vorgefassten Schlussfolgerung, dass Geist und Körper (Materie) im Grunde verschieden und nicht miteinander vereinbar seien, eine These, die das abendländische Denken und die Wissenschaften bis ins 20. Jahrhundert ganz entscheidend beeinflusst hat. Vor allem hat sie dazu geführt, dass sich die auf die Materie konzentrierten, so genannten „exakten“ Naturwissenschaften alsbald von den Geisteswissenschaften absonderten. Erst durch die Beobachtungen subatomarer Phänomene und den Erkenntnisse der Quantenphysik im 20. Jahrhundert scheinen sich die scheinbar diametral gegenüberstehenden Wissenschaften wieder annähern zu wollen.
1. Einleitung: Die Einleitung analysiert den tiefgreifenden weltanschaulichen Wandel nach 1968, der zu einer Orientierungslosigkeit in der europäischen Gesellschaft führte.
2. Prolog: Positionen der Gegenwartskultur: Das Kapitel thematisiert den revolutionären Wandel der Denkmuster und die zunehmende Skepsis gegenüber überkommenen Werten.
3. Wissen, Glauben und Spiritualität: Hier werden die Begriffe Wissen, Glaube und Spiritualität differenziert betrachtet und ihr komplexes Zusammenspiel analysiert.
4. Die Wissenschaft: Dieser Teil befasst sich mit der Entwicklungsgeschichte der abendländischen Wissenschaft, ihrer Theoriebildung und der Kritik daran.
5. Spiritualität im Spiegel der Wissenschaft: Das Kapitel untersucht psychologische und neurophysiologische Annäherungen an spirituelle Phänomene.
6. Das Verhältnis von Spiritualität und moderner, wissenschaftlicher Medizin: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle von Spiritualität im Kontext von Schulmedizin und Alternativheilmethoden.
7. Annäherungen: Wissenschaft und Spiritualität zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Es wird die Notwendigkeit einer neuen Synthese zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und spiritueller Dimension postuliert.
8. Epilog: Zusammenfassender Ausblick – Brücken oder Gräben?: Der Ausblick resümiert die Notwendigkeit, Brücken zwischen den beiden Welten zu bauen, um künftige Krisen zu bewältigen.
9. Bibliographie: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Lexika, Zeitschriften und Fachliteratur.
Spiritualität, Wissenschaft, Religion, Säkularisation, Postmoderne, Individualismus, Transzendenz, Hirnforschung, Psychologie, Schulmedizin, Alternativmedizin, Bewusstsein, Selbstverwirklichung, Weltbild, Ethik.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlich-rationalen Erklärungsmodellen und spirituellen Erfahrungen, insbesondere im Kontext der europäischen Moderne und Postmoderne.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Wissenschaft, der Begriff der Spiritualität, die Säkularisation, sowie die Rolle der Psychologie und Medizin im Umgang mit existenziellen Sinnfragen.
Das Ziel besteht darin, den scheinbaren Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion zu analysieren und Wege für eine Annäherung aufzuzeigen, um den modernen Menschen in seiner Orientierungslosigkeit zu unterstützen.
Es handelt sich um eine religionswissenschaftliche Arbeit, die historische, philosophische und soziologische Ansätze integriert und aktuelle Erkenntnisse der Naturwissenschaften einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wissen und Glauben, die Geschichte der abendländischen Wissenschaft, die Psychologie der Spiritualität und deren Verhältnis zur modernen Medizin.
Wichtige Schlagworte sind Spiritualität, Wissenschaft, Säkularisation, Transzendenz und der Wandel des Menschenbildes in der Postmoderne.
Der Autor erkennt die Erfolge der Schulmedizin an, kritisiert jedoch deren oft "seelenlose" Mechanisierung und plädiert für eine Integration ganzheitlicher, spiritueller Ansätze.
Es ist die umstrittene Hypothese der Neuropsychologie, dass spirituelle Erlebnisse auf spezifische neuronale Aktivitäten im Temporallappen des Gehirns zurückgeführt werden könnten.
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